Wann ist Fieber gefährlich? Risiken verstehen

By IHJO

Wussten Sie, dass ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C Mediziner von Fieber sprechen? Doch ab wann ist Fieber wirklich gefährlich? Bei Temperaturen über 39 °C wird es für den Körper bedenklich, da das Risiko von Komplikationen steigt. Lassen Sie uns einen genauen Blick auf die Risiken und Symptome von gefährlichem Fieber werfen, um besser zu verstehen, wann ärztliche Hilfe erforderlich ist.

Bei einer Körpertemperatur zwischen 37,5 und 38,5 Grad Celsius handelt es sich um eine erhöhte Temperatur. Erst ab 38,5 °C sprechen Mediziner von Fieber, egal ob bei einem Kind oder Erwachsenen. Besonders aufmerksam sollte man ab 39 °C sein, da Ärzte das Fieber als hoch einstufen, ab 40 °C als sehr hoch. Ab 42,6 °C wird es akut lebensbedrohlich, da der Organismus an physikalische Grenzen stößt und es zu Kreislauf-Versagen und Gerinnung körpereigenen Eiweisses kommen kann.

In den folgenden Abschnitten werden wir genauer betrachten, ab welcher Temperatur Fieber als gefährlich gilt, welche Symptome darauf hinweisen können und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Außerdem erfahren Sie, welche Rolle das Immunsystem bei Fieber spielt und wie Fiebertherapien eingesetzt werden können.

Ab welcher Temperatur ist Fieber gefährlich?

Um zu verstehen, ab welcher Temperatur Fieber gefährlich werden kann, ist es wichtig, die Fiebergrenzwerte zu kennen. Mediziner sprechen ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C von Fieber. Sobald die Temperatur über 39 °C steigt, handelt es sich um hohes Fieber. Insbesondere bei Kleinkindern können Temperaturen von 40 °C schnell erreicht werden und sollten nicht lange toleriert werden. Wenn ein Erwachsener eine Körpertemperatur von 40 Grad Fieber hat, deutet dies auf eine möglicherweise ernsthafte Erkrankung hin.

Um die Gefährlichkeit von Fieber zu verstehen, ist es wichtig, die individuellen Begleitsymptome und den allgemeinen Gesundheitszustand einer Person zu berücksichtigen. Neben der reinen Temperatur können auch weitere Faktoren wie die Dauer des Fiebers, das Auftreten von Schmerzen oder Benommenheit sowie Atemprobleme wichtige Hinweise auf potenzielle Risiken geben. Es ist ratsam, bei hohem Fieber und besorgniserregenden Begleitsymptomen einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abklären und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Körpertemperatur Einstufung
37,5 – 38,5 °C Erhöhte Temperatur
38,5 – 39 °C Fieber
Über 39 °C Hohes Fieber
Über 40 °C Sehr hohes Fieber (besonders bei Kleinkindern)

Welche Symptome bei gefährlichem Fieber anzeigen Risiken?

Bei gefährlichem Fieber können bestimmte Symptome auf ernsthafte Risiken hinweisen. Zu den typischen Anzeichen gehören ein beschleunigter Puls, Schweißausbrüche, Schwindel und leichte Wahrnehmungsstörungen. Diese Symptome können darauf hindeuten, dass der Körper schwerwiegende Komplikationen entwickelt.

Begleiterscheinungen wie Atemprobleme, starke Schmerzen oder Benommenheit sollten besonders beachtet werden, da sie auf mögliche gefährliche Entwicklungen hinweisen können. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und bei solchen Symptomen ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Insbesondere bei Kindern können spezifische Symptome bei gefährlichem Fieber auftreten. Wenn ein fieberndes Kind plötzlich aufhört zu trinken, Probleme beim Schlafen hat, apathisch wirkt oder Symptome wie Atemprobleme, Kopfschmerzen und Nackensteife zeigt, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von gefährlichen Fieberanzeichen kann helfen, schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Bei Verdacht auf gefährliches Fieber sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu erhalten.

