Wie funktioniert Geldwäsche » Eine einfache Erklärung

By IHJO

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel Geld durch Geldwäsche gewaschen wird? Es mag Sie überraschen, zu erfahren, dass laut Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich weltweit zwischen 800 Milliarden und 2 Billionen US-Dollar durch Geldwäsche fließen.

Dieses massive Ausmaß der Geldwäsche hat schwerwiegende Konsequenzen, nicht nur für die globale Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, die Funktionsweise der Geldwäsche zu verstehen, um effektive Methoden zur Bekämpfung und Prävention dieser Straftat zu entwickeln.

In diesem Artikel werden wir Ihnen eine einfache Erklärung geben, wie Geldwäsche funktioniert, die Definition und den Hintergrund dieser kriminellen Aktivität erläutern, gängige Methoden der Geldwäsche aufzeigen und Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention besprechen.

Beginnen wir mit der Definition und dem Hintergrund von Geldwäsche.

Geldwäsche Definition und Hintergrund

Die Geldwäsche wird im § 261 des Strafgesetzbuches (StGB) definiert und beschreibt den Prozess, bei dem illegal erworbene Vermögenswerte in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespeist werden, um die illegale Herkunft zu verschleiern. Diese illegalen Gelder stammen aus kriminellen Aktivitäten wie Drogenhandel, Waffenhandel, Steuerhinterziehung und anderen Straftaten.

Der Begriff „Geldwäsche“ hat seinen Ursprung in historischen Fällen, in denen kriminelle Aktivitäten mit einem Wäschereigeschäft verschleiert wurden. Heutzutage hat sich die Geldwäsche zu einer hochkomplexen Straftat entwickelt, bei der verschiedene Methoden und Techniken zum Einsatz kommen, um die Herkunft des Geldes zu verbergen.

Der Hintergrund der Geldwäsche liegt darin, dass kriminelle Organisationen ihre illegalen Einnahmen in den legalen Wirtschaftskreislauf einschleusen und scheinbar legale Vermögenswerte erwerben möchten. Durch diesen Prozess wird die illegale Herkunft des Geldes verschleiert und die Kriminellen können ihre illegal erworbenen Vermögenswerte frei nutzen.

Um die Bekämpfung der Geldwäsche zu ermöglichen, haben viele Länder, einschließlich Deutschland, spezifische Gesetze und Vorschriften zur Geldwäscheprävention eingeführt. Diese Vorschriften zielen darauf ab, die illegale Herkunft von Geldern aufzudecken und die Kriminellen zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie funktioniert Geldwäsche?

Geldwäsche ist ein komplexer Prozess, der in der Regel drei Phasen durchläuft: Platzierung, Verschleierung und Integration. Jede dieser Phasen spielt eine entscheidende Rolle beim Waschen von Geldern und bei der Verschleierung ihrer illegalen Herkunft.

Phase 1: Platzierung

In der Platzierungsphase wird das schmutzige Geld in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespeist. Dies geschieht durch verschiedene Methoden und Techniken, die es den Geldwäschern ermöglichen, das Geld ungesehen und unbemerkt zu platzieren. Beispiele hierfür sind die Überweisung auf ausländische Konten oder Investitionen in scheinbar seriöse Geschäfte.

Phase 2: Verschleierung

In der Verschleierungsphase wird die illegale Herkunft des Geldes verschleiert. Hierbei greifen die Geldwäscher auf komplexe Transaktionsstrukturen und Tarnmechanismen zurück, um die Verbindung zwischen dem schmutzigen Geld und ihrer kriminellen Aktivität zu verwischen. Dadurch wird es für Ermittlungsbehörden schwieriger, den Geldfluss nachzuvollziehen und die illegalen Akteure zu identifizieren.

