Goldrutenkraut: Wirkung und Anwendung » Alles über das Heilkraut

By IHJO

Wussten Sie, dass die Goldrute bereits vor über 700 Jahren wegen ihrer heilenden Wirkung bei Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet wurde? Auch heute wird sie vor allem eingesetzt, um Harnwegerkrankungen zu behandeln. Der lateinische Name der Goldrute lautet “Solidago” und bedeutet übersetzt so viel wie “gesund”.

Neben der Echten Goldrute, die in Europa beheimatet ist, gibt es auch die Riesengoldrute, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Beide Arten werden hauptsächlich bei Erkrankungen der Harnwege eingesetzt, ihre positive Wirkung wurde in mehreren Studien nachgewiesen. Darüber hinaus soll das Goldrutenkraut auch bei Arthritis, rheumatischen Erkrankungen und Gicht helfen. Da Goldrute die Nieren beim Entgiften unterstützt, entlastet es auch die Haut als Entgiftungsorgan.

Was ist Goldrutenkraut?

Die Goldrute, auch als Echte Goldrute und Riesengoldrute bekannt, ist eine Heilpflanze, die in Europa und Nordamerika beheimatet ist. Die beiden Arten unterscheiden sich in ihrer Größe, aber teilen sich ähnliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen.

Echte Goldrute vs. Riesengoldrute

Die Echte Goldrute, Solidago virgaurea, erreicht eine Höhe von etwa einem Meter und ist in Europa heimisch. Die Riesengoldrute, Solidago gigantea, kann bis zu 2,5 Meter groß werden und stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist mittlerweile aber auch in Europa vertreten. Beide Arten werden hauptsächlich bei Erkrankungen der Harnwege eingesetzt.

Botanische Beschreibung

Die Blätter der Echten Goldrute sind länglich-lanzettförmig, die der Riesengoldrute breiter und mehr eiförmig. Beide Pflanzen tragen gelbe Blüten, die für ihre charakteristische Optik verantwortlich sind. Aus botanischer Sicht gehören sie zur Familie der Korbblütler.

Goldrutenkraut Anwendung

Während das Kraut der Goldrute, das auch Heidnisch Wundkraut, Petrusstab, Fuchsschwanz, Pferdekraut oder Schoßkraut genannt wird, in der Medizin Anwendung findet, wurde die Goldrute schon vor über 700 Jahren wegen ihrer heilenden Wirkung bei Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet. Auch heute wird sie vor allem eingesetzt, um Harnwegerkrankungen zu behandeln.

Traditionelle Verwendung

Die Goldrute hat eine lange Tradition in der traditionellen Medizin und wurde schon vor Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Insbesondere ihre Goldrutenkraut Anwendung bei Erkrankungen der Harnwege, wie Nieren- und Blasenbeschwerden, ist seit jeher bekannt. Auch die traditionelle Verwendung Goldrute als Heilmittel gegen Arthritis, rheumatische Erkrankungen und Gicht ist überliefert.

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Goldrutenkraut Wirkung

Die Wirkung der Goldrute lässt sich nicht auf einen bestimmten Inhaltsstoff zurückführen, sondern ist vielmehr eine Kombination verschiedener Wirkstoffe, die im menschlichen Körper unterschiedliche Effekte auslösen:

Harntreibende Wirkung

Goldrutenkraut hat eine ausgeprägte harntreibende Wirkung. Die enthaltenen Saponine und Flavonoide regen die Nierentätigkeit an und fördern so die Ausscheidung von Wasser, Salzen und Abbauprodukten über die Harnwege. Dadurch wird die Durchblutung und Funktion der Nieren verbessert, was besonders bei Harnwegsinfekten, Blasenentzündungen und Nierenbeschwerden hilfreich sein kann.

Entzündungshemmende Wirkung

Neben der harntreibenden Eigenschaft besitzt das Goldrutenkraut auch eine entzündungshemmende Wirkung. Die in der Pflanze enthaltenen Triterpene und Polyphenole wirken antioxidativ und hemmen die Bildung von Entzündungsmediatoren. Somit kann Goldrutenkraut bei rheumatischen Beschwerden, Gicht oder Arthrose unterstützend eingesetzt werden.

Goldrutenkraut Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der beiden Goldrute-Arten, der Echten Goldrute und der Riesengoldrute, unterscheiden sich nur geringfügig. In ihrer Grundstruktur und Wirkung sind sie sich sehr ähnlich. Beide Arten des Goldrutenkrauts enthalten:

Inhaltsstoff Wirkung
Flavonoide antioxidativ, entzündungshemmend
Saponine harntreibend, antibakteriell
Gerbstoffe adstringierend, entzündungshemmend
ätherische Öle antimikrobiell, krampflösend
Vitamin C antioxidativ, immunstärkend

Diese Inhaltsstoffe verleihen dem Goldrutenkraut seine harntreibende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung, die es zu einem wertvollen Heilkraut bei Erkrankungen der Harnwege macht.

