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Allgemein, KarriereWege, News

Den Fokus in der Pandemie verloren? Mit dem Coaching „Mindful (Self-) Leadership – Dein fokussierter (Karriere-)Fahrplan nach der Pandemie“ möchte die IHJO ab dem 16. Mai Promovierende unterstützen, die eigene Karriereplanung (wieder) in den Blick zu nehmen. Dr. Jasmin Overberg (JO), Referentin PraxisPromotion, verrät im Interview, mit welchen Herausforderungen Promovierende konfrontiert sind und wie das Coaching ihnen helfen kann. 

 

IHJO: Wie ist die Idee für den Kurs „Mindful (Self-) Leadership – Dein fokussierter (Karriere-)Fahrplan nach der Pandemie“ entstanden?

JO: Wir vom Teilprojekt KarriereWege haben festgestellt, dass Promovierende von der Pandemie stark betroffen waren und mit vielfältigen Herausforderungen umgehen mussten – und immer noch müssen. Besonders Promovierende mit Kindern mussten schauen, wie sie neben Care Arbeit Zeit und Kraft für ihre Dissertation aufbringen konnten. Aber auch Promovierende ohne Kinder waren mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert.

Die Corona-Pandemie stellt eine große psychische Belastung dar: Der Austausch mit anderen, der gerade im Zuge einer Promotion wichtig ist, ist weggefallen. Konferenzen konnten nicht oder nur digital stattfinden. Für Personen, die in den Naturwissenschaften promovieren, waren Zugänge zu Laboren oder technischen Geräten nicht möglich. Dadurch hat sich eine Menge Arbeit angestaut. Aufgrund der erschwerten Bedingungen ist die Karriereplanung bei vielen in den Hintergrund gerückt. Daraus entwickelte sich der Wunsch, ein maßgeschneidertes Angebot für Promovierende und Post-Docs zu schaffen. Der Kurs „Mindful (Self-) Leadership – Dein fokussierter (Karriere-)Fahrplan nach der Pandemie“ berücksichtigt die vielen Unsicherheiten durch die Pandemie. Das Angebot soll einerseits helfen, den verlorenen Fokus wiederzugewinnen und andererseits dabei unterstützen, die Karriereplanung in den Blick zu nehmen.

 

IHJO: Warum nimmt das Format besonders Promovierende bzw. deren Karrierefahrpläne in den Blick?

JO: Um eine Promotion erfolgreich zu bewältigen, muss man sich sehr gut selbst organisieren. Das Forschungsprojekt aus eigener Kraft voranzutreiben, kann anstrengend sein. Diese Kompetenz wird nach Abschluss der Promotion auf dem außerakademischen Markt ein Vorteil sein – auch Selbstorganisation, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz sind gefragte Kompetenzen. In der Pandemie dagegen wurde dieser Aspekt zu einer besonders großen Herausforderung. Denn auch wenn Promovierende sehr eigenständig arbeiten, ist der regelmäßige Austausch gewinnbringend und wichtig.

Wenn ich an meine eigene Promotion zurückdenke, stelle ich fest: Für mein Forschungsprojekt war ich alleine verantwortlich, aber vorangetrieben hat mich vor allem der Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich ihnen Teile meiner Dissertation vorgestellt habe, wurde ich gezwungen, meine Gedanken zu ordnen und Inhalte verständlich zusammenzufassen. Das war eine wichtige Antriebsquelle für mich. Wer diesen externen Druck nicht hat, kann leicht den Fokus verlieren. Genau da möchten wir mit unseren Gruppencoachings ansetzen.

 

IHJO: Wie können sich Promovierende die Gruppencoachings konkret vorstellen?

JO: In insgesamt fünf Gruppencoachings im Abstand von drei bis vier Wochen werden 15 effektive Tools des Mindful (Self-) Leaderships vermittelt. Das Angebot wird online durch die Bremer Coaches von Ludewig.Team durchgeführt und ist für Promovierende und Postdocs kostenfrei. Die Reihe startet am 16. Mai; die Coaching-Termine erstrecken sich über einen Nachmittag – von 12 bis 18 Uhr. Im Grunde erlernen die Teilnehmenden, Achtsamkeit und Selbstfürsorge in Selbstführungsstrategien zu übersetzen, zu unterscheiden, was änderbar ist und was nicht, um so auch in unsicheren Situationen berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Auf einer übergeordneten Ebene möchten wir zum Nachdenken anregen: Welche Herausforderungen habe ich in den letzten zwei Jahren gemeistert? Inwiefern habe ich meine Selbstführung auf ein anderes Level gebracht? Was bedeutet das für meine zukünftige Karriereplanung? Und wie kann ich die erworbenen Kompetenzen in der außerakademischen Praxis einsetzen? Was ich spannend finde, ist, dass man im Coaching erst einmal einen Blick zurückwirft. Zunächst nehmen die Teilnehmenden die Retrospektive ein und reflektieren, welchen Einfluss die Pandemie auf ihre Gefühle, Grenzen und die eigene Handlungsfähigkeit hatte. Eingebettet in Achtsamkeitsübungen setzen sich die Teilnehmenden Ziele für die Zukunft. Thematisiert werden außerdem Trends auf dem außerakademischen Arbeitsmarkt. Zum Abschluss der Reihe wird ein individueller Fahrplan für die kommenden Jahre entwickelt.

 

IHJO: Mit welchen Veränderungen der Arbeitswelt müssen Promovierende zukünftig umgehen?