Phase 3: Integration

Die Integration ist die letzte Phase des Geldwäsche-Prozesses. Hier wird das gewaschene Geld als scheinbar legale Einnahmequelle genutzt. Die Geldwäscher investieren das Geld beispielsweise in Immobilien, Unternehmen oder andere Vermögenswerte, um den Anschein eines legalen Erwerbs zu erwecken. Dadurch wird das Geld in den legalen Wirtschaftskreislauf integriert und die illegale Herkunft weiter verschleiert.

Um den Prozess der Geldwäsche besser zu verstehen, hilft die nachfolgende Tabelle, die die einzelnen Phasen und ihre Merkmale zusammenfasst:

Phase Merkmale
Platzierung Überweisungen auf ausländische Konten, Investitionen in Geschäfte
Verschleierung Komplexe Transaktionsstrukturen, Tarnmechanismen
Integration Investitionen in Immobilien, Unternehmen, Vermögenswerte

Die Methoden und Techniken der Geldwäsche sind vielfältig und werden ständig weiterentwickelt. Um Geldwäsche effektiv bekämpfen zu können, ist es wichtig, diese Methoden zu verstehen und geeignete Maßnahmen zur Prävention und Aufdeckung zu ergreifen.

Gängige Methoden der Geldwäsche

Bei der Geldwäsche werden verschiedene Methoden angewendet, um die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern. Dabei nutzen Kriminelle einfallsreiche Techniken und Strategien, um ihre illegalen Einnahmen zu waschen.

Einsatz von Auslandskonten in Steuerparadiesen

Eine gängige Methode der Geldwäsche ist der Einsatz von Auslandskonten in Steuerparadiesen. Kriminelle transferieren ihr Geld auf diese Konten, um die Spuren zu verwischen und die illegale Herkunft zu verschleiern.

Kauf und Verkauf von Luxusgegenständen

Eine weitere Methode ist der Kauf und Verkauf von Luxusgegenständen wie Immobilien, Fahrzeugen oder Kunstwerken. Durch den Handel mit hochpreisigen Gütern können Kriminelle ihr schmutziges Geld legal erscheinen lassen.

Nutzung von Korrespondenzbanken

Kriminelle nutzen auch Korrespondenzbanken, um Geldwäsche zu betreiben. Dabei werden Transaktionen über mehrere Banken hinweg abgewickelt, um die Herkunft des Geldes zu verschleiern.

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Einsatz von Scheinfirmen

Scheinfirmen sind Unternehmen, die nur dem Namen nach existieren und tatsächlich dazu dienen, Geldwäsche zu betreiben. Kriminelle nutzen diese Firmen, um ihr illegales Geld als legale Unternehmensgewinne auszugeben.

Die oben genannten Methoden sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Strategien, die bei der Geldwäsche angewendet werden. Es ist wichtig, dass Regierungen, Behörden und Finanzinstitute eng zusammenarbeiten, um diese kriminelle Aktivität zu bekämpfen und die Geldwäsche zu stoppen.

Bekämpfung und Prävention von Geldwäsche

Um effektiv gegen Geldwäsche vorzugehen und deren Prävention zu gewährleisten, werden verschiedene Maßnahmen und Kontrollen eingesetzt. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Banken, welche verpflichtet sind, die Konten und den Geldhandel ihrer Kunden sorgfältig zu überwachen.

Bei Verdacht auf Geldwäsche haben die Banken die Verantwortung, die Polizei zu informieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sie sind auch dazu verpflichtet, einen Geldwäschebeauftragten zu benennen, der für die Umsetzung und Überwachung der Geldwäschebekämpfung verantwortlich ist.

Neben den Banken gibt es auch spezielle Gesetze und Vorschriften, wie das Geldwäschegesetz, die die Bekämpfung und Prävention von Geldwäsche regeln. Diese Gesetze stellen sicher, dass Unternehmen und Institutionen in verschiedenen Branchen entsprechende Maßnahmen implementieren, um Geldwäsche zu verhindern.