Zubereitung von Goldrutentee

Neben fertigen Präparaten in Kapseln, erhältst du auch lose getrocknete Goldrute in der Apotheke. Besonders bei Blasenbeschwerden ist Goldrutentee ein gutes Heilmittel.

Zutaten

Für die Zubereitung von Goldrutentee benötigst du lediglich getrocknete Goldrutenblätter und -blüten. Die Menge richtet sich nach deinem persönlichen Geschmack, aber in der Regel reichen 1-2 Teelöffel pro Tasse.

Zubereitung

Brühe die getrockneten Zutaten Goldrutentee mit kochendem Wasser auf und lass den Tee für 5-10 Minuten ziehen. Anschließend kannst du ihn genießen. Für eine optimale Zubereitung Goldrutentee ist es wichtig, den Tee nicht zu lange zu kochen, da sonst wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen können.

Goldrutenkraut Dosierung

Während du die Goldrutenkraut anwendest, ist es besonders wichtig, dass du viel trinkst. Zum einen damit der Körper nicht dehydriert, da du während der Anwendung der Heilpflanze mehr Wasser ausscheidest als sonst. Zum anderen ist ausreichend Flüssigkeit nötig, um die ableitenden Harnwege (Harnblase, Harnröhre und Harnleiter) durchzuspülen, um so Keime auszuscheiden.

Die empfohlene Goldrutenkraut Dosierung hängt von der Zubereitung und Anwendungsform ab. Bei Tee wird in der Regel 3-4 Gramm getrocknetes Goldrutenkraut pro Tasse heißem Wasser verwendet und 2-3 Mal täglich getrunken. Für Extrakte, Tinkturen oder Kapseln solltest du die Dosierungsempfehlungen des Herstellers befolgen.

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Auch wenn Goldrutenkraut in der Regel gut verträglich ist, solltest du bei der Einnahme vorsichtig sein und die Dosis langsam steigern. Beginne am besten mit einer niedrigen Dosis und erhöhe diese dann schrittweise, bis du die für dich optimale Goldrutenkraut Dosierung gefunden hast.

Generell gilt: Trinke während der Anwendung von Goldrutenkraut ausreichend Flüssigkeit, um die Wirkung zu unterstützen und mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen

Personen mit Ödemen, die durch eine Herzschwäche oder Nierenfunktionsstörung bedingt sind, sollten Goldrutenkraut nicht verwenden. Ansonsten sind bei der Anwendung von Goldrutenkraut in der Regel keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Dennoch ist es wichtig, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Da Goldrutenkraut eine harntreibende Wirkung hat, kann es bei Menschen mit Herzerkrankungen oder Nierenerkrankungen zu Flüssigkeitsverlusten kommen. In diesen Fällen sollte man von der Einnahme absehen.

Außerdem sollten Schwangere und stillende Frauen Goldrutenkraut nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt verwenden, da die Wirkung auf den Organismus nicht vollständig geklärt ist.

Insgesamt ist Goldrutenkraut aber ein gut verträgliches Naturheilmittel, das in den meisten Fällen ohne Probleme eingenommen werden kann.

Goldrutenkraut kaufen

Wenn du nach Goldrutenkraut suchst, hast du verschiedene Optionen. Neben fertigen Präparaten in Kapseln, erhältst du auch lose getrocknete Goldrute in der Apotheke. Besonders bei Blasenbeschwerden ist Goldrutentee ein gutes Heilmittel.

Formen und Produkte

Die Goldrute ist in verschiedenen Formen erhältlich, damit du sie deinen individuellen Bedürfnissen entsprechend anwenden kannst. Egal ob als Tee, Extrakt oder Kapseln – die Wirkung der Inhaltsstoffe ist in all diesen Produkten gleich. Wähle einfach diejenige Form, die dir am besten zusagt.

Produkt Beschreibung
Goldrutentee Lose getrocknetes Goldrutenkraut zum Aufbrühen als Tee
Goldrutenkapseln Extrakt aus Goldrutenkraut in Kapselform
Goldrutenextrakt Konzentrierte flüssige Zubereitung aus Goldrutenkraut

Egal für welche Form du dich entscheidest, du kannst das Goldrutenkraut ganz einfach und bequem in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen.

Goldrutenkraut Erfahrungen

Die positive Wirkung von Goldrutenkraut bei Erkrankungen des Harntrakts wurde in mehreren Studien nachgewiesen. Das Goldrutenkraut soll darüber hinaus auch bei Arthritis, rheumatischen Erkrankungen und Gicht hilfreich sein.