JO: Ich glaube, dass die Arbeitswelt sich in Zukunft noch schneller verändern wird. Viele Promovierende – insbesondere jene mit Fächern, die mit keinem festen Berufsbild verknüpft sind – haben Bedenken, keinen Platz auf dem außerakademischen Arbeitsmarkt zu finden. Ich habe festgestellt: Es kommt nicht nur darauf an, welches Fachwissen eine Person mitbringt. Fast genauso wichtig sind überfachliche Kompetenzen, wie zum Beispiel die Motivation, sich konsequent weiterzubilden und offen für Neues zu sein. Die Pandemie war eine gute Übung dafür. Hier hilft es, einen Blick zurückzuwerfen und Erfahrungen zu reflektieren: Wie habe ich mich in der Pandemie verhalten? Inwiefern haben sich meine Kompetenzen entwickelt oder gefestigt? Daraus lassen sich wichtige Erkenntnisse ableiten, die in die Arbeitswelt transferiert werden können. Promovierende müssen also langfristig gut mit Veränderungen umgehen können. Wichtig ist auch eine hohe Bereitschaft, Lösungen für aktuelle Problemstellungen zu entwickeln.  

 

IHJO: Der Titel der Veranstaltung lautet „Mindful (Self-) Leadership – ein fokussierter (Karriere-)fahrplan nach der Pandemie“ – ist es auch okay, mal keinen Plan zu haben?

JO: Ja, auf jeden Fall. In anderen Formaten der IHJO berichten Role Models regelmäßig von ihren individuellen Karrierewegen nach der Promotion. Ich habe eine spannende Beobachtung gemacht: Von außen betrachtet wirken die Karrierewege sehr strukturiert und geplant. Letztendlich entspricht das aber nicht der Realität. Zufälle haben eine große Rolle gespielt. Rückwirkend betrachtet wirken manche Karrierewege bewusst geplant, in den wenigsten Fällen war dies Absicht. Die Role Models, die wir eingeladen haben, hatten nicht den einen konkreten Plan – und darum soll es auch in unseren Coachings nicht gehen. Es ist nicht notwendig, einen Schritt nach dem anderen zu planen und zu wissen, wo der Plan endet. Es geht eher darum, konkrete Rahmenbedingungen abzustecken, die auf dem Weg hilfreich sein können: Welche Werte vertrete ich? Welche Voraussetzungen muss mein zukünftiger Arbeitgeber mitbringen? Wichtig ist es, achtsam mit sich selbst zu sein und sich von anderen scheinbar stringenten Karrierewegen nicht stressen zu lassen.

 

IHJO: Wie fügen sich die Gruppencoachings in weitere Angebote der IHJO für Promovierende ein?

JO: Die Gruppencoachings können sowohl als Ergänzung zu anderen Formaten für Promovierende verstanden werden – als auch als separates Angebot. Das verbindende Element all unserer Formate ist die Frage „Was kann und was möchte ich nach der Promotion beruflich machen?“. Ganz neu ist der Fokus auf die Themen Achtsamkeit und (Self-) Leadership. Damit unterscheiden sich die Coachings von Angeboten wie die Reihe „Should I stay or should I go“, in denen es um das Kennenlernen von Karrierewegen, aber weniger um die eigene persönliche Entwicklung geht.

 

IHJO: Was nehmen Promovierende im besten Fall von den Gruppencoachings mit?

JO: Ich wünsche mir, dass die Teilnehmenden mit einem guten Gefühl aus den Coachings gehen. Wenn es uns gelingt, den inneren Antrieb der Promovierenden zu aktivieren, bin ich zufrieden. So einfach es auch erscheinen mag, sich mit der eigenen beruflichen Karriereplanung zu beschäftigen – in der Pandemie wurde uns viel abverlangt. Das Nachdenken über die Zukunft kann dabei helfen, Blockaden zu überwinden und neue Kraft für die Karriereplanung und die Arbeit am Promotionsvorhaben zu aktivieren. Außerdem möchten wir Promovierenden die Möglichkeit geben, sich untereinander auszutauschen. Es kann auch schön sein, wenn man hört: Anderen geht es ähnlich. In diesem Fall hoffe ich, dass sie sich vernetzen und Tipps miteinander teilen. Vielleicht entstehen ja auch Austauschmöglichkeiten über das Coaching hinaus. Das würde ich begrüßen.

 

Termine:

1. Modul: Montag, 16.05.2022

2. Modul: Mittwoch, 08.06.2022

3. Modul: Mittwoch, 13.07.2022

4. Modul: Montag, 15.08.2022

5. Modul: Mittwoch, 07.09. 2022

 

Hier können Sie sich für den Kurs “Mindful (Self-) Leadership – Dein fokussierter (Karriere-)Fahrplan nach der Pandemie” anmelden.

 

Bei Fragen zum Gruppencoaching oder Interesse an Veranstaltungen für Promovierende wenden Sie sich gerne an Dr. Jasmin Overberg (jasmin.overberg@uni-oldenburg.de).

Für mehr Informationen lesen Sie außerdem hier weiter: ihjo.de/karrierewege

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Allgemein, Innovation(s)Mobil, News

Ab Mai ist die mobile Plattform der IHJO wieder als Innovation(s)Mobil unterwegs.

 

Um Impfungen unkompliziert und direkt vor Ort zu ermöglichen, hatte die IHJO ihr Innovation(s)Mobil im Sommer 2021 zum ImpfMobil umgebaut. Der umgebaute Truck verfügte über zwei Impfstraßen, in denen täglich bis zu 120 Personen geimpft werden konnten.

