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Allgemein, News

Rund 85 Personen kamen am 7. Oktober online zusammen, um sich über Wissenschaftskommunikation und Transferformate auszutauschen.


Die Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! hatte Forschende, Vertreter_innen von Unternehmen, Institutionen und Kultureinrichtungen sowie interessierte Bürger_innen zum digitalen Barcamp eingeladen. Die Konferenz markierte die Halbzeit des Projekts und bot Gelegenheit, bekannte Formate und neue Ideen rund um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu diskutieren. Pünktlich um 15 Uhr eröffneten die Moderatoren Holger Gottesmann und Kai Heddergott – beide erfahrende Barcamp-Organisatoren – das Camp. Die Teilnehmenden hatten sich dafür über die Webkonferenz-Plattform BigBlueButton in einem Raum versammelt. Manche waren per Kamera zu sehen, andere beteiligten sich per Nachricht im begleitenden Chat.



Nach einer kurzen Einführung in das Format Barcamp und den geplanten Ablauf des Nachmittags ging es direkt in die Session-Planung: Die Teilnehmenden stellten ihre Themen-Vorschläge vor, die die Moderatoren im sogenannten Session-Board sammelten. Die insgesamt 22 Sessions umfassten Impulsvorträge zu Kommunikationsformaten wie Science Slams, TEDx-Konferenzen und Wissenschafts-Podcasts ebenso wie die Vorstellung von Projekten, Methoden und Tools. So gab es Beiträge zur Kreativmethode LEGO® SERIOUS PLAY®, zum Konzept der Open Educational Resources und der Broadcasting-Software OBS. Außerdem wurde zu Zielgruppen in der Wissenschaftskommunikation diskutiert, über die Herausforderungen von Citizen Science Projekten und die Frage, wie man wissenschaftliche Themen eigentlich zeitgemäß und verständlich aufbereiten kann.

Ein Blick hinter den Kulissen des digitalen Barcamps:


Spannende Beiträge zu Science Slam und TEDx

Einige regional bekannte Wissenschaftskommunikatoren nahmen mit eigenen Sessions teil. Einer von ihnen war Jens-Steffen Scherer, Doktorand am Department Neurowissenschaften der Universität Oldenburg. Noch als Masterstudent hatte er 2018 den Science Slam Oldenburg gewonnen. Beim Barcamp der IHJO teilte er in seiner Session „Science Slam – BÄM!“ seine Erfahrungen mit dem jungen Kommunikationsformat. Fünf Botschaften hatte er für sein Publikum: Leg dich auf eine Kernbotschaft fest, erzähl eine Geschichte, nenne griffige Beispiele, erzeuge Emotionen und freunde dich damit an, dass ein guter Science Slam reifen muss.


Auch Birger Schütte, Initiator von TEDxOldenburg, betonte, wie wichtig die Kernbotschaft eines Vortrags sei. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Felix Krenke stellte er das Speaker-Coaching vor, das alle Vortragenden der Konferenzplattform durchlaufen: Sie verfassen ein wortwörtliches Skript ihrer Rede und verbessern diese mithilfe strikter Rückmeldungen so lange, bis die Kernbotschaften klar sind und sich in einer Viertelstunde einem Laienpublikum vermitteln lassen. Fazit: Das Training für gute Kommunikation kann hart sein, wird aber mit Klarheit und Verstehen belohnt. Scherer erklärte seine Motivation so: „Einen Science Slam zu machen liegt weit außerhalb der normalen Komfortzone junger Forschender. Ich möchte dazu beitragen, dass für einige die Kommunikationsaufgabe näher an die Komfortzone heranrückt.“

Eine Übersicht über alle Themen und Session-Geber_innen bietet das folgende Graphic Recording:



Die Rückmeldungen zum Barcamps werden noch ausgewertet. Der erste Eindruck ist: Das Team konnte viele neue Impulse aufnehmen und spannende Kontakte knüpfen. Auf dieser Grundlage sollen neue Ideen entstehen, die sich im Sinne des Projekt-Auftrags für die Region weiterverfolgen und -entwickeln lassen.
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Allgemein, Innovation(s)Mobil, News, SchülerWissen, Science Blog & Lab-on-the-Web

Der Science Truck zeigte eine Ausstellung zu Plastikmüll im Meer, das BürgerLabor veranstaltete einen Foto-Wettbewerb und das Teilprojekt SchülerWissen organisierte Schüler-Workshops.


