Was sind Verbindlichkeiten? » Eine einfache Erklärung

By IHJO

In der Finanzwelt spielen Verbindlichkeiten eine große Rolle. Aber hast du gewusst, dass der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aller deutschen Unternehmen im Jahr 2020 über 4 Billionen Euro betrug?

Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen eines Schuldners, eine Leistungserbringung gegenüber einem Gläubiger durchzuführen. Es handelt sich um Schulden, die entstehen, wenn ein Schuldverhältnis eingegangen wird, zum Beispiel bei der Aufnahme eines Kredits. Verbindlichkeiten sind in Höhe und dem Grunde nach gewiss und können verschiedene Aspekte umfassen, wie Kredite, Lieferungen und Leistungen, Anzahlungen von Kunden, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wie Steuern und soziale Sicherheit.

Um mehr über Verbindlichkeiten und ihre Merkmale, ihre Ausweisung in der Bilanz und den Unterschied zu Rückstellungen zu erfahren, lies weiter.

Merkmale von Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten haben bestimmte Merkmale. Sie entstehen, wenn eine Leistungserbringung stattfindet, aber die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde. Es handelt sich um verbindliche Verpflichtungen zur Zahlung eines festgelegten Betrags zu einem bestimmten Zeitpunkt. Verbindlichkeiten können aus verschiedenen Geschäftsvorgängen resultieren, wie Kauf auf Rechnung oder Kreditaufnahmen. Sie sind in der Höhe und dem Grunde nach gewiss, d.h. der Schuldner weiß genau, wie viel und wann er die Verbindlichkeiten zurückzahlen muss.

Merkmale Erklärung
Entstehung Leistung wurde erbracht, aber Gegenleistung steht noch aus
Verpflichtung Festgelegter Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt muss gezahlt werden
Gewissheit Höhe und Zeitpunkt der Rückzahlung sind bekannt

Verbindlichkeiten in der Bilanz

Verbindlichkeiten sind eine wichtige Komponente der Bilanz eines Unternehmens und müssen gemäß dem Handelsgesetzbuch (HGB) in der Bilanz ausgewiesen werden. Sie stellen die finanziellen Verpflichtungen dar, die das Unternehmen gegenüber Gläubigern hat. Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite der Bilanz unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ ausgewiesen und weiter unterteilt.

Zu den Verbindlichkeiten in der Bilanz gehören:

  1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
  3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
  4. Anleihen
  5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
  6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen im Beteiligungsverhältnis
  7. Sonstige Verbindlichkeiten

Es ist wichtig zu beachten, dass Verbindlichkeiten nicht mit Warenforderungen verrechnet werden dürfen und zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt werden müssen.

Beispiel einer Verbindlichkeiten-Tabelle

Verbindlichkeiten Betrag in Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 100.000
Anleihen 1.000.000
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 300.000
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen im Beteiligungsverhältnis 150.000
Sonstige Verbindlichkeiten 250.000

Unterschied Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind zwei verschiedene Konzepte, die beide mit Schulden verbunden sind.

Verbindlichkeiten entstehen, wenn eine Leistung erbracht wurde, aber die Gegenleistung noch nicht erfolgt ist. Ein Beispiel dafür wäre eine Klage, bei der klar ist, dass ein bestimmter Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt gezahlt werden muss.

Rückstellungen hingegen werden gebildet, wenn zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmte Zahlungen geleistet werden müssen, deren Betrag und Zeitpunkt noch nicht genau bekannt sind. Eine Rückstellung wäre beispielsweise eine Vorsorge für mögliche Schadensersatzzahlungen, bei denen der genaue Betrag und Zeitpunkt noch ungewiss sind.

Im Folgenden wird ein Vergleich der beiden Konzepte gegeben:

Merkmale Verbindlichkeiten Rückstellungen
Entstehung Leistung wurde erbracht, Gegenleistung ausstehend Zukünftige Zahlungen wahrscheinlich, Betrag und Zeitpunkt ungewiss
Beispiel Klage mit bestimmtem Betrag und Zeitpunkt Vorsorge für Schadensersatzzahlungen

Diese Tabelle stellt die Unterschiede zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen anschaulich dar.

Die Grafik zeigt den Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen visuell.