Maßnahmen Beschreibung
Know Your Customer (KYC) Überprüfung der Identität und der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden, um potenziell verdächtige Transaktionen zu identifizieren.
Transaktionsüberwachung Automatisierte Systeme zur Überwachung von Transaktionen auf Auffälligkeiten, wie ungewöhnlich hohe Geldbeträge oder unregelmäßige Transaktionsmuster.
Risikobewertung Eine Bewertung der Risiken und potenziellen Schwachstellen in Bezug auf Geldwäsche, um geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Schulung und Sensibilisierung Schulungsprogramme für Mitarbeiter, um sie über die Risiken und Anzeichen von Geldwäsche aufzuklären und sie für entsprechende Maßnahmen zu sensibilisieren.

Weiterhin arbeiten verschiedene nationale und internationale Organisationen und Behörden eng zusammen, um die Bekämpfung und Prävention von Geldwäsche zu verbessern. Durch den Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit werden verdächtige Aktivitäten schneller erkannt und effektive Maßnahmen ergriffen, um Geldwäsche zu stoppen.

Geldwäsche und Bandenkriminalität

Die Geldwäsche steht oft in einem direkten Zusammenhang mit Bandenkriminalität und organisierter Kriminalität. Kriminelle Banden nutzen die Geldwäsche, um ihre illegal erworbenen Gelder zu verschleiern und den Zugriff des Staates zu vermeiden. Diese Gelder stammen häufig aus Drogenhandel, Waffenhandel und anderen illegalen Aktivitäten.

Geldwäsche wird auch von Clankriminalität praktiziert, bei der kriminelle Familienclans organisiert das schmutzige Geld waschen. Diese Clans nutzen komplexe Netzwerke und Strategien, um ihre illegalen Einnahmen zu waschen und die Verbindungen zu ihren illegalen Aktivitäten zu verschleiern.

Die Bandenkriminalität und die organisierte Kriminalität spielen eine bedeutende Rolle bei der Geldwäsche und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Gesellschaft dar. Der Staat und die Strafverfolgungsbehörden sind bemüht, diese kriminellen Aktivitäten zu bekämpfen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Aspekt Bedeutung
Bandenkriminalität Verbindung zwischen Geldwäsche und illegalen Banden
Organisierte Kriminalität Einsatz von Geldwäsche zur Verschleierung illegaler Einnahmen
Geldwäsche Clans Familiäre und organisierte Clans, die Geldwäsche betreiben

Geldwäsche im Immobiliensektor

Der Immobiliensektor ist ein beliebtes Ziel für Geldwäsche, da hier größere Geldbeträge diskret investiert werden können. Kriminelle nutzen den Kauf von Immobilien, um ihr schmutziges Geld zu waschen und die illegale Herkunft zu verschleiern. Durch komplexe Transaktionen und verschleierte Eigentumsverhältnisse können sie ihr Geld in vermeintlich legale Vermögenswerte umwandeln.

Die Geldwäsche im Immobiliensektor kann verschiedene Formen annehmen. Dabei werden oft hochwertige Luxusimmobilien gekauft, da diese große Geldbeträge aufnehmen können und gleichzeitig als wertbeständige Vermögenswerte gelten. Die kriminellen Gelder werden in den Kaufprozess eingespeist, indem beispielsweise unter dem Namen von Strohmännern oder Scheinfirmen agiert wird.

Ein Beispiel für eine Methode der Geldwäsche im Immobiliensektor ist das sogenannte „Layering“. Hierbei werden komplexe Transaktionen durchgeführt, bei denen das Geld mehrere Stationen durchläuft und dabei vermehrt den Anschein von Legalität erhält. Durch den Einsatz von Briefkastenfirmen oder Offshore-Konten werden die Geldströme verschleiert und die illegale Herkunft des Geldes verwischt.

Zur Verhinderung und Bekämpfung von Geldwäsche im Immobiliensektor werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Regierungen und Aufsichtsbehörden haben Vorschriften erlassen, die eine Überprüfung der Identität der Käufer und die Offenlegung der finanziellen Mittel erfordern. Des Weiteren werden Immobiliengesellschaften und Immobilienmakler verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und sich an die Geldwäschepräventionsrichtlinien zu halten.

