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Wie setzt sich das Projekt Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! für den Nordwesten ein? Ein Interview mit Anne-Kathrin Guder und Anja Wiehl

Die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Projekt Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! zu koordinieren ist eine zentrale Aufgabe, der sich Anne-Kathrin Guder (Universität Oldenburg) und Anja Wiehl (Jade Hochschule) widmen.

IHJO
 
25.9.2018

ScienceBlog IHJO: Die Innovative Hochschule Jade Oldenburg! ist eines von bundesweit 29 Projekten, die den Zuschlag durch das Ministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der bundesweiten Förderinitiative Innovative Hochschule erhalten haben. Das Oldenburger Projekt hat den Auftrag, die Region zu stärken. Welchen Nutzen hat das Projekt für den Nordwesten?

AW: Mit der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg! bilden wir eine Plattform, die Wissen genau dorthin vermittelt, wo daraus nützliche Innovationen entstehen können: Gemeinsam mit Unternehmen oder Kultureinrichtungen wollen wir Projekte ins Leben rufen, in denen innovative Ideen aus dem wissenschaftlichen Kontext weiterentwickelt werden. Diese Projekte haben im besten Fall das Potenzial, als Unternehmungen zu überdauern, mit Konzepten oder Produkten neue Arbeitsplätze zu schaffen oder anderweitig mit ihren Ergebnissen langfristig der Gesellschaft zu dienen. Am Ende wollen wir, dass die Menschen in der Region profitieren und der Nordwesten noch lebenswerter wird.

AKG: Das Projekt hat viele Facetten. Ganz wichtig ist auch unsere Aufgabe, junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu fördern. Schülerinnen und Schüler bringen wir noch mehr mit wissenschaftlichen Fragestellungen in Berührung und wollen sie für Wissenschaft und schließlich für ein Studium begeistern. Studierende und Promovierende bereiten wir auf Karrierewege vor, die nicht nur in der Wissenschaft liegen. Diese hochqualifizierten jungen Menschen wollen wir unter anderem zu Führungskräften entwickeln und sie so begleiten, dass sie sich in der Region wohlfühlen, sich mit ihr identifizieren und schließlich bleiben wollen.

ScienceBlog IHJO: Was war an dem Projekt so spannend für Euch, dass Ihr Euch entschieden habt, Teil davon zu werden?

AW: Mir gefällt, dass wir den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft intensivieren: Wir tragen Wissen aus den Hochschulen hinaus und schaffen umgekehrt Andockstationen in den Hochschulen, an denen Fragestellungen aus Wirtschaft oder Gesellschaft bearbeitet werden können. Außerdem beeindrucken mich das Potenzial des Projekts und seine Tiefe. Wir bedienen ein außerordentlich breites Spektrum an gesellschaftlich relevanten Themen.

AKG: Meine Motivation geht in eine ähnliche Richtung. Ich finde es spannend, dass in den Hochschulen sehr viel Wissen vorhanden ist, das helfen kann, die Probleme der Zukunft zu lösen. Das Projekt hat 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und somit sehr viel Expertise, der man Raum, Möglichkeiten und finanzielle Mittel gibt, um das Wissen aus den Hochschulen für die Gesellschaft stärker nutzbar zu machen. Und es ist eine großartige Herausforderung, eine solche Plattform von Null an aufzubauen und erfolgreich zu machen. Persönlich finde ich es auch toll, mit so vielen verschiedenen Menschen in einem guten Rahmen zusammenarbeiten zu können.

ScienceBlog IHJO: Welche Herausforderungen seht Ihr im Rahmen des Projektes, denen Ihr euch als dessen Koordinatorinnen besonders widmen wollt?

AKG: Zum Anfang müssen wir Strukturen für das Team aufbauen. Und wir arbeiten daran, dass das Team zusammenwächst. Das Projekt setzt sich ja aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jade Hochschule, der Universität Oldenburg und des OFFIS zusammen. Übergreifende Prozesse und ein guter Teamgeist sind deshalb besonders wichtig.

