Die heilende Wirkung von Brennnesseltee » Alles über seine positiven Effekte

By IHJO

Kaum zu glauben, aber Brennnesseln waren im Jahr 2022 zur “Heilpflanze des Jahres” gekürt worden. Diese unscheinbare Wildpflanze, die vielen eher als lästiges Unkraut gilt, ist tatsächlich eine wahre Fundgrube an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Aus ihren Blättern lässt sich ein Tee zubereiten, der seit der Antike als Heilmittel geschätzt wird.

Der Brennnesseltee soll eine harntreibende, entzündungshemmende und entschlackende Wirkung haben. Er wird daher unter anderem bei Blasenentzündungen, Rheuma und Haarausfall eingesetzt. Laut aktueller Forschung zeigt Brennnesselextrakt sogar eine antibakterielle Wirkung und kann entzündliche Prozesse hemmen.

Allerdings empfiehlt die Europäische Arzneimittel-Agentur Brennnesselprodukte bislang nur als begleitende Therapie bei rheumatischen Beschwerden. Dennoch wird der Brennnesseltee in der Naturheilkunde schon seit Jahrhunderten geschätzt und findet zunehmend auch in der modernen Medizin Beachtung.

Was ist Brennnesseltee?

Brennnesseltee wird aus den Blättern der Brennnessel (Urtica) hergestellt. Brennnesseln sind eine robuste, in Mitteleuropa beheimatete Pflanze, die seit der Antike als Heilkraut bekannt ist. Es gibt zwei in Deutschland verbreitete Arten: die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens). Die Brennnessel ist eine mehrjährige, krautartige Pflanze, die bis zu 3 Meter hoch werden kann. Ihre charakteristischen Merkmale sind die gezackten, leicht herzförmigen Blätter und die mit Brennhaaren besetzten Stängel und Blätter.

Definition von Brennnesseltee

Brennnesseltee wird aus den Blättern der Brennnessel (Urtica) hergestellt. Diese robuste Pflanze ist in Mitteleuropa weit verbreitet und seit der Antike als Heilkraut bekannt.

Herkunft und botanische Einordnung

Es gibt zwei in Deutschland häufig vorkommende Arten der Brennnessel: die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens). Die Brennnessel ist eine mehrjährige, krautartige Pflanze, die bis zu 3 Meter hoch werden kann. Ihre charakteristischen Merkmale sind die gezackten, leicht herzförmigen Blätter und die mit Brennhaaren besetzten Stängel und Blätter.

Brennnesseln wachsen an nährstoffreichen, feuchten Standorten wie Waldrändern, Brachflächen oder Gewässern. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Ende Juni bis Oktober. Durch Abstreifen der Brennhaare können die Blätter unbeschadet konsumiert werden.

See also  Safran Wirkung » Alles über die positiven Effekte der Gewürzpflanze

Nährstoffe und Inhaltsstoffe von Brennnesseln

Brennnesseln sind sehr nährstoffreich und enthalten hohe Mengen an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Substanzen. Diese Inhaltsstoffe machen sie zu einem besonders wertvollen Wildkraut.

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe

Brennnesseln sind reich an Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K. Zudem enthalten sie große Mengen an Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Bioaktive Substanzen in Brennnesseln

Darüber hinaus beinhalten Brennnesseln auch bioaktive Substanzen wie Flavonoide, Gerbstoffe und Carotinoide, die gesundheitlich wertvoll sein können.

Nährwertangaben pro 100 Gramm

Nährwert Menge pro 100g
Energie 42 kcal
Fett 6,1 g
Kohlenhydrate 13,09 g
Eiweiß 7,37 g
Mineralstoffe 2,26 g

Diese Nährwertangaben zeigen, dass Brennnesseln zu den besonders nährstoffreichen Wildkräutern zählen.

Gesundheitliche Wirkung von Brennnesseltee

Brennnesseltee wird in der Naturheilkunde vor allem wegen seiner harntreibenden Wirkung geschätzt. Er kann dabei helfen, Blasenentzündungen zu lindern, indem er die Harnwege durchspült. Darüber hinaus besitzt Brennnesseltee entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Erkrankungen wie Rheuma oder Arthrose hilfreich sein können.

Weitere mögliche positive Effekte

Zu den weiteren möglichen positiven Effekten von Brennnesseltee gehören eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel, eine Senkung des Blutdrucks und Blutzuckers sowie eine Verbesserung des Hautbildes und des Haarwachstums. Allerdings sind nicht alle dieser Wirkungen hinreichend wissenschaftlich belegt.

Anbau und Ernte von Brennnesseln

Brennnesseln wachsen wild an vielen Orten, lassen sich aber auch im eigenen Garten anbauen. Der ideale Zeitpunkt für die Ernte sind die Frühjahrsmonate, wenn die Triebe noch jung und zart sind. Zum Schutz vor den Brennhaaren empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Die geernteten Triebe sollten dann gründlich gewaschen und anschließend zum Trocknen aufgehängt werden. Die getrockneten Blätter können dann portioniert und in einer Teedose aufbewahrt werden.