Übersicht der Symptome bei gefährlichem Fieber:

Symptome Erklärung
Beschleunigter Puls Eine erhöhte Herzfrequenz kann auf eine gestörte Regulation des Herz-Kreislauf-Systems hinweisen.
Schweißausbrüche Intensives Schwitzen kann ein Indiz für eine schwere Entzündungsreaktion im Körper sein.
Schwindel Wenn Ihnen schwindelig wird, kann dies auf eine gestörte Durchblutung oder eine Störung des Gleichgewichtssinns hindeuten.
Leichte Wahrnehmungsstörungen Störungen der Sinneswahrnehmung können auf neurologische Komplikationen hindeuten.
Atemprobleme Schwierigkeiten beim Atmen können auf eine Beeinträchtigung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems hinweisen.
Starke Schmerzen Intensive Schmerzen können auf entzündliche Prozesse oder andere Komplikationen im Körper hinweisen.
Benommenheit Wenn Sie sich benommen oder desorientiert fühlen, kann dies auf eine gestörte Gehirnfunktion hindeuten.
Atemwegsbeschwerden bei Kindern Bei Kindern können Symptome wie Atemprobleme, Kopfschmerzen und Nackensteife auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen.

Ab wann zum Arzt bei Fieber?

Bei anhaltendem Fieber sollten Sie zum Arzt gehen, wenn die Körpertemperatur über 39 °C steigt (Säuglinge: über 38,5 °C) oder wenn das Fieber länger als drei Tage anhält und über 39 °C bleibt. Kritische Begleitsymptome wie Benommenheit, starke Schmerzen oder Atemprobleme sollten ebenfalls einen Arztbesuch auslösen. Besonders bei Kindern ist es wichtig, den Arzt aufzusuchen, wenn das fiebernde Kind nicht mehr trinkt, Schlafprobleme hat, apathisch wirkt oder Symptome wie Atemprobleme, Kopfschmerzen und Nackensteife auftreten.

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Wann zum Kinderarzt bei Fieber?

  • Wenn das fiebernde Kind nicht mehr trinkt
  • Wenn das fiebernde Kind Schlafprobleme hat
  • Wenn das fiebernde Kind apathisch wirkt
  • Wenn Symptome wie Atemprobleme, Kopfschmerzen und Nackensteife bei einem fiebernden Kind auftreten
Temperatur Kritische Symptome
Säuglinge Über 38,5 °C
Kinder und Erwachsene Über 39 °C – Benommenheit
– Starke Schmerzen
– Atemprobleme

Was passiert im Körper bei Fieber?

Bei Fieber findet im Körper eine komplexe Reaktion statt, die von bestimmten Stoffen, den sogenannten Pyrogenen, ausgelöst wird. Diese Pyrogene können in Bakterien und Viren enthalten sein und haben die Fähigkeit, den normalen Temperatur-Sollwert des Körperkerns von 37 °C zu erhöhen. Der „Thermostat“ im Gehirn, der Hypothalamus, wird von diesen Pyrogenen beeinflusst, was zur Erhöhung der Körpertemperatur führt.

Fieber selbst ist eine natürliche Abwehrreaktion des Immunsystems, um Infektionen, Entzündungen und Tumoren zu bekämpfen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Fieber eine schützende Funktion hat und hilft, Krankheitserreger abzuwehren. Durch die erhöhte Temperatur werden bestimmte Fieber verursachende Substanzen gehemmt und das Immunsystem wird aktiviert, um die Infektion oder Entzündung zu bekämpfen.

Die Entzündungsreaktion, die mit dem Fieber einhergeht, ist ein natürlicher Prozess, der entzündungsfördernde Signalstoffe freisetzt und die Funktion von Immunzellen aktiviert. Dadurch können Krankheitserreger effektiver bekämpft werden. Die Immunantwort des Körpers wird durch das Fieber verstärkt, was zu einer schnelleren Genesung führen kann.