An insgesamt sieben Standorten sind seitdem über 4.100 Personen geimpft worden. Die Impftermine haben jeweils in Kooperation zwischen der IHJO, lokalen Gesundheitsämtern und Impfzentren und Hilfsorganisationen wie dem Malteser Hilfsdienst oder der Johanniter-Unfall-Hilfe stattgefunden. Insgesamt 26 Tage lang ist das ImpfMobil im Einsatz gewesen.

Zuletzt war das ImpfMobil Ende März 2022 in Nordenham. Nun wird es zum Innovation(s)Mobil zurückgebaut, um für mobile Ausstellungen, Vorträge oder interaktiven Unterricht zur Verfügung zu stehen. Die nächsten Einsätze des Innovation(s)Mobils sind im Mai in Oldenburg und Bremen: Das Projekt AEQUIPA, an dem unter anderem Forschende der Jade Hochschule und des OFFIS – Institut für Informatik der Universität Oldenburg beteiligt sind, präsentiert Forschungsergebnisse zur Gesundheitsprävention bei älteren Menschen. Weitere Informationen und Termine zum Innovation(s)Mobil finden sich hier: https://ihjo.de/innovationsmobil/


Foto: Thomas Weber/ Picture-Weber – Varel

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Allgemein, Innovation(s)Management, News

Veranstaltung „Innovation(s)Dialog“ zeigte Perspektiven aus Wissenschaft und Unternehmen auf.

Welche Rolle können Roboter in Unternehmen heute und zukünftig spielen? Nehmen sie uns lästige Arbeiten ab oder vernichten sie Arbeitsplätze? Ist ihr Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen überhaupt sinnvoll? Und welche Möglichkeiten bieten Cobots – kollaborierende Roboter, die mit Menschen interagieren können? Um diese Fragen ging es bei der Online-Veranstaltung „Innovation(s)Dialog Jade-Oldenburg!“ des Projekts „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“ (IHJO) in Kooperation mit der Roboterfabrik Wilhelmshaven am 8. März. Wie bereits bei den vorherigen Veranstaltungen der Reihe Innovation(s)Dialog tauschten sich Vertreter_innen aus Wissenschaft und Unternehmen aus: Olena Kuzmicheva, Professorin für Roboter- und Handhabungstechnik an der Jade Hochschule, ordnete das Thema wissenschaftlich ein. Wie der Einsatz von Cobots konkret aussehen kann, berichtete Christoph Wenk, Geschäftsführer der cwTec Gesellschaft für Werkzeug- und Maschinenbau mbH.

Vom Roboter zum Cobot – die Perspektive der Wissenschaft

Kuzmicheva stellte heraus, welche Vorteile Cobots gegenüber herkömmlichen Industrierobotern haben: Während letztere in menschenfreien Umgebungen immergleiche Aufgaben erledigen, sind Cobots flexibler einsetzbar. Sie können mit Menschen interagieren, von ihnen für diverse Aufgaben programmiert werden und an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden. Dennoch waren laut Angaben der International Federation of Robotics im Jahr 2019 nur knapp fünf Prozent der weltweit neu installierten Roboter in Unternehmen Cobots.

Die Gründe hierfür sind laut Kuzmicheva vielfältig: Trotz der Tatsache, dass die Cobots meistens auch ohne tiefergehende Programmierkenntnisse bedient werden können und deutlich benutzerfreundlicher sind als klassische Industrieroboter, existieren gerade bei kleineren Unternehmen zahlreiche Vorbehalte, die längst nicht mehr zutreffend sind. Darüber hinaus müssen bei der Arbeit mit Cobots viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Damit die Roboter direkt mit Menschen interagieren können, arbeiten sie zum Beispiel langsamer und stoppen automatisch, wenn ein unerwünschter Kontakt erfolgt. Dennoch muss für jede einzelne Anwendung eine umfangreiche Risikoanalyse durchgeführt werden, um sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Das bedeutet für Unternehmen ein nicht zu vernachlässigender Aufwand und schreckt vor dem Cobot-Einsatz ab. 

Effizienzgewinn und Sicherheitsaspekte – Erfahrungen aus der Praxis

Wie der Einsatz von Cobots in der Praxis aussehen kann, berichtete Christoph Wenk, Geschäftsführer der Firma cwTec, die seit dem Jahr 2016 mit einem Cobot arbeitet. Für den Cobot entschied er sich unter anderem deshalb, weil er anders als herkömmliche Industrieroboter nicht umzäunt werden muss und daher Platz spart. Die Kehrseite sind teilweise umfangreiche Sicherheitskonzepte. Dennoch hat sich der Einsatz des Cobots aus Wenks Sicht gelohnt: In bisher 1.500 Stunden bearbeitete der Roboter etwa 200.000 Teile, ohne nennenswerten Verschleiß. Mitarbeiter_innen nutzen den Cobot gerne im täglichen Einsatz, um sich wiederholende Aufgaben an den Roboter abzugeben.

Mehr für Robotik-Interessierte bei „Cobots in Action“ am 23. Juni

In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass bei vielen Unternehmen im Nordwesten ein Informationsbedarf zum Thema besteht. An der Jade Hochschule gibt es das Projekt „Roboterfabrik“, um diesen Bedarf zu decken: Es sensibilisiert und informiert Unternehmen, Hochschulangehörige und Schüler_innen zum Thema Robotik. Mit „Cobots in Action“ findet am 23. Juni in Wilhelmshaven die nächste Informationsveranstaltung der Roboterfabrik statt.

Foto: Adobe Stock/Lukassek

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Allgemein, News

Wissenschaft kurz und bündig: In seinem neuen Workshop „Science Teaser“ hilft Jens-Steffen Scherer Wissenschaftler_innen dabei, ihre Forschungsthemen in einminütigen Videos zu präsentieren.

