Lungenkraut Wirkung » Alles über die Heilpflanze

By IHJO

Wussten Sie, dass das Lungenkraut seit Jahrhunderten in der Pflanzenheilkunde geschätzt wird und nachweislich die Atemwege unterstützt? Diese traditionelle Heilpflanze hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erahnen kann.

Das Lungenkraut ist eine vielseitig einsetzbare Heilpflanze, die aufgrund ihrer besonderen Wirkungen auf die Atemwege und den Körper besonders geschätzt wird. In dieser Artikelserie erfahren Sie alles Wissenswerte über die Pflanze – von ihrer Herkunft und Zusammensetzung bis hin zu ihrer Anwendung und Geschichte. Entdecken Sie die besonderen Heilkräfte des Lungenkrauts und wie Sie diese für Ihre Gesundheit nutzen können.

Was ist Lungenkraut?

Lungenkraut, auch Pulmonaria officinalis genannt, gehört zur Familie der Raublattgewächse und ist ein typischer Frühlingsbote. Die mehrjährige, krautige Pflanze ist in europäischen Laubwäldern und Büschen beheimatet und lässt sich an ihren auffallenden rosa und blauen Blüten erkennen. Der Name “Lungenkraut” leitet sich von der Ähnlichkeit der gefleckten Blätter zu menschlichen Lungenstrukturen ab.

Definition und Herkunft

Lungenkraut, auch als Pulmonaria officinalis bekannt, gehört zur Familie der Raublattgewächse. Die mehrjährige, krautige Pflanze ist in europäischen Laubwäldern und Büschen beheimatet und lässt sich an ihren auffallenden rosa und blauen Blüten erkennen. Der Name “Lungenkraut” leitet sich von der Ähnlichkeit der gefleckten Blätter zu menschlichen Lungenstrukturen ab.

Arten des Lungenkrauts

Neben dem Gefleckten Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) gibt es noch rund 15 weitere Arten, die alle durch ihre borstig-rauhe Behaarung auffallen. Dazu gehören das Rote, Dunkle und Weiche Lungenkraut. Das Gefleckte Lungenkraut gilt als die heilkräftigste Variante, da es die meisten wertvollen Inhaltsstoffe enthält.

Wirkungsvolle Inhaltsstoffe

Das Lungenkraut enthält eine Reihe von Wirkstoffen, die für seine heilsame Wirkung verantwortlich sind. Dazu gehören unter anderem Schleimstoffe, die reizlindernd und entzündungshemmend wirken, sowie Gerbstoffe, die adstringierend und zusammenziehend sind. Diese Inhaltsstoffe machen das Lungenkraut besonders wertvoll bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsproblemen.

Schleimstoffe und Gerbstoffe

Die Schleimstoffe des Lungenkrauts helfen dabei, den Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen und abzuhusten. Gleichzeitig wirken sie entzündungshemmend und reizlindernd, was die Symptome von Erkältungen und Bronchitis lindert. Die Gerbstoffe entfalten eine adstringierende und zusammenziehende Wirkung, die bei Durchfall und Blasenentzündungen unterstützend sein kann.

See also  Citalopram Wirkung » Alles, was du wissen musst

Kieselsäure und Saponine

Weitere wichtige Bestandteile des Lungenkrauts sind Kieselsäure und Saponine. Die Kieselsäure wirkt stärkend auf das Gewebe, während die Saponine eine harntreibende und schweißfördernde Wirkung entfalten. Zusammen unterstützen diese Inhaltsstoffe die Funktion der Atemwege und fördern die Genesung bei Erkältungen und Lungenerkrankungen.

Traditionelle Anwendungen

Seit jeher wird das Lungenkraut in der Naturheilkunde zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Seine schleimlösende, entzündungshemmende und reizlindernde Wirkung macht es besonders wertvoll bei Husten, Heiserkeit und Bronchitis. Der hohe Gehalt an Kieselsäure stärkt zudem die Lungenstrukturen.

Bei Atemwegsbeschwerden

Aufgrund seiner schleimlösenden, entzündungshemmenden und reizlindernden Wirkung entfaltet das Lungenkraut bei Erkältungen eine besonders positive Wirkung. Es kann Husten und Heiserkeit effektiv lindern, indem es den Schleim verflüssigt und die gereizten Schleimhäute beruhigt. Somit trägt es maßgeblich zur Erholung des Atemtrakts bei.

Zur Wundheilung

Neben den Atemwegserkrankungen findet das Lungenkraut auch Anwendung bei der Wundheilung. Durch seinen hohen Anteil an Allantoin und Gerbstoffen fördert es die Regeneration von Gewebe und wirkt adstringierend. Äußerlich angewendet in Form von Umschlägen oder Bädern unterstützt es somit die Heilung von Verletzungen.

Bei Durchfall und Blasenentzündungen

Darüber hinaus zeigt das Lungenkraut auch positive Wirkungen bei Verdauungsproblemen wie Durchfall und Blasenentzündungen. Hier entfalten vor allem die Gerbstoffe und Saponine ihre adstringierende und harntreibende Eigenschaften, die den Körper entlasten und Entzündungen lindern können.

