Süßholzwurzel Wirkung » Alles über die Heilpflanze

By IHJO

Wussten Sie, dass allein in Deutschland jährlich über 6 Millionen Packungen Iberogast®, eines der am häufigsten verordneten pflanzlichen Arzneimittel, verkauft werden? Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) spielt hierbei eine entscheidende Rolle und ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem alten Ägypten, und auch Griechen und Römer kannten Lakritze als Erkältungsmittel. Aus dem eingedickten Wurzelsaft entsteht die schwarze Süßigkeit, die beispielsweise zu Pastillen und Bonbons verarbeitet wird.

Für die Herstellung pflanzlicher Arzneimittel wie Iberogast® wird die Süßholzwurzel größtenteils aus der kontrollierten Wildsammlung bezogen, meist im mittleren und Fernen Osten. Die Süßholzwurzel ist zudem ein fester Bestandteil in Iberogast® Classic und Iberogast® ADVANCE und entfaltet dort ihre wichtigen Wirkeigenschaften.

Herkunft und Botanik der Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler, und die in der Medizin verwendete Art ist das Echte Süßholz (Glycyrrhiza glabra). Dabei werden die Wurzeln (Liquiritiae radix) genutzt. Die Süßholzwurzel ist im Mittelmeerraum, in Westasien und China beheimatet, wo sie auch heute noch angebaut wird.

Botanische Beschreibung und Taxonomie

Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden und besitzt eine gelbe, holzige Wurzel mit ausgedehnten unterirdischen Ausläufern. Am aufrechten Stängel sitzen unpaarig gefiederte Blätter, die Blüten sind blaulila bis blauviolett gefärbt. Süßholz gehört zu den Schmetterlingsblütlern und blüht von Juni bis Juli.

Verbreitung und natürliche Lebensräume

Die Süßholzwurzel wird hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Westasien und China angebaut, da dies ihre natürlichen Verbreitungsgebiete sind. Dort findet man die Pflanze in Wäldern, auf Wiesen und an Ufern.

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Traditionelle Verwendung der süßholzwurzel wirkung

Süßholzwurzelextrakte werden in der Traditionellen Medizin schon seit dem Altertum vielfältig eingesetzt. In Ägypten glaubte man, dass die Pharaonen im Jenseits ein süßes Getränk aus der Süßholzwurzel zubereiten konnten. Die Griechen und Römer verwendeten Lakritze als Erkältungsmittel. Auch heute noch findet die Süßholzwurzel in vielen Teemischungen Verwendung aufgrund ihres süßen Geschmacks.

Die traditionelle Anwendung der Süßholzwurzel reicht somit weit in die volksmedizinische Verwendung zurück. Sie galt schon in früheren Kulturen als wertvolle Heilpflanze mit vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen.

Heilpflanzliche Wirkstoffe in der Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) ist eine wahre Schatzkammer an wertvollen Inhaltsstoffen. Ihr Hauptwirkstoff ist das Glycyrrhizin, ein Triterpensaponin, das 2-15% der Wurzel ausmacht. Wird Glycyrrhizin vom Körper aufgenommen, kann es in die Glycyrrhetinsäure umgewandelt werden.

Glycyrrhizin und Glycyrrhetinsäure

Glycyrrhizin und Glycyrrhetinsäure sind für viele der gesundheitsfördernden Wirkungen der Süßholzwurzel verantwortlich. Sie entfalten unter anderem entzündungshemmende, antimikrobielle und krampflösende Effekte. Außerdem können sie die Produktion von Magensäure regulieren und die Schleimhäute im Verdauungstrakt schützen.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe

Neben den Hauptinhaltsstoffen Glycyrrhizin und Glycyrrhetinsäure finden sich in der Süßholzwurzel auch Flavonoide, Cumarine und über 400 weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Verbindungen tragen zusätzlich zu den vielfältigen heilsamen Eigenschaften der Wurzel bei und ergänzen die Wirkung der Triterpensaponine.

Gesundheitliche Wirkungen der Süßholzwurzel

Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel entfalten im Körper vielfältige Wirkungen. So regen bestimmte Wirkstoffe die Bronchialschleimhaut dazu an, mehr dünnflüssiges Sekret zu bilden, was den Schleim-Abtransport bei Erkältungen erleichtert.

Magenschutz und Regulierung der Säureproduktion

Andere Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel besitzen entzündungshemmende Effekte, vermindern die Magensäureproduktion und können sogar Helicobacter pylori-Bakterien bekämpfen. Darüber hinaus zeigen Süßholzwurzelextrakte eine krampflösende und motilitätsregulierende Wirkung auf Magen und Darm.