Jens-Steffen, ein Kurzvideo ist für die meisten Forschenden kein gängiges Format, um sich und ihre Forschung vorzustellen. Warum bietest du hierzu den Workshop „Science Teaser“ an?

Viele Forschende arbeiten an spannenden und gesellschaftlich relevanten Themen, aber viel zu selten erfahren Personen, die selbst nicht als Wissenschaftler_innen arbeiten, etwas darüber. Ein Science-Teaser-Video kann helfen, andere über die eigene Forschung zu informieren und auf sie neugierig zu machen, zum Beispiel auf der eigenen Website oder auf Social-Media-Kanälen. Den Workshop habe ich in Kooperation mit der IHJO erstellt. Als Transferprojekt hat sich die IHJO das Ziel gesetzt, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Daher bietet sie auch an, die fertigen Videos auf ihrer Webseite zu präsentieren. Geeignete Videos könnten auch im Blog „ForschungsNotizen“ der IHJO veröffentlicht werden.

Viele Forschende arbeiten über Jahre an ihren Themen. Da erscheint eine Minute sehr kurz…

Das stimmt, aber gerade dadurch besteht eine gute Chance, dass die Videos auch vollständig angeschaut werden. Und als Forschende oder Forschender bekommt man einen neuen Blick dafür, was wirklich die Kernfrage der eigenen Arbeit ist. Um die geht es in den Videos, nicht um eine komplette Zusammenfassung der eigenen Forschung. Dafür reicht eine Minute selbstverständlich nicht aus.

An wen richtet sich der Workshop?

An alle Forschenden der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule und aller An-Institute, die aktuell an einem eigenen Projekt arbeiten – das kann die Promotion, aber auch eine Master-, Bachelor- oder sogar Seminararbeit sein. Wichtig ist vor allem, dass man sich für Wissenschaftskommunikation interessiert und mehr darüber lernen will.

Wie sieht der Workshop genau aus?

Der Workshop ist auf Stud.IP verfügbar, sodass man bei Interesse jederzeit mit ihm beginnen kann. In Texten, Audiodateien und Videos erkläre ich die einzelnen Schritte von der Idee bis zum fertigen Video. Am Anfang gebe ich einen Überblick über das Format „Science Teaser“. Dann geht es darum, die Zielgruppe genauer in den Blick zu nehmen und einen spannenden Aufhänger zu finden, der neugierig auf die eigene Forschung macht. Danach sprechen wir insbesondere über die Kernbotschaft der eigenen Forschung und ich gebe Tipps zu Kameraeinstellungen, zum Sprechen vor der Kamera und zum Schnitt.

Wie lange dauert es, im Rahmen des Workshops ein Video zu machen? Was braucht man dafür?

Um den Workshop einmal von Anfang bis Ende anzuschauen, braucht man ungefähr eine Stunde. Um das Video zu produzieren, sollte man zusätzlich etwa fünf Stunden einplanen. Das ist aber nur eine ungefähre Angabe, denn der Arbeitsaufwand ist je nach eigenen Vorerfahrungen und dem eigenen konkreten Forschungsthema sehr unterschiedlich. Übrigens braucht man für den Dreh kein besonderes Equipment: Ein Smartphone reicht, ein Stativ wäre hilfreich.

Was hast du selbst für Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation gesammelt?

Ich habe Psychologie und Neurowissenschaften studiert und promoviere gerade an der Universität Oldenburg in der Arbeitsgruppe Computational Neuroscience. Neben meiner Forschungsarbeit bin ich schon bei Science Slams aufgetreten, war Autor für die Sendung „Planet Wissen“ und arbeite aktuell als Moderator, zum Beispiel im Podcast „Hirngehört“ über Oldenburger Forschung. Etwas von meinen Erfahrungen und meiner Begeisterung möchte ich in dem Workshop weitergeben.

Was für Möglichkeiten gibt es, dich und den Workshop genauer kennenzulernen und mit anderen Teilnehmenden in Kontakt zu kommen?

Zum einen werde ich am 7. April 2022 von 16 bis 19 Uhr zusammen mit dem Teilprojekt KarriereWege der IHJO einen Live-Onlineworkshop anbieten, in dem ich die Idee des Science Teasers vermittle. Dort besteht auch die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Anmelden kann man sich ab sofort unter https://ihjo.de/anmeldeformular-science-teaser/.

Zum anderen wird der Workshop “Science Teaser” ab April dauerhaft in Stud.IP bereitstehen, sodass Interessierte sich jederzeit und unkompliziert anmelden können. Dazu einfach in der Stud.IP-Suche nach „Science Teaser“ suchen.

Viele interessieren sich für Wissenschaftskommunikation, aber nicht alle stehen gerne vor der Kamera. Welche Alternativen gibt es für sie?

Viele! Vom Wissenschaftsblog über den Science Slam bis zum Vortrag bei einem Barcamp ist für jede und jeden etwas dabei. Wer nach Inspiration sucht, findet zum Beispiel bei wissenschaftskommunikation.de vielfältige Möglichkeiten und Ideen.

 

Foto: In der Vergangenheit ist Jens-Steffen Scherer unter anderem bei Science Slams aufgetreten. Copyright: Robert Mitschke

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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, News

Corona hat zu einem Digitalisierungsschub geführt – auch in der Kultur. Wie haben Oldenburger Kulturinstitutionen ihre Angebote umgestellt und welche Chancen sehen sie in der Digitalisierung? Um diese Fragen geht es in der Online-Diskussionsveranstaltung „Auf Achse“ am 9. März.