Geldwäsche im Immobiliensektor: Ein Beispiel

Um die Bedeutung der Geldwäsche im Immobiliensektor zu verdeutlichen, ist hier ein Beispiel:

Krimineller Geldbetrag Transaktion Ergebnis
Person A 1 Million Euro Kauf einer Immobilie über eine Strohmannfirma Das schmutzige Geld wird in die Immobilie investiert
Person B 1 Million Euro Verkauf der Immobilie an einen Käufer Der Käufer erhält eine vermeintlich legale Immobilie
Person C 1 Million Euro Hypothek auf die Immobilie Person C erhält den Geldbetrag und das schmutzige Geld wurde in eine vermeintlich legale Transaktion umgewandelt
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Durch komplexe Transaktionen und Verschleierungstechniken kann das schmutzige Geld erfolgreich in den Immobiliensektor eingespeist und die illegale Herkunft verschleiert werden.

Deutschland als Geldwäscheparadies

Deutschland steht immer wieder im Fokus als potenzielles Geldwäscheparadies. Die Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche sind in Deutschland zwar streng, aber es gibt immer wieder Fälle, in denen illegale Gelder erfolgreich gewaschen werden. Es gibt Bestrebungen, die Geldwäsche-Gesetze zu verschärfen und die Kontrollen zu erhöhen, um Deutschland unattraktiv für Geldwäsche zu machen.

Obwohl Deutschland strenge Geldwäsche-Gesetze und -Vorschriften hat, sind immer wieder Fälle von Geldwäsche bekannt geworden. Die Täter nutzen dabei insbesondere die Eigenschaften des deutschen Finanzsystems aus, um illegale Gelder zu waschen und die illegale Herkunft zu verschleiern.

Um der Geldwäsche entgegenzuwirken, werden in Deutschland verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Verpflichtung von Banken und anderen Institutionen, verdächtige Transaktionen zu melden und Geldwäschebeauftragte zu benennen. Zudem gibt es in Deutschland eine zentrale Meldestelle, die sogenannte Financial Intelligence Unit (FIU), die verdächtige Transaktionen analysiert und Strafverfolgungsbehörden informiert.

Trotz dieser Maßnahmen gibt es immer wieder Fälle von Geldwäsche in Deutschland. Ein Grund dafür sind mögliche Lücken im System und Verstöße gegen die Geldwäsche-Gesetze. Die Täter nutzen beispielsweise komplexe Transaktionsstrukturen und internationale Netzwerke, um ihre illegalen Einnahmen zu waschen und die Spuren zu verwischen.

Um Deutschland unattraktiv für Geldwäsche zu machen, werden Bestrebungen unternommen, die Geldwäsche-Gesetze zu verschärfen und die Kontrollen zu erhöhen. Ziel ist es, das Risiko der Geldwäsche zu minimieren und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Geldwäsche Deutschland Geldwäsche Gesetze Geldwäscheparadies
Deutschland im Fokus als potenzielles Geldwäscheparadies Strenge Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche Bestrebungen zur Verschärfung der Geldwäsche-Gesetze und Erhöhung der Kontrollen
Immer wieder Fälle von erfolgreicher Geldwäsche in Deutschland Bankenverpflichtung zur Meldung verdächtiger Transaktionen Möglichkeiten zur Schließung von Lücken im System
Ausnutzung der Eigenschaften des deutschen Finanzsystems Benennung von Geldwäschebeauftragten Verschärfung der Geldwäsche-Gesetze und Erhöhung der Kontrollen

Kontrollen über die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz

Zur Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz gibt es Kontrollen, die von den Behörden durchgeführt werden. Die Financial Intelligence Unit (FIU) überwacht verdächtige Transaktionen und informiert die Strafverfolgungsbehörden bei Verdacht auf Geldwäsche.

