Zyankali Wirkung » Alles über die tödliche Giftwirkung

By IHJO

Nur 230 Milligramm Cyanid können einen durchschnittlichen Erwachsenen innerhalb weniger Minuten das Leben kosten. Zyankali, das Kaliumsalz der Blausäure, ist eines der tödlichsten Gifte, die es gibt. Durch die Freisetzung der Cyanid-Ionen entfaltet sich die verheerende Wirkung, die schwere innere Verbrennungen und Gewebeschäden verursacht.

Das Cyanid-Ion blockiert die Sauerstoffbindungsstelle der lebenswichtigen Cytochrom-c-Oxidase, was zum inneren Ersticken führt. Selbst kleinere Mengen Zyankali können Spätschäden wie neurologische Probleme nach sich ziehen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die tödliche Giftwirkung, Symptome einer Vergiftung und wie Zyankali hergestellt und verwendet wird.

Was ist Zyankali?

Zyankali, chemisch auch als Kaliumcyanid (KCN) bezeichnet, ist das Kaliumsalz der Blausäure (HCN). Es handelt sich um ein äußerst giftiges Produkt, das schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen kann.

Chemische Formel und Eigenschaften

Die Summenformel von Zyankali lautet KCN. Es bildet farblose Kristalle, die einen charakteristischen bittermandelartigen Geruch aufweisen. Der Schmelzpunkt von Zyankali liegt bei 634 °C. Das Salz löst sich gut in Wasser, jedoch nur schlecht in Alkohol.

Erscheinungsformen und Geruch

Zyankali kommt in verschiedenen Erscheinungsformen vor, meist als farblose Kristalle. Etwa 20-40 % der Menschen können den Bittermandelgeruch aufgrund genetischer Veranlagung wahrnehmen. Zyankali entsteht durch die Freisetzung von Blausäure bei Säureeinwirkung.

Wie wirkt Zyankali?

Das Cyanid-Ion, das aus dem Zyankali freigesetzt wird, blockiert die Sauerstoffbindungsstelle der Cytochrom-c-Oxidase (Komplex IV der Atmungskette). Dadurch kommt es zu einer inneren Erstickung, da die Zellen keinen Sauerstoff mehr zum Atmen haben. Diese Hemmung der Atmungskette ist der Hauptmechanismus, der zur tödlichen Wirkung von Zyankali giftig führt.

Symptome einer Vergiftung

Die ersten Symptome einer Zyankali vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit und Krämpfe. Innerhalb weniger Minuten nach der Aufnahme kann der Tod eintreten. Auch bei Überlebenden können Spätfolgen wie neurologische Schäden auftreten.

Tödliche Dosis von Zyankali

Bei einem erwachsenen Menschen mit ca. 80 kg beträgt die tödliche Dosis etwa 230 mg Cyanid (CN-). Die niedrigste berichtete letale Dosis LDLo (oral) beim Menschen betrug 2,86 mg/kg Körpergewicht. Zyankali ist sehr giftig und kann innerhalb weniger Minuten zum Tod führen.

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Tödliche Dosis von Zyankali Wert
Tödliche Dosis (Erwachsener, 80 kg) 230 mg Cyanid (CN-)
Niedrigste berichtete letale Dosis (oral) 2,86 mg/kg Körpergewicht

Zyankali Wirkung beim Menschen

Zyankali kann auf verschiedene Arten in den menschlichen Körper gelangen und seine hochgiftige Wirkung entfalten. Zum einen kann es oral, also durch Verschlucken oder Zerbeißen, aufgenommen werden. Zum anderen ist auch eine Aufnahme über die Hautresorption möglich, da Zyankali giftig ist und durch die Haut in den Körper eindringen kann.

Orale Aufnahme

Bei der oralen Aufnahme von Zyankali löst sich das Gift im Verdauungstrakt auf, und die Cyanid-Ionen werden freigesetzt. Dies führt zu einer schnellen Entfaltung der toxischen Wirkung, die innerhalb weniger Minuten tödlich sein kann.

Hautresorption

Auch über die Haut kann Zyankali vergiftet werden, da die Cyanid-Ionen durch die Haut in den Körper aufgenommen werden können. Die Symptome einer Zyankali-Vergiftung treten hier etwas langsamer als bei der oralen Aufnahme auf.

Spätfolgen bei Überlebenden

Bei kleineren, nicht tödlichen Zyankali-Vergiftungen können Überlebende Spätfolgen wie neurologische Schäden davontragen. Diese Vergiftungen werden dann mit Antidoten wie Natriumthiosulfat, 4-Dimethylaminophenol und Hydroxycobalamin behandelt.

Wirkung auf Tiere

Die toxische Wirkung des Zyankali erstreckt sich nicht nur auf Menschen, sondern betrifft auch die Tierwelt in gravierender Weise. Insbesondere Fische sind extrem empfindlich gegenüber Cyanidverbindungen im Wasser.