Entzündungshemmende und antimikrobielle Aktivität

Die entzündungshemmende und antimikrobielle Aktivität der Süßholzwurzel kann verschiedene Beschwerden positiv beeinflussen. Die Wirkstoffe tragen dazu bei, Entzündungen zu reduzieren und somit den Körper vor schädlichen Mikroorganismen zu schützen.

Verwendung und Dosierung von Süßholzwurzel

Süßholzwurzelextrakte werden in Fertigarzneimitteln wie Iberogast® Classic und Iberogast® ADVANCE eingesetzt, aber auch in Kräutertees. Die Anwendung von Süßholzwurzel sollte mit einem Arzt oder in der Apotheke abgestimmt werden, da eine dauerhafte Einnahme in höherer Dosierung von Süßholzwurzel Nebenwirkungen wie Bluthochdruck oder Wassereinlagerungen verursachen kann. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Einnahme der Süßholzwurzel nur für begrenzte Zeiträume.

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In Fertigarzneimitteln und Kräutertees

Neben der Verwendung in Fertigarzneimitteln wie Iberogast® findet die Süßholzwurzel auch in Kräutertees Anwendung. Dort entfaltet sie ihren charakteristischen süßen Geschmack und kann als natürliches Heilmittel eingesetzt werden.

Empfohlene Dosierung und Einnahmedauer

Die empfohlene Dosierung von Süßholzwurzel und die Einnahmedauer sollten individuell mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Eine Dauereinnahme in höheren Dosen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, weshalb eine begrenzte Einnahme der Süßholzwurzel ratsam ist.

Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen

Obwohl die Süßholzwurzel im Allgemeinen gut verträglich ist, können bei längerer Anwendung und höherer Dosierung Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen, Bluthochdruck und Kaliumverlust auftreten. Daher sollten Menschen mit bestehenden Erkrankungen wie Hypertonie, Nieren- oder Herzschwäche sowie Schwangere Süßholzwurzel nicht anwenden.

Risiken bei Bluthochdruck und Nierenerkrankungen

Da Süßholzwurzel den Blutdruck erhöhen und die Nierenfunktion beeinflussen kann, ist bei Personen mit Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen besondere Vorsicht geboten. In solchen Fällen sollte die Einnahme unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Zusätzlich können Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten wie Diuretika oder Herzglykosiden auftreten. Aus diesem Grund ist es ratsam, vor der Einnahme von Süßholzwurzel-haltigen Präparaten Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Anwendung in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft sollte der Einsatz von Süßholzwurzel nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen, da Nebenwirkungen für Mutter und Kind nicht ausgeschlossen werden können.

Anbau und Ernte für Iberogast® Präparate

Für die Herstellung von Iberogast® Präparaten wird die Süßholzwurzel überwiegend aus kontrollierter Wildsammlung bezogen, meist im mittleren und Fernen Osten wie China oder Usbekistan. Die Süßholzwurzeln werden dort aus dem Boden gegraben, wobei ein Teil der Wurzeln im Boden verbleibt, um den Neuaufwuchs der Pflanzen zu sichern. Die Sammlung erfolgt nach den Vorgaben der GACP-Richtlinien zur Qualitätssicherung bei der Gewinnung von pflanzlichen Ausgangsstoffen.

Nach der Ernte werden die Wurzeln gereinigt, geschält, geschnitten und schonend getrocknet, bevor sie weiterverarbeitet werden. Dieser sorgfältige Prozess stellt sicher, dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel erhalten bleiben und ihre wichtigen Wirkungen in den Iberogast® Präparaten entfalten können.

Interessante Fakten zur Süßholzwurzel

Wussten Sie bereits, dass die interessante Süßholzwurzel ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Westasien stammt und dort auch heute noch angebaut wird? Die gelbe Wurzel der Pflanze blüht im Frühsommer wunderschön in blaulila Farbtönen. Außerdem ist die beliebte Lakritze nichts anderes als eingedickter Süßholzsaft.

Interessantes über die Süßholzwurzel Fakten
Herkunft Mittelmeerraum und Westasien
Blüte Blaulila im Frühsommer
Lakritze Eingedickter Süßholzsaft
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Diese und viele weitere faszinierende Fakten machen die Süßholzwurzel zu einer wahren Wunderpflanze mit einer langen Tradition in der Heilkunde.