Zubereitung und Anwendung

Die klassische Darreichungsform des Lungenkrauts ist der Lungenkraut-Tee. Dafür werden 1 EL getrocknete Blätter und Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen und 5 Minuten ziehen gelassen. Der Tee kann mehrmals täglich getrunken werden, um die Atemwege zu stärken und Erkältungssymptome zu lindern.

Pulver und Sirup

Neben dem Tee lässt sich Lungenkraut auch als Pulver oder Sirup zubereiten. Das getrocknete und gemahlene Kraut kann mit lauwarmer Milch eingenommen oder als Wundpulver verwendet werden. Für einen Hustesirup wird Lungenkraut zudem mit anderen Heilkräutern wie Huflattich oder Spitzwegerich kombiniert und mit Honig oder Zucker angesetzt.

Externe Anwendung

Äußerlich angewendet findet Lungenkraut ebenfalls Verwendung. Der Tee eignet sich hervorragend für Bäder, Waschungen und Umschläge, da er durch seinen Gehalt an Allantoin und Gerbstoffen wundheilend und entzündungshemmend wirkt. So können Verletzungen, Entzündungen und Irritationen der Haut und Schleimhäute effektiv behandelt werden.

Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen

Obwohl das Lungenkraut als relativ ungiftig gilt, sollte es nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Eine Dauereinnahme wird nicht empfohlen. Außerdem sollten Schwangere und Stillende das Kraut nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden. Bei Überdosierung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Generell gilt: Die Dosis macht das Gift, sodass das Lungenkraut Nebenwirkungen verursachen und daher immer mit Umsicht und nur bei Bedarf eingesetzt werden sollte.

See also  Granatapfel Wirkung » Das Superfood für deine Gesundheit

Lungenkraut Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig, da das Kraut trotz seiner Heilkraft nicht unbegrenzt eingenommen werden sollte. Eine sorgfältige Dosierung und Rücksprache mit dem Arzt sind besonders bei empfindlichen Personengruppen wie Schwangeren und Stillenden ratsam, um mögliche unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Lungenkraut in der Küche

Neben seiner Verwendung in der Naturheilkunde findet das Lungenkraut auch Eingang in die Wildkräuterküche. Die jungen Blätter und Triebe lassen sich gut in Suppen, Eintöpfe und Lungenkraut Salate integrieren. Mit ihrer leicht herben, säuerlichen Note bereichern sie das Gericht und bringen zugleich ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften ein.

Wildkräuter-Delikatesse

Darüber hinaus kann Lungenkraut auch wie Spinat zubereitet und gegessen werden. Als Lungenkraut Delikatesse bietet es einen besonderen Genuss und lässt sich vielfältig in der Küche einsetzen. So entdecken immer mehr Menschen die Vorzüge dieser traditionellen Heilpflanze auch jenseits ihrer medizinischen Anwendung.

Lungenkraut wirkung bei Erkältungen

Aufgrund seiner schleimlösenden, entzündungshemmenden und reizlindernden Wirkung entfaltet das Lungenkraut bei Erkältungen eine besonders positive Wirkung. Es kann Husten und Heiserkeit effektiv lindern, indem es den Schleim verflüssigt und die gereizten Schleimhäute beruhigt. Somit trägt es maßgeblich zur Erholung des Atemtrakts bei.

Linderung von Husten und Heiserkeit

Das Lungenkraut kann Husten und Heiserkeit effektiv lindern, indem es den Schleim verflüssigt und die gereizten Schleimhäute beruhigt. Somit trägt es maßgeblich zur Erholung des Atemtrakts bei.

Unterstützung bei Bronchitis

Darüber hinaus kann Lungenkraut auch bei Bronchitis unterstützend wirken. Durch seine Inhaltsstoffe, wie Kieselsäure und Saponine, stärkt es die Lunge und fördert die Regeneration der Atemwege. In Kombination mit weiteren bewährten Heilpflanzen kann es so den Heilungsprozess bei Bronchitis beschleunigen und Komplikationen vorbeugen.

Bezugsquellen für Lungenkraut

Wer Lungenkraut selbst ernten möchte, hat dazu in der freien Natur die Möglichkeit. Das Kraut wächst gerne an halbschattigen, feuchten Standorten in Wäldern und Büschen. Beim Pflücken sollte jedoch darauf geachtet werden, nur so viel zu entnehmen, wie wirklich benötigt wird, damit der Bestand nicht gefährdet wird. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Lungenkraut nur an Orten mit geringer Belastung zu sammeln.

Gärtnereien und Apotheken

Wer keine Möglichkeit zum Selbstsammeln hat, kann Lungenkraut auch in Gärtnereien, Kräuterläden oder Apotheken erwerben. Hier wird das getrocknete Kraut oder fertige Zubereitungen wie Tees, Tinkturen oder Säfte angeboten. Vor dem Kauf sollte man sich nach der Herkunft und Qualität der Ware erkundigen, um sicherzustellen, dass es sich um eine unbedenkliche Quelle handelt.