Verbindlichkeiten – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

Verbindlichkeiten sind finanzielle Schulden, die entstehen, wenn ein Schuldner ein Schuldverhältnis eingeht und eine Leistung erbracht wird, deren Gegenleistung noch aussteht. Sie sind sowohl in Höhe als auch dem Grunde nach gewiss und müssen gemäß dem Handelsgesetzbuch (HGB) in der Bilanz eines Unternehmens passiviert werden. Verbindlichkeiten können aus verschiedenen Geschäftsvorgängen resultieren, wie zum Beispiel Kreditgeschäften oder Einkäufen auf Rechnung.

Es handelt sich um verbindliche Verpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem festgelegten Betrag zurückgezahlt werden müssen. Diese Schulden dürfen nicht mit Warenforderungen verrechnet werden und müssen zu ihrem Erfüllungsbetrag in der Bilanz angesetzt werden.

Eine Bilanz ist eine detaillierte Übersicht über die finanzielle Situation eines Unternehmens, die auch die Verbindlichkeiten beinhaltet.

Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Verbindlichkeiten sorgfältig verwalten und sicherstellen, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Durch die genaue Erfassung und Analyse von Verbindlichkeiten können Unternehmen ihre finanzielle Gesundheit besser einschätzen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Verbindlichkeiten effektiv zu managen.

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Verbindlichkeiten Definition — Rechtssprache

In rechtlicher Hinsicht ist eine Verbindlichkeit die Pflicht eines Schuldners gegenüber einem Gläubiger, eine Leistung zu erbringen. Diese Leistung kann finanzieller Natur sein, wie z.B. die Bezahlung einer Rechnung, oder auch aus anderen Leistungen bestehen. Eine Verbindlichkeit ist das Gegenteil einer Forderung. Verbindlichkeiten können auch steuerliche Aspekte haben, wie z.B. Umsatzsteuer.

Die rechtliche Definition von Verbindlichkeiten betont die vertragliche Verpflichtung eines Schuldners, die erbrachte Leistung zu vergüten. Diese Verpflichtung kann durch verschiedene Umstände entstehen, wie beispielsweise den Kauf von Waren oder Dienstleistungen auf Kredit. Ein bekanntes Beispiel für eine Verbindlichkeit in Bezug auf Steuern ist die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen an den Staat zu entrichten hat.

Die Umsatzsteuer ist eine besondere Form der Verbindlichkeit, die auf Geschäftsvorgänge angewendet wird. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Umsatzsteuer zu berechnen, einzuziehen und an das Finanzamt abzuführen. Diese steuerliche Verpflichtung wird normalerweise auf den Verkaufspreis von Waren oder Dienstleistungen aufgeschlagen und vom Unternehmen an den Staat weitergeleitet. Die korrekte Handhabung und Abführung der Umsatzsteuer ist für Unternehmen von großer Bedeutung, da sie sonst rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Es ist wichtig, dass Unternehmen die Definition von Verbindlichkeiten und die damit verbundenen rechtlichen und steuerlichen Aspekte verstehen. Eine genaue Buchführung und Dokumentation dieser Verbindlichkeiten ist entscheidend, um finanzielle und rechtliche Risiken zu minimieren.

Gewährleistung Zahlungsverzug Rechnungsstellung
Die Gewährleistung für verkaufte Waren kann eine Verbindlichkeit darstellen, wenn der Kunde den Garantieanspruch geltend macht. Verbindlichkeiten können entstehen, wenn Zahlungen nicht fristgerecht geleistet werden und somit ein Zahlungsverzug vorliegt. Die Ausstellung einer Rechnung kann eine verbindliche Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer darstellen.

Wann entsteht eine Verbindlichkeit?

Eine Verbindlichkeit entsteht, wenn eine Leistung erbracht wurde, die Gegenleistung jedoch noch nicht erfolgt ist. Typischerweise entstehen Verbindlichkeiten bei einem Kauf auf Rechnung, bei dem die Ware bereits geliefert wurde, aber die Bezahlung noch aussteht. Verbindlichkeiten müssen in der Buchhaltung erfasst und passiviert werden.

Bei einem Kauf auf Rechnung entsteht eine Verbindlichkeit, da der Kunde die Waren bereits erhalten hat, aber den Kaufbetrag noch nicht beglichen hat. Sobald die Rechnung beglichen wird, wird die Verbindlichkeit reduziert oder aufgelöst.