Brennnesseln bevorzugen nährstoffreiche, feuchte Böden und gedeihen am besten an halbschattigen Standorten. Sie lassen sich leicht aus Samen oder Stecklingen im eigenen Garten anbauen. Eine regelmäßige Bewässerung ist dabei wichtig.

Anbau von Brennnesseln Ernte von Brennnesseln
Bevorzugen nährstoffreiche, feuchte Böden Idealer Zeitpunkt sind die Frühjahrsmonate
Gedeihen am besten an halbschattigen Standorten Triebe sollten gründlich gewaschen werden
Lassen sich leicht aus Samen oder Stecklingen anbauen Getrocknete Blätter in Teedosen aufbewahren
Regelmäßige Bewässerung ist wichtig Handschuhe zum Schutz vor Brennhaaren empfohlen

brennesseltee wirkung

Laut aktueller Forschung zeigt Brennnesselextrakt eine bemerkenswerte antibakterielle Wirkung gegen ein breites Spektrum an Krankheitserregern. Zudem konnte im Labor nachgewiesen werden, dass Brennnesselextrakt entzündliche Prozesse wie bei Heuschnupfen hemmen kann.

Studien zu Brennnesseltee

Die Europäische Arzneimittel-Agentur empfiehlt Brennnesselprodukte derzeit vor allem als begleitende Therapie bei rheumatischen Beschwerden. Weitere mögliche Anwendungsgebiete, die in der Forschung untersucht werden, sind die unterstützende Behandlung von Blasenentzündungen, Haarausfall sowie Krebserkrankungen. Allerdings sind nicht alle dieser Wirkungen abschließend belegt.

Mögliche Anwendungsgebiete laut Forschung

Neben den gut erforschten Anwendungen bei rheumatischen Erkrankungen, Blasenentzündungen und Haarausfall, zeigen erste Studien auch vielversprechende Ergebnisse für den Einsatz von Brennnesseltee bei Krebserkrankungen. Allerdings sind diese Erkenntnisse noch nicht final belegt und bedürfen weiterer Untersuchungen.

See also  Die heilende Wirkung von Oregano » Alles über das beliebte Gewürz

Zubereitung von Brennnesseltee

Die Zubereitung von Brennnesseltee ist denkbar einfach. Für eine Tasse Tee benötigst du 3-4 Teelöffel frische oder 1 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter. Diese übergießt du mit 200 ml kochendem Wasser und lässt den Tee 10-15 Minuten ziehen. Anschließend seihst du den Tee durch ein Sieb oder Tuch, um die festen Bestandteile zu entfernen. Zum Abschluss kannst du den Tee mit etwas Honig oder einer anderen Süße verfeinern.

Bevor du die frischen Brennnesselblätter verwendest, solltest du sie gründlich waschen und die Brennhaare vorsichtig abstreifen, um Hautreizungen zu vermeiden. Die getrockneten Blätter sind hingegen problemlos zu verwenden.

Häufigkeit und Dosierung

Für eine Entschlackungskur mit Brennnesseltee wird empfohlen, über einen Zeitraum von maximal 4-6 Wochen täglich einen Viertelliter (3-4 Tassen) zu trinken. Bei Blasenentzündungen oder anderen Entzündungen sollte man den Tee im Bedarfsfall mehrmals am Tag trinken, bis die Beschwerden nachlassen.

Empfehlungen für eine Tee-Kur

Eine regelmäßige Einnahme von Brennnesseltee kann dabei helfen, den Körper zu entgiften und zu entschlacken. Allerdings sollte man die Dosis und Dauer der Kur nicht übertreiben.

Wann sollte man Brennnesseltee meiden?

Generell sollte man mit Brennnesseltee vorsichtig sein, wenn man an Herz- oder Niereninsuffizienz leidet, Diabetiker ist oder Allergien auf die Pflanze hat. Auch für Kinder unter 10 Jahren und Schwangere ist die Einnahme nicht uneingeschränkt empfohlen. In Zweifelsfällen sollte man ärztlichen Rat einholen.

Lagerung von Brennnesseltee

Bei der Lagerung von Brennnesseltee ist es wichtig, einige Punkte zu beachten, um die Haltbarkeit und Wirksamkeit des Tees möglichst lange zu erhalten.

Haltbarkeit

Brennnesseltee ist in der Regel über mehrere Jahre hinweg haltbar. Bei gekauften Arzneitees liegt die empfohlene Haltbarkeit jedoch meist bei ca. 18 Monaten. Das liegt daran, dass das Aroma und die Wirkung mit der Zeit nachlassen können.

Richtige Aufbewahrung

Zur richtigen Lagerung von Brennnesseltee empfiehlt es sich, den Tee luftdicht in einer Teedose oder einem Glas mit Schraubverschluss aufzubewahren. Der Lagerort sollte trocken, kühl und dunkel sein, damit der Tee sein Aroma und seine Wirksamkeit möglichst lange behält.