Zyankali für Fische

Bereits geringe Konzentrationen von 1-5 Mikrogramm Cyanid pro Liter Wasser können für Fische tödlich sein. Die Blockade der Atmungskette durch das Cyanid-Ion führt zu einem raschen Erstickungstod der Wasserbewohner.

LD50 für Nagetiere

Auch kleine Säugetiere wie Mäuse oder Ratten sind hochgradig zyankali giftig. Die letale Dosis LD50 liegt bei oraler, subkutaner oder intramuskulärer Aufnahme zwischen 5 und 8,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Herstellung von Kaliumcyanid

Die Herstellung von Kaliumcyanid (auch bekannt als Zyankali) erfolgt auf verschiedene Arten, sowohl auf technischem als auch auf laborchemischem Wege. Dabei wird stets das hochgiftige Cyanid-Ion (CN-) freigesetzt, das für die charakteristischen Eigenschaften und Wirkungen des Kaliumcyanids verantwortlich ist.

Technische Herstellung

Die industrielle Herstellung von Kaliumcyanid erfolgt durch die Reaktion von Blausäure (HCN) mit Kalilauge (KOH). Dabei entsteht das Kaliumsalz der Blausäure, das Kaliumcyanid. Dieser Prozess wird in speziellen Produktionsanlagen durchgeführt, um die Gefahren für Mensch und Umwelt zu minimieren.

Laborherstellung

Im chemischen Labor lässt sich Kaliumcyanid durch das Erhitzen von Blutlaugensalzen wie Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Schwefelsäure herstellen. Dabei wird die entstehende Blausäure anschließend mit Kalilauge neutralisiert, wodurch das Kaliumcyanid gewonnen wird. Dieses Verfahren erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der hochgiftigen Eigenschaften des Endprodukts zyankali kaufen.

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Die Herstellung von Kaliumcyanid ist aufgrund der extrem giftigen Natur des Produkts sehr sorgfältig zu handhaben und unterliegt in den meisten Ländern strengen rechtlichen Regulierungen.

Verwendung von Zyankali

Kaliumcyanid, auch bekannt als Zyankali, hat vielfältige industrielle und medizinische Anwendungen. Insbesondere in der Goldgewinnung und in galvanischen Bädern spielt es eine wichtige Rolle, während es in der Medizin zur Hämoglobinbestimmung eingesetzt wird.

Industrielle Anwendungen

Zyankali wird in der Industrie hauptsächlich zur Goldgewinnung verwendet. In einem Verfahren namens Cyanidlaugerei wird das Gold aus Erzen oder Konzentrates extrahiert, indem es mit einer Cyanid-Lösung in Kontakt gebracht wird. Dieser Prozess ermöglicht eine effiziente Goldgewinnung. Darüber hinaus findet Zyankali Verwendung in galvanischen Bädern, wo es zur Beschichtung und Veredelung von Metallen eingesetzt wird.

Medizinische Verwendung

In der Medizin wird Zyankali als Bestandteil von Drabkin-Lösungen verwendet, die zur spektroskopischen Bestimmung des Hämoglobingehalts in Blutproben dienen. Durch die Reaktion des Cyanids mit dem Hämoglobin entsteht ein stabiler Farbkomplex, dessen Konzentration photometrisch gemessen werden kann.

Sicherheitshinweise für Zyankali

Aufgrund der hohen Giftigkeit von Zyankali müssen strenge Sicherheitsmaßnahmen bei der Lagerung, Handhabung und Entsorgung beachtet werden. Das Kaliumcyanidgiftig> stellt eine erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt dar und erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen.

Lagerung

Zyankali muss in dicht verschlossenen Behältern, kühl und trocken unter Verschluss aufbewahrt werden. Eine sorgfältige Kennzeichnung und Zugangsbeschränkung sind unerlässlich, um Unfälle und Missbrauch zu verhindern.

Handhabung

Bei der Handhabung von Zyankaligiftig> ist das Tragen einer Schutzmaske und das Vermeiden von Hautkontakt zwingend erforderlich. Die Substanz kann auch über die Haut in den Körper aufgenommen werden und ist daher äußerst gefährlich.

Entsorgung

Zur fachgerechten Entsorgung von Zyankali-Rückständen eignen sich oxidative Verfahren, bei denen die Cyanid-Ionen zerstört werden. Hierfür kann beispielsweise Wasserstoffperoxid eingesetzt werden. Eine sachgemäße Entsorgung ist unbedingt erforderlich, um Umweltschäden zu vermeiden.

Nachweis von Kaliumcyanid

Der klassische Analysenachweis von Kaliumcyanid besteht im Nachweis der Cyanid-Ionen (CN-): Zur alkalischen Probelösung wird im Unterschuss Eisen(II)-sulfat-Lösung zugegeben. Bei Vorhandensein von zyankali giftig Cyanid-Ionen bildet sich anschließend nach Zugabe von Eisen(III)-Salzen Berliner Blau.