Die Verbuchung von Verbindlichkeiten erfolgt in der Buchhaltung durch eine entsprechende Erfassung der Rechnung oder des Zahlungseingangs. Hierbei wird die Verbindlichkeit als passiver Posten erfasst und in der Bilanz ausgewiesen. Es ist wichtig, die Verbindlichkeiten regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren, um eine korrekte und genaue Darstellung der finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens zu gewährleisten.

Im Folgenden finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verbuchung von Verbindlichkeiten:

  1. Erfassen Sie die Rechnung oder den Zahlungsvorgang in Ihrem Buchhaltungssystem.
  2. Weisen Sie der Verbindlichkeit einen eindeutigen Buchungsschlüssel oder eine Kontonummer zu.
  3. Geben Sie den fälligen Betrag und das Zahlungsziel an.
  4. Passivieren Sie die Verbindlichkeit, indem Sie den Betrag auf der passiven Seite der Bilanz unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ ausweisen.
  5. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Verbindlichkeiten und aktualisieren Sie sie bei Bedarf.

Die korrekte Verbuchung von Verbindlichkeiten ist entscheidend, um einen genauen Überblick über die finanzielle Situation eines Unternehmens zu erhalten. Durch eine ordnungsgemäße Erfassung und Passivierung der Verbindlichkeiten wird sichergestellt, dass das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann.

Beispiel:

Um das Konzept der Verbuchung von Verbindlichkeiten besser zu verstehen, betrachten wir ein Beispiel:

Unternehmen Wareneinkauf Verbindlichkeit
Unternehmen A 50.000 € 50.000 €
Unternehmen B 50.000 €

In diesem Beispiel hat Unternehmen A Waren im Wert von 50.000 € von Unternehmen B gekauft, aber die Bezahlung noch nicht erfolgt. Das Unternehmen A erfasst die Verbindlichkeit von 50.000 € in seiner Buchhaltung und weist sie in der Bilanz aus. Unternehmen B hat keine Verbindlichkeit, da es die Bezahlung noch nicht erhalten hat.

Verbindlichkeiten in der Bilanz

In der Bilanz eines Unternehmens werden Verbindlichkeiten auf der rechten Seite, genauer gesagt auf der Passivseite, unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Dabei handelt es sich um verschiedene Arten von Verbindlichkeiten, die im Rahmen des Handelsgesetzbuches (HGB) zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt werden müssen. Nachfolgend sind einige Beispiele für Verbindlichkeiten aufgeführt:

  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
  • Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
  • Anleihen
  • Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
  • Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen im Beteiligungsverhältnis
  • Sonstige Verbindlichkeiten
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Die Aufnahme und korrekte Ausweisung dieser Verbindlichkeiten in der Bilanz ist entscheidend, um einen transparenten Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens zu gewährleisten.

Ein Beispiel für die Darstellung von Verbindlichkeiten in der Bilanz könnte wie folgt aussehen:

Verbindlichkeiten Betrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.000 Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.000 Euro
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.000 Euro
Anleihen 200.000 Euro
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 30.000 Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen im Beteiligungsverhältnis 10.000 Euro
Sonstige Verbindlichkeiten 40.000 Euro

Mit dieser Übersicht erhält man einen klaren Einblick in die verschiedenen Verbindlichkeiten des Unternehmens und deren finanziellen Auswirkungen.

Unterschied Verbindlichkeiten & Rückstellungen

Im Bilanz- und Steuerrecht gibt es einen Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Verbindlichkeiten entstehen, wenn eine Leistung erbracht wurde, aber die Gegenleistung noch aussteht. Rückstellungen hingegen werden gebildet, wenn zukünftige Zahlungen erwartet werden, deren Betrag und Zeitpunkt noch nicht genau bekannt sind.

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Verbindlichkeiten bestimmten Beträgen und Zeitpunkten zuzuordnen sind, während Rückstellungen ungewisse Beträge und Zeitpunkte haben.

Hier ein einfaches Beispiel:

Ein Unternehmen hat einen Lieferantenvertrag abgeschlossen und die Ware erhalten, aber noch nicht bezahlt. Diese ausstehende Zahlung wird als Verbindlichkeit erfasst. Es ist bekannt, dass der Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt fällig wird.