Mit verschiedenen Angeboten und Aktionen hat sich die IHJO an der 3. Plastikaktionswoche Wittmund – Friesland vom 14. bis 19. September beteiligt. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kam zu diesem Anlass – dank eines entsprechenden Sicherheits- und Hygienekonzepts – auch das Innovation(s)Mobil wieder zum Einsatz: Der Verein New Ocean Project e.V. zeigte im Science Truck eine Ausstellung zum Thema Plastikmüll im Meer. Rund 650 Tourist_innen jedes Alters – unter anderem aus Bayern, Baden Württemberg, NRW und Rheinland-Pfalz – nutzten die Gelegenheit, um sich in der kostenfreien Ausstellung über die Wege des Plastikmülls ins Meer, die Gefahren für Tiere und Natur sowie Alternativen zu Plastik zu informieren.

Begleitet wurde die Ausstellung von einem Workshop-Programm. Hier konnten die Teilnehmenden lernen, Kosmetik, Seife, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel oder auch Waschpulver selbst herzustellen – ökologisch und ohne Plastikzusätze. Dank des guten Wetters konnten auch Abendveranstaltungen stattfinden: Neben Filmvorführungen stand auch ein Vortrag zum Thema „Plastik im Meer – das schwierige Erbe eines wichtigen Werkstoffs“ auf dem Programm.

Spannende Ergebnisse lieferte auch der Foto-Wettbewerb, der parallel zur Ausstellung während der Plastikaktionswoche stattfand: Unter dem Motto „Plastikfrei – ich bin dabei!“ reichten Bürger_innen Fotos über das BürgerLabor der IHJO ein, die ihr Engagement für eine plastikfreie Welt zeigen. Gewonnen haben die folgenden Beiträge (v.l.n.r.: Mila R., Finja A. und Kristin):




Actionbound-Workshop für Schüler_innen


Auch das Teilprojekt SchülerWissen war während der Woche aktiv: Gemeinsam mit dem Multimediamobil Nordwest veranstalteten die Referent_innen einen Actionbound-Workshop für zwei Klassen des Lothar-Meyer-Gymnasiums in Varel. Actionbound ist eine App, mit der Nutzer_innen im Sinne eines sogenannten „Serious Games“ digitale Schatzsuchen oder interaktive mobile Abenteuer erstellen und diese Anderen zur Verfügung stellen können. Im Workshop erhielten die Schüler_innen zunächst einen inhaltlichen Input per Video von der Meeresforscherin Dr. Rosanna Schöneich-Argent zum Thema „Plastik im Meer – vom genialen Wertstoff zum globalen Umweltproblem.“ Anschließend spielten sie einen passenden Actionbound und lernten unter Anleitung einer Mitarbeiterin des Multimediamobil Nordwest, selbst einen Actionbound zu erstellen – etwa zu Plastikalternativen.

Bei Interesse an diesem Format können sich Lehrer_innen an die Ansprechpartner_innen des Teilprojekts SchülerWissen, Anka Albrecht (anka.albrecht@jade-hs.de), Elzbieta Skajda (elzbieta.skajda@jade-hs.de) oder Dr. Wolfgang Wenzel (wolfgang.wenzel@jade-hs.de), wenden. Der vom Teilprojekt SchülerWissen erstellte Actionbound ist unter dem folgenden QR-Code zu finden (nur mit der App „Actionbound“ zu öffnen):



Foto Science Truck: Hanna Ernstorfer
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Allgemein, Innovation(s)Management, Innovation(s)Werkstatt, News

Vom 28. bis 30. Oktober richtet die IHJO ein Social Innovation Camp aus – begleitet durch die Hilfswerft, einem gemeinnützigen Unternehmen, das Gründungs-Interessierte dabei unterstützt, Sozialunternehmen zu entwickeln. Andrea Tappenbeck (Referentin Programmgestaltung der Innovation(s)Werkstatt) und Fabian Oestreicher vom Hilfswerft-Team erläutern im Interview, was soziale Innovationen ausmacht und wie sie entstehen.

IHJO: Welche soziale Innovation hat Euch in den letzten Jahren besonders beeindruckt?

Andrea Tappenbeck (AT): Mir fällt zum Beispiel die EinDollarBrille ein. Sie unterstützt die augenoptische Grundversorgung mit einem einfachen Baukastensystem und bildet Menschen in den Projektländern in der Brillenherstellung und als augenoptische Fachkräfte aus.
Mich begeistert es, wenn soziale Initiativen gesellschaftlichen Problemen auf einfache Art und Weise entgegenwirken und die Menschen befähigen, selbst aktiv zu werden. Zudem schaffen es soziale Innovationen, Probleme dort anzugehen, wo der Staat und das traditionelle Wirtschaftssystem oft wegschauen. Ich denke da auch an Sozialunternehmen, die Themen wie Lebensmittelverschwendung oder Schulverweigerung angehen. Knödelkult oder Too Good to Go setzen sich für einen nachhaltigen Verbrauch von Lebensmitteln ein, der Verein Apeiros unterstützt Kinder und Jugendliche, welche die Schule verweigern, auf dem Weg zurück in die Schule, um Ausgrenzung und weitere negative Folgen von Schulabwesenheit zu verhindern.

