Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl an Heckenpflanzen sowohl aus Mitteleuropa als auch aus fernen Ländern in Asien oder Amerika. Die heimischen Gewächse bieten den Vorteil, dass sie an das Klima in Deutschland angepasst sind und auch kältere Winter unbeschadet überstehen. Außerdem macht es Sinn, aus Gründen des Biotopschutzes auf regional vorkommende Gehölze zurückzugreifen. Zu den beliebtesten Heckenpflanzen gehören deshalb die Eibe und die Hainbuche.
Was macht die Hainbuche so besonders?
Die Hainbuche unterscheidet sich deutlich von der ebenfalls häufig als Heckenpflanze genutzten Eibe. Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum mit roten Beeren, die Hainbuche gehört zu den Laubbäumen. In unseren Wäldern erreichen die Buchen eine Höhe von mehreren Metern. Als Hecke erhält der Baum regelmäßig einen Rückschnitt. Auf diese Weise entsteht schon nach relativ kurzer Zeit eine dichte Sichtbarriere. Wer eine Hainbuche bei Heckenpflanzendirekt bestellt, erwirbt eine robuste Pflanze, die keine speziellen Ansprüche an den Boden stellt und auch schwierige Verhältnisse toleriert. Sie eignet sich sogar für etwas feuchtere Standorte, wo andere Heckenpflanzen versagen. Die Hainbuche gehört zwar zu den klassischen laubabwerfenden Bäumen, verliert ihre Blätter aber oft erst im Frühling. Im Herbst färbt sich das Laub braun, bleibt überwiegend an den Ästen hängen, um dann im Frühling mit dem Austreiben des neuen Blattwerks abzufallen. Somit bleibt der ursprüngliche Nutzen der Hecke, das Grundstück vor neugierigen Blicken zu schützen, oft das ganze Jahr über erhalten.
Das sind die Vorteile der Hainbuche im Überblick
Die Hainbuchenhecke wächst unter normalen Umständen etwa 20 bis 40 Zentimeter im Jahr. Sie lässt sich leicht nach Belieben in Form schneiden und somit problemlos kürzen. Die Pflanze verträgt sogar starke Rückschnitte, die bis zum Holz reichen. Das anspruchslose Gewächs gedeiht in der Sonne ebenso wie im Schatten und Halbschatten und ist nicht nur feuchtigkeitstolerant, sondern auch weniger empfindlich gegen Trockenheit als viele andere Pflanzen. Als heimischer Baum übersteht die Hainbuche selbst frostreiche Winter zumeist ohne Schaden. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für die Vögel, denn diese nutzen die feinen Äste der dichten Hecke gerne als Nistplätze und finden darin reichlich Nahrung.
Pflanzzeit und Pflege der Hainbuchenhecke
Die beste Zeit zur Pflanzung einer Hainbuchenhecke ist von Oktober bis April. Lediglich bei starkem Frost macht das Pflanzen keinen Sinn. Der Abstand zwischen den einzelnen Gewächsen beträgt im Idealfall 50 bis 80 Zentimeter. Auf diese Weise wächst die Hecke in der gewünschten Dichte. Der Form- und Rückschnitt erfolgt am besten einmal jährlich in der warmen Jahreszeit, beispielsweise im Juni oder Juli. Auch der Spätwinter ist hierfür die perfekte Zeit. Möglich sind zudem zwei Rückschnitte pro Jahr. Der Baum stellt kaum Ansprüche an den Boden, bevorzugt aber kalkhaltige und nährstoffreiche Erde.
Was ist der Unterschied zur Rotbuche
In unseren heimischen Wäldern ist zudem die Rotbuche zu Hause. Allerdings eignet sich diese weniger gut zum Pflanzen einer Hecke. Die Rotbuche verliert im Winter häufiger ihre Blätter, wobei der Austrieb im Frühjahr eher ungleichmäßig erfolgt. Die Feuchtigkeitstoleranz ist nicht so stark ausgeprägt wie bei der Hainbuche. Und letztendlich gehört die auch als Weißbuche bezeichnete Hainbuche botanisch gar nicht zu den Buchengewächsen, sondern zur Familie der Birken.