Andererseits könnte das Unternehmen eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten bilden. Es besteht die Möglichkeit, dass in der Zukunft Schadensersatzzahlungen geleistet werden müssen, aber der genaue Betrag und Zeitpunkt sind noch unsicher.

Es ist wichtig, zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zu unterscheiden, um eine korrekte bilanzielle Abbildung der finanziellen Verpflichtungen eines Unternehmens zu gewährleisten.

Was ist ein Verbindlichkeitenspiegel?

Ein Verbindlichkeitenspiegel ist ein Teil des Jahresabschlusses eines Unternehmens und gibt einen detaillierten Überblick über alle Verbindlichkeiten bis zu einem bestimmten Stichtag. Im Verbindlichkeitenspiegel werden die verschiedenen Verbindlichkeiten des Unternehmens aufgelistet und nach ihrer Fälligkeit oder Laufzeit geordnet. Dabei wird zwischen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres fällig werden, und langfristigen Verbindlichkeiten, die erst nach einem Jahr oder länger fällig werden, unterschieden.

Ein Verbindlichkeitenspiegel bietet eine nützliche Übersicht über die finanziellen Verpflichtungen eines Unternehmens und ermöglicht es den Stakeholdern, die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten besser zu verstehen. Durch die ordnungsgemäße Aufstellung des Verbindlichkeitenspiegels können Unternehmen ihre Zahlungsverpflichtungen effektiv verwalten und Finanzierungsstrategien entwickeln.

Im Folgenden ist ein Beispiel für einen Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Fälligkeitsdatum Höhe
Kurzfristige Verbindlichkeit 1 01.03.2022 10.000€
Kurzfristige Verbindlichkeit 2 15.04.2022 5.000€
Langfristige Verbindlichkeit 1 01.01.2023 50.000€
Langfristige Verbindlichkeit 2 01.01.2024 100.000€

Der Verbindlichkeitenspiegel dient als wichtige Informationsquelle für Investoren, Banken und andere Interessengruppen, um die finanzielle Stabilität eines Unternehmens zu beurteilen. Er ermöglicht es den Lesern, den Umfang und die Art der Verbindlichkeiten zu erkennen und ihre Analyse basierend auf den Fälligkeitsdaten der Verbindlichkeiten vorzunehmen.

Verbindlichkeiten — häufigste Fragen

In dieser Rubrik werden häufig gestellte Fragen zu Verbindlichkeiten beantwortet.

Was sind Verbindlichkeiten?

Verbindlichkeiten sind schuldrechtliche Verpflichtungen eines Schuldners gegenüber einem Gläubiger. Sie entstehen, wenn eine Leistung erbracht wurde, aber die Gegenleistung noch aussteht. Verbindlichkeiten können verschiedene Aspekte umfassen, wie Kredite, Lieferungen und Leistungen, Anzahlungen von Kunden, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, und sonstige Verbindlichkeiten wie Steuern oder Umsatzsteuer.

Wie werden Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen?

In der Bilanz eines Unternehmens werden Verbindlichkeiten auf der Passivseite unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Sie müssen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt werden und dürfen nicht mit Warenforderungen verrechnet werden.

Wie unterscheiden sich Verbindlichkeiten von Forderungen?

Verbindlichkeiten und Forderungen sind zwei verschiedene Konzepte. Verbindlichkeiten sind schuldrechtliche Verpflichtungen eines Schuldners, während Forderungen das Recht eines Gläubigers auf eine Leistung darstellen. Der Unterschied liegt darin, dass Verbindlichkeiten die noch ausstehende Gegenleistung für eine erbrachte Leistung repräsentieren, während Forderungen Ansprüche auf eine Leistung gegenüber einem Schuldner sind.

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Welche Rolle spielt die Umsatzsteuer bei Verbindlichkeiten?

Die Umsatzsteuer kann eine Rolle bei Verbindlichkeiten spielen, insbesondere wenn ein Unternehmen umsatzsteuerpflichtig ist. Umsatzsteuerschulden können als Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen werden. Unternehmen müssen die Umsatzsteuer von ihren Kunden einnehmen und diese an das Finanzamt abführen. Die nicht abgeführte Umsatzsteuer stellt eine Verbindlichkeit dar, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums beglichen werden muss.