Es ist wichtig, dass der Körper diese Entzündungsreaktion zulässt und das Fieber seinen natürlichen Verlauf nehmen kann. Allerdings sollte man auch auf mögliche Komplikationen achten und bei anhaltend hohem Fieber oder schwerwiegenden Begleitsymptomen einen Arzt konsultieren.

Um das Verständnis für den Zusammenhang zwischen Fieber, dem Immunsystem und der Entzündungsreaktion zu vertiefen, betrachten wir die folgende Tabelle:

Fieber verursachende Substanzen Entzündungsreaktion Immunsystem
Bakterien Freisetzung von entzündungsfördernden Signalstoffen Aktivierung von Immunzellen zur Bekämpfung der Infektion
Viren Stimulation der Immunantwort Produktion von Antikörpern zur Infektionsabwehr
Entzündungen Steigerung der Immunaktivität Bekämpfung der Entzündung und Beschleunigung der Heilung

Wie in der Tabelle gezeigt, spielen fieberverursachende Substanzen eine Rolle bei der Auslösung der Entzündungsreaktion und der Aktivierung des Immunsystems. Diese komplexe Wechselwirkung ist entscheidend für die Abwehr von Infektionen und die Bekämpfung von Entzündungen im Körper.

Maßnahmen bei Fieber

Bei Fieber sollten verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um das Wohlbefinden zu verbessern und das Fieber zu senken. Hier sind einige wichtige Maßnahmen:

Fiebermessen

Um die genaue Körpertemperatur zu bestimmen, ist das Fiebermessen unerlässlich. Der beste Ort für eine präzise Messung ist der After, gefolgt vom Ohr und Mund. Stellen Sie sicher, dass Sie ein geeignetes Thermometer verwenden und die Anweisungen sorgfältig befolgen.

Viel trinken

Während des Fieberanstiegs ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinken Sie regelmäßig kleine Schlucke, um eine Dehydration zu verhindern. Lauwarmes Trinken kann besonders angenehm sein, da es den Hals nicht reizt und das Wohlbefinden verbessert.

Feuchte Wadenwickel

Feuchte Wadenwickel können dazu beitragen, das Fieber zu senken und das Unwohlsein zu lindern. Tauchen Sie ein sauberes Tuch in lauwarmes Wasser, wringen Sie es gut aus und legen Sie es um die Wade. Achten Sie darauf, dass die Wickel nicht zu kalt sind, um Erfrierungen zu vermeiden. Ersetzen Sie die Wickel regelmäßig, um die kühlende Wirkung aufrechtzuerhalten.

Kontaktieren Sie einen Arzt

Wenn das Fieber einen bestimmten Punkt erreicht oder länger als drei Tage anhält, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Insbesondere hohe Temperaturen über 39 °C (bei Säuglingen über 38,5 °C) und kritische Begleitsymptome wie Benommenheit, starke Schmerzen oder Atemprobleme erfordern eine ärztliche Abklärung.

Maßnahmen bei Fieber Vorteile
Fiebermessen Präzise Bestimmung der Körpertemperatur
Viel trinken Verhindert Dehydration und verbessert das Wohlbefinden
Feuchte Wadenwickel Senkt das Fieber und lindert Unwohlsein
Kontaktieren Sie einen Arzt Ermöglicht eine ärztliche Abklärung bei hohem Fieber oder kritischen Begleitsymptomen

Es ist wichtig, diese Maßnahmen bei Fieber zu ergreifen, um das Wohlbefinden zu verbessern und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Bei anhaltendem oder sehr hohem Fieber sollten Sie jedoch immer einen Arzt konsultieren, um die Ursache des Fiebers abzuklären.

Fieber senken mit Medikamenten

Bei erhöhten Körpertemperaturen und Fieber können Medikamente zur Fiebersenkung eingesetzt werden. Gängige Medikamente gegen Fieber sind Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure. Insbesondere für Erwachsene sind Präparate mit diesen Wirkstoffen zu empfehlen.