Banken und andere Verpflichtete haben die Pflicht, Verdachtsfälle zu melden und Informationen zur Verfügung zu stellen. Diese Informationen können dabei helfen, die Ermittlungen zu unterstützen und weitere Schritte zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche einzuleiten. Es ist wichtig, dass alle Verpflichteten ihre Aufgaben ernst nehmen und aktiv bei der Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz mitwirken.

Kontrollmechanismen zur Bekämpfung von Geldwäsche

Um die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz sicherzustellen, werden verschiedene Kontrollmechanismen eingesetzt. Dazu gehören:

  1. Regelmäßige Prüfungen und Audits: Die zuständigen Behörden führen regelmäßige Prüfungen bei den Verpflichteten durch, um die Einhaltung der Pflichten und die Effektivität der Geldwäscheprozesse zu überprüfen.
  2. Meldewesen: Verpflichtete wie Banken oder Finanzdienstleister müssen Verdachtsfälle von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung der FIU melden.
  3. Risikomanagement: Die Verpflichteten müssen ein umfassendes Risikomanagement implementieren, um potenzielle Geldwäscherisiken zu identifizieren und angemessene Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.
  4. Schulungen und Sensibilisierung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verpflichteten werden regelmäßig geschult, um sie für die Gefahren von Geldwäsche zu sensibilisieren und ihnen die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz zu vermitteln.

Informationen zur Verfügung stellen

Um die Behörden bei der Bekämpfung von Geldwäsche zu unterstützen, müssen Verpflichtete relevante Informationen zur Verfügung stellen. Dazu gehören:

  • Identifizierung von Kunden: Verpflichtete müssen die Identität ihrer Kunden überprüfen und relevante Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum sorgfältig erfassen.
  • Transaktionsüberwachung: Verpflichtete müssen Transaktionen überwachen und verdächtige Aktivitäten identifizieren. Bei Verdacht auf Geldwäsche müssen sie diese Informationen an die zuständigen Behörden weitergeben.
  • Interne Kontrollsysteme: Verpflichtete müssen interne Kontrollsysteme implementieren, um die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz sicherzustellen und verdächtige Aktivitäten zu erkennen.
  • Kooperation mit Behörden: Verpflichtete müssen eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und bei Bedarf weitere Informationen oder Unterstützung bereitstellen.

Kontrollmechanismus Beschreibung
Regelmäßige Prüfungen und Audits Behörden führen regelmäßige Kontrollen und Audits bei den Verpflichteten durch, um die Einhaltung der Pflichten und die Effektivität der Geldwäscheprozesse zu überprüfen.
Meldewesen Verpflichtete müssen Verdachtsfälle von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung der FIU melden. Diese Informationen dienen der Identifizierung und weiteren Untersuchung möglicher Geldwäscheaktivitäten.
Risikomanagement Verpflichtete müssen ein umfassendes Risikomanagement implementieren, um potenzielle Geldwäscherisiken zu identifizieren und angemessene Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.
Schulungen und Sensibilisierung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verpflichteten werden regelmäßig geschult, um sie für die Gefahren von Geldwäsche zu sensibilisieren und ihnen die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz zu vermitteln.
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Fazit

Geldwäsche ist eine komplexe Straftat, bei der illegale Gelder in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespeist werden, um die illegale Herkunft zu verschleiern. Kriminelle verwenden verschiedene Methoden und Techniken, um Geldwäsche zu betreiben und die illegalen Einnahmen zu waschen. Dies stellt erhebliche Risiken für die Integrität des Finanzsystems und die Bekämpfung der organisierten Kriminalität dar.

Um Geldwäsche effektiv zu bekämpfen, sind Maßnahmen und Kontrollen zur Geldwäschekontrolle erforderlich. Banken, Finanzinstitute und andere Verpflichtete sind verpflichtet, die Vorschriften des Geldwäschegesetzes einzuhalten und Verdachtsfälle zu melden. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden, der Financial Intelligence Unit und anderen relevanten Akteuren erforderlich, um Geldwäsche erfolgreich zu bekämpfen.