Nachweismethode Funktionsweise Einsatzbereich
Alkalischer Eisen(II)-Sulfat-Nachweis Reaktion von Cyanid-Ionen mit Eisen(II)- und Eisen(III)-Salzen zu Berliner Blau Klassischer qualitativer Nachweis von zyankali giftig Kaliumcyanid
Spektralphotometrischer Nachweis Photometrische Bestimmung des Cyanid-Gehalts über Bildung von Cyanidkomplexen Quantitative Bestimmung von zyankali giftig Cyanid-Konzentrationen
Elektrochemischer Nachweis Potentiometrische oder amperometrische Messung von Cyanid-Ionen-Aktivität Empfindlicher Nachweis von zyankali giftig Cyanid-Spuren
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Fazit

Zyankali, auch bekannt als Kaliumcyanid, ist ein hochgiftiges Produkt, das schwere innere Verbrennungen und Gewebeschäden verursacht. Die zyankali giftig wirkende Substanz kann innerhalb weniger Minuten zum tödlichen zyankali tod führen. Die zyankali dosierung für einen Erwachsenen liegt bei etwa 230 mg Cyanid, was die extrem hohe Giftigkeit des Stoffes verdeutlicht.

Zyankali blockiert die Atmungskette und führt zum inneren Ersticken. Neben der oralen zyankali vergiftung durch Verschlucken kann das Gift auch über die Haut aufgenommen werden. Selbst kleinere zyankali wirkungsdauer Vergiftungen können zu schwerwiegenden Spätfolgen wie neurologischen Schäden führen.

Aufgrund der enormen Gefährlichkeit von Zyankali müssen bei zyankali kaufen, Lagerung, Handhabung und Entsorgung höchste Sicherheitsstandards eingehalten werden. Zyankali ist ein hochtoxisches Produkt, dessen Umgang mit größter Vorsicht erfolgen muss.

FAQ

Was ist Zyankali?

Zyankali, auch Kaliumcyanid genannt, ist ein hochgiftiges Produkt, das schwere innere Verbrennungen und Gewebeschäden verursacht. Es ist das Kaliumsalz der Blausäure (HCN) und kann in Form farbloser Kristalle vorkommen, die bittermandelartig riechen.

Wie wirkt Zyankali?

Zyankali blockiert die Sauerstoffbindungsstelle der Cytochrom-c-Oxidase, was zur inneren Erstickung führt. Erste Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit und Krämpfe. Der Tod tritt innerhalb weniger Minuten ein.

Wie hoch ist die tödliche Dosis von Zyankali?

Bei einem erwachsenen Menschen mit ca. 80 kg beträgt die tödliche Dosis etwa 230 mg Cyanid. Die niedrigste berichtete letale Dosis LDLo (oral) beim Menschen betrug 2,86 mg/kg Körpergewicht.

Wie kann Zyankali aufgenommen werden?

Zyankali kann oral, durch Verschlucken oder Zerbeißen, sowie über die Haut aufgenommen werden. Die toxische Wirkung entfaltet sich beim Auflösen des Zyankalis und der Freisetzung der Cyanid-Ionen.

Welche Spätfolgen können bei Zyankali-Vergiftungen auftreten?

Bei kleineren, nicht tödlichen Vergiftungen können Spätfolgen wie neurologische Schäden auftreten. Solche Vergiftungen werden mit Natriumthiosulfat, 4-Dimethylaminophenol und Hydroxycobalamin behandelt.

Wie wirkt Zyankali auf Tiere?

Fische sterben bereits bei sehr geringen Cyanidkonzentrationen im Wasser von 1-5 µg/l. Für kleine Säugetiere wie Mäuse oder Ratten liegt die letale Dosis LD50 bei 5-8,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht bei oraler, subkutaner oder intramuskulärer Aufnahme.

Wie wird Kaliumcyanid hergestellt?

Die technische Herstellung von Kaliumcyanid erfolgt aus Blausäure und Kalilauge. Im Labor wird es durch Erhitzen von Blutlaugensalzen wie Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Schwefelsäure hergestellt, wobei die entstehende Blausäure anschließend mit Kalilauge neutralisiert wird.

Wo wird Zyankali industriell eingesetzt?

Kaliumcyanid wird industriell hauptsächlich zur Goldgewinnung (Cyanidlaugerei) und in galvanischen Bädern eingesetzt. In der Medizin wird es als Bestandteil in Drabkin-Lösungen zur spektroskopischen Hämoglobinbestimmung verwendet.

Wie muss Zyankali gelagert und entsorgt werden?

Kaliumcyanid muss bei der Lagerung in dicht geschlossenen Behältern, kühl und trocken unter Verschluss aufbewahrt werden. Zur Entsorgung lassen sich Cyanide oxidativ zerstören, z.B. mit Wasserstoffperoxid.

Wie kann Kaliumcyanid nachgewiesen werden?

Der klassische Analysenachweis von Kaliumcyanid besteht im Nachweis der Cyanid-Ionen (CN-): Zur alkalischen Probelösung wird im Unterschuss Eisen(II)-sulfat-Lösung zugegeben. Bei Vorhandensein von Cyanid-Ionen bildet sich anschließend nach Zugabe von Eisen(III)-Salzen Berliner Blau.

Quellenverweise