Paracetamol und Ibuprofen sind auch für Kinder geeignet, um Fieber zu senken. Jedoch sollte man Fiebersenker bei Kindern erst ab einer Temperatur von etwa 39 °C einsetzen und nur, wenn das Kind keine besonderen Risiken hat.

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Präparate mit Acetylsalicylsäure sollten bei Kindern vermieden werden, da sie das Risiko einer lebensbedrohlichen Leberschädigung erhöhen können.

Fiebersenkende Medikamente können helfen, die Beschwerden bei Fieber zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern. Dennoch sollte bei anhaltendem oder hohem Fieber immer ein Arzt konsultiert werden, um die zugrunde liegende Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.

Fieber als Therapie

In der Komplementärmedizin werden verschiedene Wärmetherapien angewendet, bei denen das Fieber als Therapie genutzt wird.

Eine Form davon ist die Ganzkörper-Hyperthermie-Therapie, bei der der Körper gezielt überwärmt wird. Diese Behandlung soll bei chronischen und psychischen Erkrankungen helfen. Es gibt jedoch keine Pyrogene, die das Fieber auslösen. Die Kosten für solche Behandlungen müssen meist vom Patienten selbst getragen werden.

Die passive Fiebertherapie in der Komplementärmedizin umfasst verschiedene Methoden, bei denen der Körper durch gezielte Wärmeanwendung zur Fiebertemperatur erhöht wird. Eine beliebte Therapie ist die Ganzkörper-Hyperthermie-Therapie.

Bei dieser Therapie wird der gesamte Körper des Patienten gezielt überwärmt, um eine erhöhte Körpertemperatur zu erreichen. Dies kann durch spezielle Geräte und Techniken erfolgen, wie beispielsweise Infrarotsaunen oder Heizdecken.

Die Ganzkörper-Hyperthermie-Therapie wird in der Komplementärmedizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, insbesondere bei chronischen und psychischen Störungen. Durch die gezielte Überwärmung des Körpers sollen die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert und die Gesundheit gefördert werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass bei der passiven Fiebertherapie keine Pyrogene verwendet werden, um das Fieber künstlich auszulösen. Stattdessen wird der Körper durch äußere Wärmeanwendung dazu angeregt, eine erhöhte Körpertemperatur zu erreichen.

Ursachen von Fieber

Fieber kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache sind Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten. Diese Krankheitserreger können in den Körper eindringen und eine Immunreaktion auslösen, bei der Fieber entsteht. Infektionen wie Grippe, Erkältungen, Harnwegsinfektionen oder Lungenentzündungen sind häufige Auslöser von Fieber.

Aber auch bestimmte Erkrankungen des Bindegewebes wie rheumatoide Arthritis oder Lupus können zu Fieber führen. Durch die Entzündungen im Gewebe kommt es zur Freisetzung von Botenstoffen, die das Fieber verursachen können. Darüber hinaus können bestimmte Tumore, hormonelle Störungen, Allergien und Nervensystemerkrankungen ebenfalls mit Fieber einhergehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind erbliche Fiebersyndrome. Diese genetisch bedingten Störungen des Immunsystems führen dazu, dass der Körper unkontrolliert hohe Temperaturen entwickelt. Beispiele für erbliche Fiebersyndrome sind das familiäre Mittelmeerfieber, das Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrom (CAPS) und das tumorähnliche Fiebersyndrom. Bei diesen Syndromen liegt eine genetische Veränderung vor, die das Fieber verursacht.

Zudem können auch bestimmte Substanzen wie Medikamente, Drogen oder Alkohol sowie körperliche Überanstrengung zu Fieber führen. Bei ungefähr 25% aller Fieberfälle bleibt jedoch die genaue Ursache unbekannt.