Theater waren geschlossen, Museen durften ebenfalls keine Besucher_innen empfangen. Schüler_innen mussten nicht nur zu Hause lernen, sondern konnten auch nicht in die Musikschule gehen. So sah während der Corona-Pandemie viele Monate lang der Alltag aus. Doch das Kulturleben stand nicht still: Theater und Museen entwickelten digitale Formate, und auch Instrumentalunterricht konnte online stattfinden.

Wie blicken Oldenburger Kulturinstitutionen auf inzwischen zwei Jahre Pandemie zurück? Welche Chancen, aber auch welche Grenzen sehen sie in digitalen Angeboten? Und was planen sie für die Zukunft? Um diese Fragen geht es bei der Online-Veranstaltung „Auf Achse – Kreativ in der Krise“, die am 9. März digital von 19.00 bis 21.00 Uhr stattfindet. Sie wird von der IHJO, der Stadt Oldenburg und dem Schlauen Haus Oldenburg organisiert. Interessierte können sich bis zum Veranstaltungstag unter https://ihjo.de/auf_achse/ anmelden.

Vom YouTube-Kanal bis zum Technical Ballroom – digitale Formate aus Oldenburg

Insgesamt vier Oldenburger Akteure – Staatstheater, Computermuseum, Musikschule und Kulturbüro – berichten an dem Abend von ihren Erfahrungen. Konfrontiert mit Schließungen und anderen Einschränkungen waren alle, doch sie entwickelten unterschiedliche digitale Angebote: Das Computer-Museum baute seine Präsenz auf YouTube aus, die Musikschule stellte auf Online-Unterricht um und organisierte digitale Konzerte. Das Staatstheater plant gerade, mit dem Projekt „Technical Ballroom“ dauerhaft digitale Elemente in seine Vorstellungen einzubinden, um ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Ergänzend zu den Erfahrungsberichten aus diesen drei Kulturinstitutionen erläutert das Kulturbüro, wie es die verschiedenen digitalen Angebote vernetzt. Martin Butler, Professor für Amerikanistik an der Universität Oldenburg, ordnet das Thema des Abends wissenschaftlich ein: In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit Partizipation im Web 2.0.
Im Anschluss an die Beiträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit den Referenten auszutauschen.

Die Veranstaltung ist die insgesamt fünfte der Reihe „Auf Achse“. Ziel der Reihe ist es, übergreifende Entwicklungen für die Region fassbar zu machen und darüber mit Bürger_innen zu diskutieren. In den vergangenen Veranstaltungen wurden zum Beispiel der Klimawandel oder nachhaltige Mobilität thematisiert.

Foto: Paolo Chiabrando/Unsplash

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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, Innovation(s)Management, Innovation(s)Werkstatt, News

Was er in seiner Bachelorarbeit konzipierte, setzte Etienne Légat mithilfe der IHJO in die Praxis um: ein Outdoor Escape Game zur Oldenburger Kunstgeschichte.

Wo ist das Pferd von Graf Anton Günther? Gerade stand es noch auf dem Schlossplatz, jetzt ist es spurlos verschwunden. Eine Gruppe aus Expert_innen macht sich auf die Suche – zumindest im Spiel von Etienne Légat. Seit Dezember 2021 bietet er in Oldenburg ein Outdoor Escape Game an: eine Mischung aus Escape Room und kunsthistorischer Stadtführung. Ähnlich wie in einem Escape Room sollen die Spieler_innen auch hier Rätsel lösen und eine gemeinsame Mission erfüllen. Nebenbei lernen sie einige Kunstwerke in der Oldenburger Innenstadt genauer kennen.

Die Bachelorarbeit: Kunst im öffentlichen Raum spielerisch kennenlernen

Im Oldenburger Spiel „Der geschenkte Gaul“ ist Légat nicht nur als Spielleiter, er hat es auch selbst konzipiert. Der 27-Jährige hat so sein Hobby zum Beruf gemacht, denn für Escape Rooms begeistert er sich schon seit Jahren. Immer wieder besuchte er mit Freund_innen unterschiedliche Escape Rooms, außerdem arbeitete er im Escape-Room Oldenburg. Die Spiele funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Die Spieler_innen müssen sich aus einem Raum befreien, indem sie gemeinsam unterschiedliche Rätsel lösen.

Dass sich das Prinzip auch in der Innenstadt umsetzen lässt, erfuhr er vor etwa zweieinhalb Jahren in Osnabrück: Dort nahm er an einem Spiel zum Westfälischen Frieden teil und war sofort begeistert. „Ich habe so viel gelernt wie in einer klassischen Stadtführung, aber gleichzeitig war das Format interaktiver und spielerischer“, sagt Légat, der an der Universität Oldenburg Kunst und Französisch auf Lehramt studiert. Als er im vergangenen Frühjahr mit seiner Bachelorarbeit begann, war das Thema daher schnell gefunden: Unter der Anleitung von Wiebke Trunk befasste er sich mit Escape Games als Mittel zur Kunstvermittlung im öffentlichen Raum.

Von der theoretischen Idee zum praktischen Spiel

In seiner Arbeit beschäftigte sich Légat nicht nur mit theoretischen Fragen, sondern entwarf auch ein konkretes Konzept für ein Outdoor Escape Game in Oldenburg. Dabei spielte er häufig mit der Idee, sein Konzept in die Realität umzusetzen. „Mir war klar, dass ich meine Bachelorarbeit nicht nur für die Schublade schreiben wollte“, sagt er. Vieles andere blieb unklar: Sollte er sich mit seiner Idee selbstständig machen – und wie geht das? Oder wäre es doch besser, sich einem bestehenden Unternehmen anzuschließen?