AW: Eine unserer wichtigsten Herausforderungen ist außerdem, die Innovative Hochschule langfristig als Marke zu etablieren und ein Netzwerk für die Region aufzubauen, das die Laufzeit unseres Projektes überdauert. Dafür müssen wir es schaffen, unser sehr heterogenes Publikum von unserer Idee zu überzeugen, zu begeistern und Unterstützer zu finden, die in unserem Netzwerk mitwirken.

ScienceBlog IHJO: Es gibt bereits viele Aktivitäten an den Hochschulen, die auf eine Vernetzung in der Region abzielen. Wie stellt Ihr sicher, dass keine Doppelstrukturen geschaffen werden?

AW: Der Antrag war deshalb erfolgreich, weil sich die Verantwortlichen im Vorfeld genau angeschaut haben, was es bereits an Strukturen gibt. Und weil man spannende Potenzialfelder identifiziert hat, die keiner der Verbundpartner allein leisten könnte. Für diese Felder wird die Innovative Hochschule zuständig sein. Die jetzige Konzeptionsphase dient dazu, im Detail zu prüfen, was es schon gibt, und sinnvolle innovative Ansätze zu finden.

ScienceBlog IHJO: Wo steht das Projekt heute?

AKG: Wir stehen kurz vor unserer großen Kick-off-Veranstaltung, die das Projekt IHJO einführt. Das wird der große Paukenschlag, der den Akteurinnen und Akteuren in der Region signalisieren soll, dass wir uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit freuen. Für uns als Projektteam wird es außerdem ein wichtiger Meilenstein. Das Projekt begibt sich jetzt auf den Weg – es wird immer ein Nachjustieren geben, wir werden sehr agil sein, um auf die Bedarfe der Region eingehen zu können. Und wir wollen uns dauerhaft das agile Denken bewahren.

ScienceBlog IHJO: Wenn wir auf den Projektabschluss im Jahr 2022 schauen: Worauf möchtet Ihr zurückblicken um sagen zu können, dass das Projekt erfolgreich war?

AW: Am Ende des Projektes müssen zum Beispiel Verantwortliche in der Wirtschaft in der Lage sein, für relevante Fragestellungen Ansprechpartner im Wissenschaftskontext zu finden – und zwar auf kurzen schnellen Wegen! Wichtig ist außerdem, dass die Hochschulen, die Schulen, die Unternehmen und Einrichtungen der Region durch dieses Projekt insgesamt näher zusammenrücken. Wir sind erfolgreich, wenn wir im Jahr 2022 Formate und ein Netzwerk haben, die über das Projekt hinaus bestehen bleiben. Nachhaltigkeit ist für mich das A und O, darauf müssen wir abzielen.

AKG: Als wesentlichen Teil unseres Erfolges sehe ich außerdem die Verankerung der so genannten dritten Mission an den Hochschulen: Neben Lehre und Forschung soll der Wissenstransfer in die Gesellschaft zu einer etablierten Aufgabe der Hochschulen werden. Es soll auf lange Sicht entsprechend honoriert werden, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Transfer investieren. Unsere Gesellschaft braucht ihn dringend, daher gehört er ebenfalls zu den nachhaltigen Aufgaben der Innovativen Hochschule.


Am 25.9.2018 wurde das Projekt Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! in einer Kick-off-Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Gespräch mit Anne-Kathrin Guder und Anja Wiehl wurde im Vorfeld geführt. 

Mobirise

Anne-Kathrin Guder, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Projektkoordinatorin „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“, ist für das Projekt neu an die Universität Oldenburg gekommen und hat bereits einschlägige Erfahrungen mit universitären Projekten.

Mobirise

Anja Wiehl, Jade Hochschule , Projektkoordinatorin „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“, ist seit 2014 an der Jade Hochschule tätig. Zusätzlich arbeitet sie im Fachbereich Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie der Jade Hochschule u. a. als Lehrbeauftragte.

Adresse

Innovative Hochschule
Jade-Oldenburg!
Schlaues Haus
Schloßplatz 16
26122 Oldenburg

Kontakte

Anne-Kathrin Guder
Projektkoordinatorin
Anja Wiehl
Projektkoordinatorin