Deutschland und andere Länder nehmen die Gefahr der Geldwäsche ernst und bemühen sich, die Geldwäsche-Gesetze zu verschärfen und die Kontrollen zu erhöhen. Dies geschieht durch die Überarbeitung der bestehenden Gesetze, die Einführung strengerer Vorschriften und die Intensivierung der Aufsicht und Überwachung durch die entsprechenden Behörden. Ziel ist es, Geldwäsche unattraktiv zu machen und die Risiken für das Finanzsystem zu minimieren.

FAQ

Was ist Geldwäsche?

Geldwäsche ist ein Straftatbestand, bei dem kriminelle Organisationen illegale Gelder in den legalen Wirtschaftskreislauf einspeisen, um die illegale Herkunft zu verschleiern.

Wie wird Geldwäsche definiert?

Geldwäsche wird im § 261 des Strafgesetzbuches (StGB) beschrieben und bezeichnet den Prozess, illegal erworbene Vermögenswerte in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuspeisen, um die illegale Herkunft zu verschleiern.

Wie funktioniert Geldwäsche?

Geldwäsche durchläuft in der Regel drei Phasen: Platzierung, Verschleierung und Integration. Bei der Platzierung wird das schmutzige Geld in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespeist. Bei der Verschleierung wird die Herkunft des Geldes verschleiert. Bei der Integration wird das Geld als legale Einnahmequelle genutzt.

Welche Methoden werden bei der Geldwäsche angewendet?

Bei der Geldwäsche werden verschiedene Methoden angewendet, um die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern. Dazu gehören der Einsatz von Auslandskonten in Steuerparadiesen, der Kauf und Verkauf von Luxusgegenständen, die Nutzung von Korrespondenzbanken und der Einsatz von Scheinfirmen.

Wie wird Geldwäsche bekämpft und verhindert?

Um Geldwäsche zu bekämpfen und zu verhindern, gibt es verschiedene Maßnahmen und Kontrollen. Banken überwachen die Konten und den Geldhandel und müssen bei Verdacht auf Geldwäsche die Polizei informieren. Es gibt Gesetze und Vorschriften wie das Geldwäschegesetz, die die Bekämpfung und Prävention von Geldwäsche regeln.

Wie hängt Geldwäsche mit Bandenkriminalität zusammen?

Geldwäsche steht oft in einem direkten Zusammenhang mit Bandenkriminalität und organisierter Kriminalität. Kriminelle Banden nutzen Geldwäsche, um ihre illegal erworbenen Gelder zu verschleiern und den Zugriff des Staates zu vermeiden.

Wie wird Geldwäsche im Immobiliensektor praktiziert?

Der Immobiliensektor ist ein beliebtes Ziel für Geldwäsche, da hier größere Geldbeträge diskret investiert werden können. Kriminelle nutzen den Kauf von Immobilien, um ihr schmutziges Geld zu waschen und die illegale Herkunft zu verschleiern.

Warum steht Deutschland im Fokus als potenzielles Geldwäscheparadies?

Deutschland steht immer wieder im Fokus als potenzielles Geldwäscheparadies, obwohl die Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche streng sind. Es gibt Bestrebungen, die Geldwäsche-Gesetze zu verschärfen und die Kontrollen zu erhöhen, um Deutschland unattraktiv für Geldwäsche zu machen.

Wie wird die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz kontrolliert?

Zur Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz gibt es Kontrollen, die von den Behörden durchgeführt werden. Die Financial Intelligence Unit überwacht verdächtige Transaktionen und informiert die Strafverfolgungsbehörden bei Verdacht auf Geldwäsche.

Was ist das Fazit zur Geldwäsche?

Geldwäsche ist eine komplexe Straftat, bei der illegale Gelder in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespeist werden, um die illegale Herkunft zu verschleiern. Deutschland und andere Länder sind bestrebt, die Geldwäsche-Gesetze zu verschärfen und die Kontrollen zu erhöhen, um Geldwäsche unattraktiv zu machen.

Quellenverweise