Mit diesen Fragen wandte sich Légat an Florian Grubitzsch, der im Teilprojekt Innovation(s)Management der IHJO arbeitet. Grubitzsch erläuterte die Schritte, die bei einer Gründung auf Légat zukommen würden. Um sich jedoch auf die Entwicklung seines Escape Games konzentrieren zu können, anstatt aufwendig eigenes Marketing und den Aufbau einer Webseite zu betreiben, entschloss der Student sich schließlich, nicht selbst zu gründen. Stattdessen schloss er sich einem bestehenden Start-Up für Outdoor Escape Games an. Das Spiel, das er von nun an entwickelte, wollte er gemeinsam mit dem Unternehmen anbieten.

Mit dieser Entscheidung taten sich für Légat neue Fragen auf: Jetzt ging es nicht nur darum, spannende Rätsel rund um die Oldenburger Kunstgeschichte zu entwickeln, sondern auch seine Zielgruppe einzugrenzen, sein Konzept auszutesten und Kontakte zur Vermarktung des Spiels zu knüpfen. Dabei tauschte er sich regelmäßig mit Grubitzsch aus, der ihn an Ansprechpersonen – unter anderem im Stadtmanagement – verwies und Testspieler_innen vermittelte.

Tonaufnahmen im Innovation(s)Labor digital, Schrauben in der Innovation(s)Werkstatt

Légats Konzept wurde immer konkreter, auch was die speziellen Herausforderungen eines Outdoor Escape Games betrifft. „In herkömmlichen Escape Rooms liegen die Rätselunterlagen einfach im Raum aus – das ist in der Stadt natürlich so nicht möglich“, erklärt er. Stattdessen bringt er beispielsweise Kunstwerke zum Sprechen, indem er Lautsprecher hinter ihnen platziert.

Ein befreundeter Schauspieler sprach Légats Texte ein – wiederum mit Unterstützung der IHJO. Grubitzsch verwies den Studenten an das Innovation(s)Labor digital, das Interessierten unter anderem ein Aufnahmestudio zur Verfügung stellt. Mit der Hilfe von Timo Kasselmann, Mitarbeiter im Innovation(s)Labor, erstellten die beiden das Audiomaterial.

Inzwischen ist das Spiel fertig, aber Légat feilt weiter am Konzept. Als Spielleiter tritt er in unterschiedlichen Rollen auf, auch als Graf Anton Günther höchstpersönlich. Doch was wäre dieser ohne sein weißes Pferd – und was wäre Oldenburg ohne Fahrräder? „Ich habe mir daher überlegt, ein Fahrrad zum Pferd umzubauen“, sagt Légat. Florian Juds, Mitarbeiter in der Innovation(s)Werkstatt, unterstützt ihn dabei, dem Fahrrad einen Pferdekopf und einen Schweif zu verleihen.

Rückblickend schätzt Légat besonders, wie sich die Beratung des Innovation(s)Managements und die Hilfe bei der praktischen Umsetzung seiner Idee ergänzten. „An der IHJO haben verschiedene Zahnräder ineinandergegriffen, um mich während der gesamten Spielentwicklung zu unterstützen“, sagt er.


Bild: In der Innovation(s)Werkstatt arbeitet Etienne Légat (links) mit Florian Juds daran, ein Fahrrad umzubauen. 

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Allgemein, KarriereWege, News

Spannende Einblicke hinter Unternehmenskulissen bietet die Reihe „Afterwork bei…“. In dem Online-Format kommen Studierende und Unternehmensvertreter_innen nach Feierabend zum Netzwerken und Diskutieren zusammen.

Gibt es in regionalen Unternehmen passende Jobangebote für mich? Was und vor allem wer steckt hinter den oft englischen Berufsbezeichnungen – und wie sehen die Karrierewege dahinter aus? Inwiefern setzen sich regionale Unternehmen mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Nachhaltigkeit und politischem Engagement auseinander?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Studierende, die in der Region auf Jobsuche sind. Auf Unternehmenswebseiten werden sie oft nicht fündig. Pandemiebedingt fehlen darüber hinaus weitere Kontaktmöglichkeiten wie Messen und Tage der offenen Tür. Auch den Unternehmen bleiben wenige Gelegenheiten, sich nahbar zu präsentieren.

Wie Studierende und Unternehmen zusammenkommen

Diese Hürden möchte die IHJO überwinden und Studierende in Kontakt mit Unternehmen in der Region bringen: Die Veranstaltungsreihe „Afterwork bei…“ führt interessierte Studierende und jeweils ein regionales Unternehmen in lockerer Atmosphäre zusammen.

Die etwa zweistündigen Online-Veranstaltungen beginnen nach Feierabend mit einem gegenseitigen Kennenlernen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, sich in virtuellen Themenräumen auf Augenhöhe auszutauschen. Aus erster Hand erfahren Studierende etwas über den Alltag in den Unternehmen und auch, wie individuelle Karrierewege der Mitarbeitenden aussehen und was Unternehmen sich von Bewerber_innen wünschen. Auch konkrete Fragen, etwa zu Jobangeboten oder der Möglichkeit, bei Unternehmen Abschlussarbeiten zu schreiben, werden beantwortet. Gleichzeitig erfahren die Unternehmensvertreter_innen, mit welchen Themen und Herausforderungen sich Studierende aktuell beschäftigen. Dieser Einblick kann helfen, sich intern auf die Bedürfnisse und Wünsche zukünftiger Arbeitnehmer_innen einzustellen.