Nebenwirkungen von Brennnesseltee

Grundsätzlich gilt Brennnesseltee als gut verträglich. Dennoch gibt es einige Fälle, in denen man vorsichtig sein sollte. So kann er den Blutzuckerspiegel erhöhen, weshalb Diabetiker ihn nur nach Rücksprache mit dem Arzt trinken sollten. Auch bei Herz- oder Nierenerkrankungen sowie Allergien gegen Brennnesseln ist Vorsicht geboten.

Mögliche Risiken und Wechselwirkungen

Für Kinder unter 10 Jahren und Schwangere liegen keine ausreichenden Studien zur Unbedenklichkeit vor, daher wird der Konsum in diesen Fällen nicht empfohlen. Generell sollte man Brennnesseltee nicht über einen zu langen Zeitraum und in zu hoher Dosis trinken. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

See also  Silicea Wirkung » Alles über die positive Wirkung von Silicea

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Trotz der insgesamt guten Verträglichkeit von Brennnesseltee sollte man einige Punkte beachten. Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz- oder Nierenleiden sowie Allergiker sollten den Konsum mit ihrem Arzt absprechen. Auch Schwangere und Kinder unter 10 Jahren sollten Brennnesseltee besser meiden, da hier die Sicherheit nicht eindeutig belegt ist.

Fazit

Brennnesseln sind mehr als nur lästiges Unkraut – sie gelten seit Jahrhunderten als Heilpflanze und bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Aus ihren Blättern lässt sich ein wohlschmeckender Tee zubereiten, der sich vor allem bei Blasenentzündungen, Rheuma und Entzündungen bewährt hat.

Brennnesseltee enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und entzündungshemmende Substanzen. Allerdings sind nicht alle gesundheitlichen Wirkungen abschließend wissenschaftlich belegt. Grundsätzlich gilt der Tee aber als gut verträglich, sofern man ihn nicht übermäßig konsumiert und in Fällen wie Diabetes, Herzerkrankungen oder Schwangerschaft vorsichtig ist.

Wer Brennnesseln selbst erntet, sollte auf saubere Standorte und den Schutz vor den Brennhaaren achten. Insgesamt bietet der Brennnesseltee eine natürliche und nebenwirkungsarme Möglichkeit, die Gesundheit zu unterstützen.

FAQ

Was sind die Hauptinhaltsstoffe von Brennnesseltee?

Brennnesseltee enthält viele gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe wie Vitamine (z.B. Vitamin C, A, E, K), Mineralstoffe (z.B. Kalzium, Magnesium, Eisen) und bioaktive Substanzen (z.B. Flavonoide, Gerbstoffe, Carotinoide). Brennnesseln zählen zu den besonders nährstoffreichen Wildkräutern.

Welche gesundheitlichen Wirkungen hat Brennnesseltee?

Brennnesseltee wird in der Naturheilkunde vor allem wegen seiner harntreibenden, entzündungshemmenden und entschlackenden Wirkung geschätzt. Er kann bei Blasenentzündungen, rheumatischen Beschwerden und Haarausfall hilfreich sein. Weitere mögliche Effekte sind eine Anregung des Stoffwechsels, Senkung von Blutdruck und Blutzucker sowie eine Verbesserung des Hautbildes.

Wie wird Brennnesseltee zubereitet?

Für eine Tasse Brennnesseltee benötigst du 3-4 Teelöffel frische oder 1 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter. Diese übergießt du mit 200 ml kochendem Wasser und lässt den Tee 10-15 Minuten ziehen. Abschließend seihst du den Tee durch ein Sieb oder Tuch, um die festen Bestandteile zu entfernen. Zum Verfeinern kannst du den Tee mit etwas Honig oder einer anderen Süße versehen.

Wie oft und in welcher Menge sollte man Brennnesseltee trinken?

Für eine Entschlackungskur wird empfohlen, über 4-6 Wochen täglich einen Viertelliter (3-4 Tassen) Brennnesseltee zu trinken. Bei Blasenentzündungen oder anderen Entzündungen sollte man den Tee im Bedarfsfall mehrmals am Tag trinken, bis die Beschwerden nachlassen. Generell sollte man Brennnesseltee jedoch nicht über einen zu langen Zeitraum und in zu hoher Dosis konsumieren.

Wann sollte man Brennnesseltee besser meiden?

Vorsicht ist geboten, wenn man an Herz- oder Niereninsuffizienz leidet, Diabetiker ist oder Allergien auf Brennnesseln hat. Auch für Kinder unter 10 Jahren und Schwangere wird der Konsum nicht empfohlen, da hier keine ausreichenden Studien zur Unbedenklichkeit vorliegen. In Zweifelsfällen sollte man ärztlichen Rat einholen.

Wie kann man Brennnesseltee richtig lagern?

Brennnesseltee sollte luftdicht in einer Teedose oder einem Glas mit Schraubverschluss aufbewahrt werden. Der Lagerort sollte trocken, kühl und dunkel sein, damit Aroma und Wirkung möglichst lange erhalten bleiben. Gekaufte Arzneitees haben meist eine Haltbarkeit von ca. 18 Monaten.

Quellenverweise