Viele Anwender berichten von einer deutlichen Linderung ihrer Beschwerden, wie zum Beispiel häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Urinieren oder Brennen in der Blase. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Goldrutenkraut die Bildung von Nierensteinen reduzieren kann.

Neben der harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung wird Goldrutenkraut auch für seine antioxidativen Eigenschaften geschätzt. So soll es den Körper bei der Entgiftung unterstützen und die Haut entlasten.

Anwendungsbereich Erfahrungswerte
Harnwegserkrankungen Deutliche Linderung von Beschwerden wie häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Urinieren oder Brennen in der Blase
Nierensteinen Reduzierung der Steinbildung
Arthritis, Rheuma, Gicht Verbesserung der Symptome
Entgiftung Unterstützung des Körpers bei der Ausscheidung von Schadstoffen
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Insgesamt zeigen die Erfahrungen, dass Goldrutenkraut ein vielseitiges Heilkraut ist, das bei einer Vielzahl von Beschwerden hilfreich sein kann. Vor allem bei Erkrankungen des Harntrakts scheint es eine bewährte Option zu sein.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Goldrutenkraut ein bewährtes Naturheilmittel ist, das vor allem bei Erkrankungen des Harntrakts eingesetzt wird. Die harntreibende und entzündungshemmende Wirkung der Inhaltsstoffe machen es zu einem wertvollen Heilkraut. Zahlreiche Studien haben die positiven Eigenschaften der Goldrute bei der Behandlung von Harnwegsinfekten, Arthritis und rheumatischen Erkrankungen belegt.

Die traditionelle Anwendung der Goldrute reicht bis ins Mittelalter zurück, wo sie bereits zur Linderung von Nieren- und Blasenbeschwerden eingesetzt wurde. Auch heute ist das Kraut in der Naturheilkunde sehr geschätzt und erfreut sich aufgrund seiner milden, aber effektiven Wirkung großer Beliebtheit.

Ob in Form von Tee, Kapseln oder Tinkturen – Goldrutenkraut bietet eine sanfte, aber wirkungsvolle Unterstützung für die Gesundheit der Harnwege. Durch seine harntreibenden und entzündungshemmenden Eigenschaften kann es Beschwerden lindern und den Körper bei der Entgiftung unterstützen.

FAQ

Was ist Goldrutenkraut?

Die Goldrute wurde schon vor über 700 Jahren wegen ihrer heilenden Wirkung bei Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet. Der lateinische Name der Goldrute lautet “Solidago” und bedeutet übersetzt “gesund”. Es gibt zwei Arten der Goldrute: Die Echte Goldrute, die in Europa beheimatet ist, und die Riesengoldrute, die ursprünglich aus Nordamerika stammt.

Wozu wird Goldrutenkraut verwendet?

Goldrutenkraut wird vor allem eingesetzt, um Harnwegerkrankungen zu behandeln. Darüber hinaus soll das Heilkraut auch bei Arthritis, rheumatischen Erkrankungen und Gicht hilfreich sein.

Welche Inhaltsstoffe hat Goldrutenkraut?

Die Inhaltsstoffe der beiden Goldrute-Arten unterscheiden sich nur geringfügig. Beide Arten enthalten unter anderem Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Wie bereitet man Goldrutentee zu?

Besonders bei Blasenbeschwerden ist Goldrutentee ein gutes Heilmittel. Für die Zubereitung verwendest du getrocknetes Goldrutenkraut, das du mit heißem Wasser übergießt und einige Minuten ziehen lässt.

Wie hoch ist die empfohlene Dosierung von Goldrutenkraut?

Es gibt keine einheitliche Dosierungsempfehlung, da die Wirkung individuell unterschiedlich sein kann. Am besten sprichst du mit deinem Arzt oder Heilpraktiker über die für dich geeignete Dosierung.

Gibt es mögliche Nebenwirkungen bei der Anwendung von Goldrutenkraut?

Ansonsten sind bei der Anwendung von Goldrutenkraut in der Regel keine Nebenwirkungen zu erwarten. Personen mit Ödemen, die durch eine Herzschwäche oder Nierenfunktionsstörung bedingt sind, sollten Goldrute jedoch nicht verwenden.

Wo kann man Goldrutenkraut kaufen?

Neben fertigen Präparaten in Kapseln, erhältst du auch lose getrocknete Goldrute in der Apotheke.

Gibt es Erfahrungsberichte zur Wirkung von Goldrutenkraut?

Die positive Wirkung von Goldrutenkraut bei Erkrankungen des Harntrakts wurde in mehreren Studien nachgewiesen. Viele Anwender berichten von guten Erfahrungen mit dem Heilkraut.

Quellenverweise