Von wegen eingestaubt und unnahbar: Netzwerken auf Augenhöhe

„Für viele Studierende bleiben Unternehmen aus der Region abstrakt. Wir wollen die Gesichter hinter ihnen zeigen“, erläutert Mareike Schlenkhoff, die als Referentin des IHJO-Teilprojekts KarriereWege das Format organisiert. „Dabei hilft eine entspannte Atmosphäre. Wir schicken den Teilnehmenden Snacks, sie selbst sorgen für ihre Getränke. Da darf auch das ein oder andere Feierabendbierchen dabei sein.“

„Das hätte ich sonst nie erfahren.“

Schon im vergangenen Jahr lud die IHJO zu vier Online-Afterwork-Events ein, unter anderem mit der Rügenwalder Mühle. „Der Abend hat viel Spaß gemacht. Ich konnte neue Kontakte knüpfen und habe zeitgleich viele interessante Dinge über das Unternehmen gelernt, die ich als Verbraucherin so nicht erfahren hätte“, bilanzierte die Studentin Anna Schmidt nach der Veranstaltung. Von Biologie über Informatik bis Tourismuswirtschaft: Aus verschiedensten Studiengängen nahmen 116 Studierende an den bisherigen Events teil und brachten ihre Perspektiven und Fragen ein.

Spannende Einblicke in regionale Unternehmen

„Diesen regen Austausch wünsche ich mir auch für die kommenden Veranstaltungen“, so Schlenkhoff. Ab März zeigen weitere große Namen der Region Gesicht. Darunter ist die Familienmolkerei Rücker, die AWO Trialog Weser-Ems GmbH und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband. So wird hoffentlich keine Frage der Studierenden unbeantwortet bleiben.

 

Die nächsten Termine sind:

09.03.2022 Familienmolkerei Rücker, Aurich

27.04.2022 AWO Trialog Weser-Ems GmbH, Oldenburg

08.06.2022 Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband, Brake

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr. Sie richten sich an Studierende und Promovierende. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Einen Überblick über Angebote und aktuelle Veranstaltungen des Teilprojekts „KarriereWege“ finden Sie hier.

Bei weiteren Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne an Mareike Schlenkhoff (mareike.schlenkhoff@jade-hs.de).

Die Veranstaltungsreihe „Afterwork bei…“ ist eine Kooperationsveranstaltung der Zentralen Studien- und Karriereberatung (ZSKB) und der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg (IHJO).

Foto: Unsplash/Chris Montgomery

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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, Innovation(s)Management, Innovation(s)Mobil, Innovation(s)Werkstatt, News, SchülerWissen

Berufsschullehrer_innen aus der Schweiz, Dänemark, England, Finnland, Spanien und den Niederlanden begegneten sich bei  einer Teacher Academy an der Berufsbildenden Schule (BBS) Wilhelmshaven. Zwischen dem 8. und dem 10. November kamen die Lehrkräfte erstmals im Rahmen des Projekts InnoVET zusammen: Gefördert vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation und dem Schweizer Austauschprogramm Movetia, ermöglicht es den europäischen Austausch zwischen Berufsschulen. In Wilhelmshaven standen vor allem die Themen Internationalisierung und Innovation auf der Tagesordnung.

Bei der Veranstaltung tauschten sich die Lehrkräfte nicht nur untereinander aus, sondern erfuhren auch in Exkursionen, wie Innovation im Nordwesten konkret gelebt wird. Neben einer Besichtigung des JadeWeserPorts lernten sie verschiedene Teilprojekte der IHJO kennen, etwa das Innovation(s)Mobil, das die Lehrkräfte außerdem für den Austausch untereinander nutzten. Bei einer Exkursion nach Oldenburg erkundeten sie die Angebote der IHJO am Innovation(s)Campus:
In der Innovation(s)Werkstatt und im Innovation(s)Labor digital lernten die Lehrkräfte die Transferangebote der Teilprojekte kennen und konnten sich einen Überblick über die eingesetzten Technologien verschaffen. Besonderes interessierten sie sich dabei für den 3D-Druck und die Programmierung von Mikrocontrollern, also kleinen Computersystemen, die auf einer einzigen Leiterplatte aufgebaut sind. Diese Technologien werden in Berufsschulen immer häufiger eingesetzt. Die Teilnehmenden erfuhren darüber hinaus, mit welchen Angeboten das Teilprojekt „Innovation(s)Management“ den Austausch zwischen Hochschulen, Unternehmen sowie Multiplikatoren wie Handels- und Handwerkskammern fördert.

Die IHJO organisierte außerdem einen Vortrag, in dem die Lehrkräfte mehr über Gamification in der Unterrichtsgestaltung erfuhren: Christian Wettke, Lehrer und Buchautor, stellte ihnen digitale Werkzeuge wie die App Actionbound vor. Mit ihr können Lehrer_innen digitale Schnitzeljagden erstellen.

Weitere Informationen zu Angeboten und Veranstaltungen der beteiligten Teilprojekte finden sich auf den Seiten des Innovation(s)Mobils, der Innovation(s)Werkstatt, des Innovation(s)Labors digital, des Innovation(s)Managements und des Teilprojekts SchülerWissen.


Foto: Die Lehrkräfte lernten unterschiedliche Teilprojekte der IHJO kennen – unter anderem die Innovation(s)Werkstatt. Copyright: BBS Wilhelmshaven

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Allgemein, Innovation(s)Mobil, News

Das ImpfMobil der IHJO ist wieder im Einsatz: In Wardenburg, Hatten und Hude bietet der Landkreis Oldenburg in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst Impfungen gegen Covid-19 an.