Ursachen von Fieber Beispiele
Infektionen Grippe, Erkältungen, Harnwegsinfektionen, Lungenentzündungen
Erkrankungen des Bindegewebes Rheumatoide Arthritis, Lupus
Bestimmte Tumore Krebsarten wie Leukämie oder Lymphome
Erkrankungen des Nervensystems Gehirnentzündungen, Hirnhautentzündungen
Allergien Heuschnupfen, allergisches Asthma
Hormonstörungen Schilddrüsenüberfunktion
Erbliche Fiebersyndrome Mediterranes Fieber, CAPS, tumorähnliches Fiebersyndrom
Substanzen und körperliche Überanstrengung Medikamente, Drogen, Alkohol, intensives Sporttraining
Ursache unbekannt Ca. 25% aller Fieberfälle

Symptome bei Fieber

Neben der erhöhten Körpertemperatur können Begleitsymptome von Fieber auftreten. Hauptsymptome sind eine Pulsbeschleunigung, Schweißausbrüche und Schwindel. Darüber hinaus können leichte Wahrnehmungsstörungen auftreten. Bei sehr hohem Fieber können Bewusstseins- und Sinnestrübungen sowie gefährliche Hirnkrämpfe auftreten. Es ist wichtig, auch auf andere Symptome wie Benommenheit, starke Schmerzen oder Atemprobleme zu achten.

Eine Übersicht über die Symptome bei Fieber:

Symptome Beschreibung
Beschleunigter Puls Erhöhte Herzfrequenz als Reaktion auf die erhöhte Körpertemperatur.
Schweißausbrüche Plötzliches starkes Schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren.
Schwindel Ein Gefühl von Desorientierung oder Instabilität, das durch die Hitze und den erhöhten Stoffwechsel verursacht wird.
Leichte Wahrnehmungsstörungen Kleinere Beeinträchtigungen der Sinneswahrnehmung, wie zum Beispiel verändertes Geschmacksempfinden oder verschwommenes Sehen.

Andere Symptome

Neben den oben genannten Begleitsymptomen können bei Fieber auch andere Symptome auftreten, die auf eine schwere Erkrankung hinweisen können. Dazu gehören Benommenheit, starke Schmerzen oder Atemprobleme. Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen.

Bei Verdacht auf gefährliches Fieber oder wenn die Symptome besonders alarmierend sind, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Körpertemperatur messen und Fieber senken

Um den aktuellen Zustand bei Fieber zu überwachen und Maßnahmen zur Fiebersenkung zu ergreifen, ist es wichtig, die Körpertemperatur regelmäßig zu messen.

Die genaueste Messung der Körpertemperatur erfolgt im After. Alternativ können auch Messungen im Ohr oder Mund zuverlässige Ergebnisse liefern. Die Messung unter den Achseln ist hingegen eher unzuverlässig.

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Um das Fieber zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine bewährte Methode sind Wadenwickel, bei denen feuchte Tücher um die Waden gewickelt werden. Dies kann helfen, das Fieber zu senken und gleichzeitig Wärme abzuführen.

Darüber hinaus können fiebersenkende Medikamente eingenommen werden, wie zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen. Diese sollten jedoch immer entsprechend der empfohlenen Dosierung und Altersgruppe verwendet werden.

Es ist auch wichtig, während der Fieberperiode viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und den Körper hydratisiert zu halten. Bettruhe und Ruhe sind ebenfalls wichtige Maßnahmen, um dem Körper bei der Genesung zu unterstützen.

Fazit

Fieber ist ein Warnsignal des Körpers, dass das Immunsystem aktiv ist und gegen Krankheitserreger kämpft. Ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C spricht man von Fieber. Bei Temperaturen über 39 °C wird das Fieber für den Körper gefährlich. Es ist wichtig, bei bestimmten Symptomen und Begleiterscheinungen einen Arzt aufzusuchen. Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und kann durch Medikamente, Ruhe und andere Maßnahmen erfolgen.

FAQ

Ab welcher Temperatur spricht man von Fieber?

Mediziner sprechen ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C von Fieber.

Ab welcher Temperatur ist Fieber gefährlich?