Fazit

Verbindlichkeiten sind eine wesentliche Komponente der Bilanz eines Unternehmens. Sie repräsentieren die Verpflichtungen eines Schuldners, eine Leistung zu erbringen, bei denen die Gegenleistung noch aussteht. Gemäß dem Handelsgesetzbuch (HGB) müssen Verbindlichkeiten in der Bilanz passiviert und unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ ausgewiesen werden.

Es gibt verschiedene Arten von Verbindlichkeiten, die in der Bilanz aufgeführt werden, wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anzahlungen auf Bestellungen und weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Gegensatz dazu sind Rückstellungen ungewisse Beträge und Zeitpunkte, die gebildet werden, um zukünftige Zahlungen abzudecken.

Unternehmen müssen ihre Verbindlichkeiten sorgfältig verwalten, da diese Schulden einen direkten Einfluss auf ihre finanzielle Lage und ihre Handlungsfähigkeit haben können. Eine genaue Erfassung und Bewertung der Verbindlichkeiten in der Bilanz ist daher von großer Bedeutung, um ein realistisches Bild der finanziellen Verpflichtungen eines Unternehmens zu erhalten.

Insgesamt spielen Verbindlichkeiten eine entscheidende Rolle in der Finanzwelt. Unternehmen sollten ihre Verbindlichkeiten in der Bilanz transparent darstellen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihre Verbindlichkeiten effektiv zu managen.

FAQ

Was sind Verbindlichkeiten?

Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen eines Schuldners, eine Leistungserbringung gegenüber einem Gläubiger durchzuführen. Es handelt sich um Schulden, die entstehen, wenn ein Schuldverhältnis eingegangen wird, z.B. bei der Aufnahme eines Kredits.

Welche Merkmale haben Verbindlichkeiten?

Verbindlichkeiten entstehen, wenn eine Leistung erbracht wurde, aber die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde. Es handelt sich um verbindliche Verpflichtungen zur Zahlung eines festgelegten Betrags zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Wie werden Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen?

Verbindlichkeiten müssen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) in der Bilanz eines Unternehmens passiviert werden. Sie stehen auf der Passivseite der Bilanz unter dem Posten „Verbindlichkeiten“ und werden weiter unterteilt.

Was ist der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen?

Verbindlichkeiten entstehen, wenn eine Leistung erbracht wurde, aber die Gegenleistung noch aussteht. Rückstellungen hingegen werden gebildet, wenn zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmte Zahlungen geleistet werden müssen, deren Betrag und Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt sind.

Was ist ein Verbindlichkeitenspiegel?

Ein Verbindlichkeitenspiegel ist ein Teil des Jahresabschlusses eines Unternehmens und gibt einen detaillierten Überblick über alle Verbindlichkeiten bis zu einem bestimmten Stichtag.

Was sind häufig gestellte Fragen zu Verbindlichkeiten?

In dieser Rubrik werden häufig gestellte Fragen zu Verbindlichkeiten beantwortet, z.B. was Verbindlichkeiten sind, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden und wie sie sich von Forderungen unterscheiden.

Was versteht man unter einer Verbindlichkeit?

In rechtlicher Hinsicht ist eine Verbindlichkeit die Pflicht eines Schuldners gegenüber einem Gläubiger, eine Leistung zu erbringen. Verbindlichkeiten können auch steuerliche Aspekte haben, wie z.B. Umsatzsteuer.

Wann entsteht eine Verbindlichkeit?

Eine Verbindlichkeit entsteht, wenn eine Leistung erbracht wurde, die Gegenleistung jedoch noch nicht erfolgt ist. Typischerweise entstehen Verbindlichkeiten bei einem Kauf auf Rechnung, bei dem die Ware bereits geliefert wurde, aber die Bezahlung noch aussteht.

Welche Beispiele für Verbindlichkeiten gibt es?

Verbindlichkeiten können verschiedene Aspekte umfassen, wie Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Anzahlungen von Kunden, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wie Steuern und soziale Sicherheit.

Was ist der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen?

Verbindlichkeiten sind gewiss in Höhe und dem Grunde nach, während Rückstellungen ungewisse Beträge und Zeitpunkte haben. Verbindlichkeiten sind bestimmten Beträgen und Zeitpunkten zuzuordnen, während Rückstellungen eine Vorsorge für ungewisse Zahlungen darstellen.

Quellenverweise