Die Einsätze finden zu folgenden Terminen statt:

Montag, 27. Dezember bis Mittwoch, 29. Dezember, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr: Wardenburg, Bürgerhaus (Am Everkamp)

Montag, 3. Januar bis Freitag, 7. Januar, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr: Hatten, Freizeitzentrum (Kreyenweg 9)

Montag, 10. Januar bis Samstag, 15. Januar, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr: Hude (Bahnhofsvorplatz)

Bei allen Terminen kommen die Impfstoffe von Moderna und Biontech zum Einsatz. Voraussetzung für die Boosterimpfung ist, dass die letzte Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Bei einer Erstimpfung mit dem Vakzin von Johnson und Johnson ist bereits nach vier Wochen eine Boosterimpfung möglich. Interessierte können spontan vorbeikommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Landkreises: www.oldenburg-kreis.de

Das Innovation(s)Mobil der IHJO dient normalerweise als mobile Plattform des Wissenschaftstransfers. Es ist für wissenschaftliche Ausstellungen, Vorträge oder interaktiven und forschungsnahen Unterricht an Schulen oder außerschulischen Lernorten gedacht. Da die Coronapandemie seinen vorgesehenen Einsatz erschwert hat, baute die IHJO in Kooperation mit der Stabsstelle Arbeitssicherheit der Jade Hochschule das Innovation(s)Mobil zum ImpfMobil um. Mit dem ImpfMobil stehen drei Impfstraßen zur Verfügung, die die Impfung von mindestens 300 Personen pro Tag unter Berücksichtigung der notwendigen Hygienemaßnahmen ermöglichen. Finanziert wird das Innovation(s)Mobil im Rahmen der IHJO durch das Bundesministerium für Bildung Forschung sowie das Land Niedersachsen.

Weitere Informationen: www.ihjo.de/impfmobil

Bild: Thomas Weber/ Picture-Weber – Varel

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Allgemein, Innovation(s)Management, Innovation(s)Werkstatt, News

Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung – gesundheitliche Herausforderungen gibt es viele. Lösungen aber auch: Beim Social Innovation Camp entwickelten die Teilnehmenden kreative Gründungsideen.

Nicht nur übers Gründen reden, sondern es auch ausprobieren – das ist der Leitgedanke des Social Innovation Camp. Gemeinsam mit der Hilfswerft gGmbH richteten die Teilprojekte Innovation(s)Werkstatt und Innovation(s)Management der IHJO dieses Format bereits zum zweiten Mal aus. Zwischen dem 24. und dem 26. November trafen sich gründungsinteressierte Studierende aus der Region, um soziales Unternehmertum zu erproben. Dabei ergänzten Impulsvorträge von Expert_innen und die Entwicklung von eigenen Gründungsideen einander.

Zwischen Praxisimpulsen und Gruppenarbeit

Im Fokus standen soziale Innovationen, die zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. „In diesem Jahr fokussierten wir uns dabei vor allem auf gesundheitliche Problemstellungen, denn diese sind nicht erst seit der Coronapandemie für uns alle greifbar“, sagt Andrea Klahsen, Mitarbeiterin in der Innovation(s)Werkstatt. Weniger greifbar sind für viele die konkreten Arbeitsschritte, um zu einem Gründungskonzept zu kommen.

Ein wichtiger Programmpunkt des Camps waren daher Impulsvorträge aus der Praxis. Zum Beispiel erläuterte Dennis Brüntje, Leiter Operatives von der gemeinnützigen Organisation „Mobile Retter e.V.“, wie Ertragsmodelle für soziale Innovationen aussehen können. Hanno Weimer, Co-Founder der gemeinnützigen Organisation GROME, verdeutlichte, dass die Entwicklung eines Geschäftsmodells ein Prozess ist, der nicht mit der Gründung aufhört. Mit Antonia Böttinger war außerdem eine Teilnehmerin des letztjährigen Social Innovation Camps der IHJO zu Gast. Sie berichtete, wie schnell aus einer Idee mit einem guten Team und viel Motivation ein Social Startup werden kann: Die im Camp entworfene Gründungsidee hatte sie mit ihren Mitstreiterinnen weiter verfolgt. Inzwischen ist sie Co-Gründerin der gGmbH LOVIS, die einen Chatbot zur sexuellen Aufklärung entwickelt.

In Gruppen setzten die Teilnehmenden das Gelernte in die Praxis um und entwickelten soziale Innovationen – von Kochkursen für Teenager über Workshops für Jugendliche zu Social Media und mentaler Gesundheit bis zu einer App für mehr Bewegung im Büroalltag.

„Das Gründen greifbar machen“

Kreative Ideen gab es also viele, für ausgeklügelte und detaillierte Konzepte sind drei Tage selbstredend zu kurz. „Unser Ziel sind aber auch keine fertigen Ergebnisse“, sagt Sönke Burkert, Geschäftsführer und Gesellschafter der Hilfswerft. Er und sein Team haben das Konzept der Social Entrepreneurship Camps entwickelt und bieten es bundesweit an. „Wir wollen vielmehr das Gründen greifbar machen – denn für viele gesellschaftliche Herausforderungen gibt es gute Lösungsansätze. Nur landen die viel zu oft in der Schublade.“

Beim abschließenden Pitch überzeugten die Studierenden Lucy Beier, Evin Ediz, Jasmin Rehmeier und Thilo Haase die Jury mit ihrer Idee einer Bewegungsapp für den Büroalltag. An sie verlieh die IHJO den Innovation(s)Preis – verbunden mit einem Pitch-Training bei einer Expertin, um ihre Idee weiterzuverfolgen.


Bild: Beim abschließenden Pitch präsentierten die Gruppen ihre Ideen einer Jury. Foto: Hendrik Reinert.

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