Ab Temperaturen über 39 °C gilt das Fieber als gefährlich für den Körper.

Welche Symptome weisen auf gefährliches Fieber hin?

Typische Symptome bei gefährlichem Fieber können ein beschleunigter Puls, Schweißausbrüche, Schwindel und leichte Wahrnehmungsstörungen sein. Begleiterscheinungen wie Atemprobleme, starke Schmerzen oder Benommenheit können Anzeichen für ernste Risiken sein.

Ab wann sollte man zum Arzt gehen, wenn man Fieber hat?

Bei anhaltendem Fieber sollte man zum Arzt gehen, wenn die Körpertemperatur über 39 °C steigt (Säuglinge: über 38,5 °C) oder wenn das Fieber länger als drei Tage anhält und über 39 °C bleibt. Kritische Begleitsymptome wie Benommenheit, starke Schmerzen oder Atemprobleme sollten ebenfalls einen Arztbesuch auslösen.

Was passiert im Körper bei Fieber?

Fieber wird durch bestimmte Stoffe, sogenannte Pyrogene, ausgelöst. Diese Pyrogene können in Bakterien und Viren enthalten sein und beeinflussen den „Thermostat“ im Gehirn. Fieber ist eine Reaktion des Immunsystems zur Bekämpfung von Infektionen, Entzündungen und Tumoren.

Welche Maßnahmen sollten bei Fieber ergriffen werden?

Bei Fieber sollte man viel trinken, lauwarme Getränke zu sich nehmen und für Ruhe und Bettruhe sorgen. Feuchte Wadenwickel können den Fieberabfall unterstützen. Beim Fiebermessen liefert der After die genauesten Werte, gefolgt vom Ohr und Mund.

Welche Medikamente können bei Fieber eingesetzt werden?

Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure können dabei helfen, Fieber zu senken. Für Erwachsene sind Präparate mit diesen Wirkstoffen empfehlenswert. Bei Kindern sollte man Fiebersenker ab einer Temperatur von etwa 39 °C einsetzen, wenn das Kind keine besonderen Risiken hat. Geeignete Wirkstoffe für Kinder sind Paracetamol und Ibuprofen.

Wird Fieber auch als Therapie genutzt?

Ja, in der Komplementärmedizin werden verschiedene Wärmetherapien angewendet, bei denen das Fieber als Therapie genutzt wird. Eine Form davon ist die Ganzkörper-Hyperthermie-Therapie, bei der der Körper gezielt überwärmt wird. Diese Behandlung soll bei chronischen und psychischen Erkrankungen helfen.

Was sind die Ursachen von Fieber?

Fieber kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache sind Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten. Aber auch andere Erkrankungen wie bestimmte Tumore, rheumatische Erkrankungen oder Hormonstörungen können Fieber verursachen. Bei etwa 25% aller Fieberfälle bleibt die Ursache jedoch unbekannt.

Welche Symptome treten bei Fieber auf?

Neben der erhöhten Körpertemperatur können Begleitsymptome von Fieber ein beschleunigter Puls, Schweißausbrüche, Schwindel und leichte Wahrnehmungsstörungen sein. Bei sehr hohem Fieber können Bewusstseins- und Sinnestrübungen sowie gefährliche Hirnkrämpfe auftreten.

Wie misst man die Körpertemperatur und senkt Fieber?

Die Körpertemperatur kann am genauesten im After gemessen werden. Auch Messungen im Ohr und Mund sind zuverlässig, während die Messung in der Achsel eher unzuverlässig ist. Um das Fieber zu senken, kann man Wadenwickel anwenden oder fiebersenkende Medikamente einnehmen. Wichtig ist auch, viel zu trinken und für Ruhe und Bettruhe zu sorgen.

Wann ist Fieber gefährlich?

Fieber ist ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C medizinisch bedenklich. Ab Temperaturen über 39 °C wird das Fieber für den Körper gefährlich.

Quellenverweise