Süßholzwurzel in Iberogast® Produkten

Als fester Bestandteil in Iberogast® Classic und Iberogast® ADVANCE entfalten die Extrakte der Süßholzwurzel ihre wichtigen Wirkeigenschaften. Laut Studien trägt Süßholzwurzel in diesen Produkten insbesondere zur Aktivierung und Entspannung der Magen-Darm-Muskulatur, Säureregulierung, Entzündungshemmung und zum Schleimhautschutz bei.

Beiträge zur Wirksamkeit

Die Konzentration von Süßholzwurzel-Extrakt ist in beiden Iberogast® Präparaten identisch, sodass Patienten mit akuten oder chronischen Beschwerden von den Vorteilen der Heilpflanze profitieren können.

Präparate mit Süßholzwurzel-Extrakt

Sowohl Iberogast® Classic als auch Iberogast® ADVANCE enthalten standardisierte Süßholzwurzel-Extrakte, die ihre wichtigen Wirkungen im Magen-Darm-Trakt entfalten.

Fazit

Die Süßholzwurzel ist eine seit der Antike bekannte Heilpflanze, deren Inhaltsstoffe vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten können. Neben ihrer schleimlösenden, entzündungshemmenden und magenschützenden Eigenschaften, zeigt die Süßholzwurzel auch krampflösende und antimikrobielle Effekte. Allerdings sollte ihre Einnahme aufgrund möglicher Nebenwirkungen stets mit einem Arzt oder Apotheker abgestimmt werden.

In Iberogast® Produkten trägt die standardisierte Süßholzwurzel-Extraktion maßgeblich zur Wirksamkeit bei akuten und chronischen Magen-Darm-Beschwerden bei. Die Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Süßholzwurzel zeigt, dass diese Heilpflanze ein wertvoller Bestandteil in der Behandlung von Verdauungsproblemen sein kann.

FAQ

Was ist die Süßholzwurzel?

Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) ist eine seit der Antike bekannte Heilpflanze, deren Wurzeln vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten können. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und ist im Mittelmeerraum sowie in Westasien und China beheimatet.

Welche Inhaltsstoffe enthält die Süßholzwurzel?

Die Süßholzwurzel enthält 2-15% Triterpensaponine, wobei Glycyrrhizin der Hauptwirkstoff ist. Darüber hinaus finden sich Flavonoide, Cumarine und über 400 weitere sekundäre Pflanzenstoffe.

Wie wirkt die Süßholzwurzel im Körper?

Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel entfalten vielfältige Wirkungen im Körper. Sie regen die Bronchialschleimhaut zur Produktion von dünnflüssigem Schleim an, haben entzündungshemmende Effekte, reduzieren die Magensäureproduktion und bekämpfen Helicobacter pylori-Bakterien. Außerdem zeigen Süßholzwurzelextrakte eine krampflösende und motilitätsregulierende Wirkung auf Magen und Darm.

Wo wird die Süßholzwurzel verwendet?

Süßholzwurzelextrakte werden in Fertigarzneimitteln wie Iberogast® Classic und Iberogast® ADVANCE sowie in Kräutertees eingesetzt. Die Dosierung sollte mit einem Arzt oder in der Apotheke abgestimmt werden, da eine dauerhafte Einnahme in höherer Dosis Nebenwirkungen verursachen kann.

Welche Nebenwirkungen kann die Einnahme von Süßholzwurzel haben?

Bei längerer Anwendung und höherer Dosierung können Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen, Bluthochdruck und Kaliumverlust auftreten. Daher sollten Menschen mit bestehenden Erkrankungen wie Hypertonie, Nieren- oder Herzschwäche sowie Schwangere Süßholzwurzel nicht anwenden.

Woher stammt die Süßholzwurzel, die in Iberogast® Produkten verwendet wird?

Für die Herstellung von Iberogast® Präparaten wird die Süßholzwurzel überwiegend aus kontrollierter Wildsammlung im mittleren und Fernen Osten bezogen. Die Sammlung erfolgt nach den Vorgaben der GACP-Richtlinien zur Qualitätssicherung.

Wie tragen die Extrakte der Süßholzwurzel zur Wirksamkeit von Iberogast® bei?

Laut Studien trägt Süßholzwurzel in Iberogast® Classic und Iberogast® ADVANCE insbesondere zur Aktivierung und Entspannung der Magen-Darm-Muskulatur, Säureregulierung, Entzündungshemmung und zum Schleimhautschutz bei.

Quellenverweise