Geschichte und Tradition

Das Lungenkraut hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Bereits im Mittelalter empfahl die Äbtissin Hildegard von Bingen den Lungenkrautwein als Heilmittel gegen Atembeschwerden. Der Wein wurde aus den Blättern des Lungenkrauts und Weißwein hergestellt und sollte vor den Mahlzeiten getrunken werden, um die Atmung und den Kreislauf zu stärken.

See also  Amiodaron Wirkung » Alles über das Antiarrhythmikum

Namensherkunft und Symbolik

Der Name “Lungenkraut” leitet sich von der Ähnlichkeit der gefleckten Blätter zu den menschlichen Lungen ab. Diese Ähnlichkeit wurde bereits im Mittelalter als Hinweis auf die heilsame Wirkung der Pflanze gedeutet. Darüber hinaus symbolisiert das Lungenkraut mit seinen zarten, zweifarbigen Blüten den Frühling, das Erwachen der Natur und den Kreislauf von Belastung und Erholung.

Fazit

Das Lungenkraut ist eine vielseitig einsetzbare Heilpflanze, die aufgrund ihrer besonderen Inhaltsstoffe und Wirkungen einen festen Platz in der Naturheilkunde einnimmt. Von der Linderung von Atemwegserkrankungen über die Unterstützung bei Wundheilung bis hin zur Verbesserung von Verdauungsproblemen – das Lungenkraut entfaltet seine Heilkräfte auf vielfältige Weise.

Ob als Tee, Pulver oder in Salben – die Verwendung des Lungenkrauts lohnt sich, um die eigene Gesundheit auf natürliche Weise zu fördern. Mit seiner langen Tradition in der Heilkunde und den zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten ist das Lungenkraut eine wertvolle Ressource für ein ganzheitliches Wohlbefinden.

Entdecken Sie die Vorzüge des Lungenkrauts und integrieren Sie es in Ihren Alltag, um von den vielfältigen Heilwirkungen dieser besonderen Pflanze zu profitieren.

FAQ

Was ist Lungenkraut und woher kommt es?

Lungenkraut, auch Pulmonaria officinalis genannt, gehört zur Familie der Raublattgewächse und ist ein typischer Frühlingsbote. Die mehrjährige, krautige Pflanze ist in europäischen Laubwäldern und Büschen beheimatet und lässt sich an ihren auffallenden rosa und blauen Blüten erkennen.

Welche Arten von Lungenkraut gibt es?

Neben dem Gefleckten Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) gibt es noch rund 15 weitere Arten, die alle durch ihre borstig-rauhe Behaarung auffallen. Dazu gehören das Rote, Dunkle und Weiche Lungenkraut. Das Gefleckte Lungenkraut gilt als die heilkräftigste Variante, da es die meisten wertvollen Inhaltsstoffe enthält.

Welche wichtigen Inhaltsstoffe hat Lungenkraut?

Das Lungenkraut enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure und Saponine. Diese Inhaltsstoffe machen das Lungenkraut besonders wertvoll bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsproblemen und zur Wundheilung.

Wie wird Lungenkraut traditionell angewendet?

Lungenkraut wird in der Naturheilkunde zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Husten, Heiserkeit und Bronchitis eingesetzt. Außerdem findet es Anwendung bei der Wundheilung sowie bei Durchfall und Blasenentzündungen.

Wie kann man Lungenkraut zubereiten und anwenden?

Klassische Darreichungsformen sind Tee, Pulver und Sirup. Der Tee wird aus getrockneten Blättern und Blüten zubereitet. Das Kraut kann auch extern in Form von Bädern, Waschungen und Umschlägen angewendet werden.

Gibt es Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme von Lungenkraut?

Lungenkraut sollte nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Schwangere und Stillende sollten es nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden. Bei Überdosierung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Wie lässt sich Lungenkraut in der Küche verwenden?

Die jungen Blätter und Triebe des Lungenkrauts lassen sich gut in Suppen, Eintöpfe und Salate integrieren. Außerdem kann es wie Spinat zubereitet und gegessen werden.

Wie wirkt Lungenkraut bei Erkältungen?

Aufgrund seiner schleimlösenden, entzündungshemmenden und reizlindernden Wirkung kann Lungenkraut Husten und Heiserkeit effektiv lindern und den Heilungsprozess bei Bronchitis unterstützen.

Wo kann man Lungenkraut beziehen?

Lungenkraut lässt sich in der freien Natur an geeigneten Standorten selbst ernten. Alternativ kann es auch in Gärtnereien, Kräuterläden oder Apotheken erworben werden.

Was ist die historische Bedeutung von Lungenkraut?

Bereits im Mittelalter empfahl die Äbtissin Hildegard von Bingen den Lungenkrautwein als Heilmittel gegen Atembeschwerden. Der Name “Lungenkraut” leitet sich von der Ähnlichkeit der gefleckten Blätter zu den menschlichen Lungen ab.

Quellenverweise