Fabian Oestreicher (FO): Für mich ist die Sharing Economy sehr bedeutsam. Der Gedanke des Teilens und Leihens ist nicht neu, durch die digitale Entwicklung entstehen jedoch ganz neue Möglichkeiten. Mittlerweile teilen wir Autos, Gegenstände, Wohnungen und vieles mehr wie selbstverständlich.

Im Bereich Bildung sind für mich die MOOCs – Massive Open Online Courses – sehr nennenswert. Sie finden eine immer größere Verbreitung und können dort zu mehr sozialer Gerechtigkeit beitragen, wo Bildung bislang schwer zugänglich war. Und auch die Wirkung von Wikipedia als offene Wissensquelle ist erstaunlich.

IHJO: Was macht soziale Innovationen eigentlich aus?
FO: Es geht darum, neue soziale Praktiken zu entwickeln. Man setzt eine Idee als Produkt, Dienstleistung oder Bewegung um. Die Realisierung der Idee verändert dann zum Beispiel unsere Art zu konsumieren, zu wählen, teilzuhaben oder eben zu lernen. Wichtig ist, dass soziale Innovationen gesellschaftliche Herausforderungen lösen, und dass sie das besser tun als vorhandene Lösungsansätze. Ob Mehrgenerationenhäuser, die OpenSource-Bewegung oder Genossenschaften – sie alle haben als Soziale Innovationen begonnen und es in die Breite geschafft.

IHJO: Wie entwickelt man eine soziale Innovation?
FO: Genau darum geht es in unseren Camp-Formaten! Wenn beispielsweise Sophie wirklich bei null anfängt, dann sollte sie zunächst einmal überlegen, welche gesellschaftliche Herausforderung sie angehen möchte und diese systematisch verstehen lernen. Das Problem hat Vorfahrt vor der Lösung. Hat Mehmet schon eine Idee, könnten wir mit verschiedenen Innovationsmethoden schauen, für wen seine Idee einen Mehrwert schaffen kann und ob es Wege gibt, sie langfristig umzusetzen.

IHJO: Wie wird das Social Innovation Camp der IHJO ablaufen?
AT: Unser Social Innovation Camp hält ein spannendes, buntes Programm bereit. Zu Beginn betrachten wir das Thema Bildung und die damit einhergehenden aktuellen Herausforderungen. Anschließend nehmen wir diese stärker unter die Lupe und schauen, wo die jeweilige Herausforderung herrührt, also worin das Kernproblem liegt. Da die Ideenentwicklung im Team großen Spaß macht und der Innovationsprozess von den unterschiedlichen Perspektiven ungemein bereichert wird, werden Teams gebildet. Die Gruppen widmen sich am zweiten Tag der Ideenfindung und -konkretisierung. In Form einer Speedfeedback-Session gehen die Ideen in einen Testzyklus und können zielgerichtet weiterentwickelt werden.

Am dritten Tag stehen das Thema Wirkungsmessen und ein spannendes Pitch-Training auf dem Programm. Die Tipps für einen guten Pitch können zum Abschluss bei der Verleihung des Innovation(s)Preises angewendet werden. In kurzen Präsentationen stellen die Teilnehmenden die entwickelten Bildungsinnovationen vor und erhalten die Chance auf den Innovations(s)Preis 2020, den das Innovation(s)Management der IHJO auslobt!

Damit unter den aktuellen Umständen alle Interessierten sicher teilnehmen können, führen wir das Social Innovation Camp online durch. Die Hilfswerft hat bereits tolle Erfahrungen mit dem DigiCamp-Format gemacht. Alle Teilnehmenden erhalten das notwendige Material per Post, von daher werden alle ausreichend ausgestattet sein.

IHJO: Für wen eignet sich das Format besonders gut? Wen ladet Ihr ein, sich anzumelden und die Chance zu nutzen?
AT: Wir laden Menschen aus der Region ein, die mit Gleichgesinnten eine soziale Idee weiterentwickeln wollen, unabhängig davon, ob bereits eine konkrete Idee besteht.

Es ist egal, ob es sich um Studierende, Hochschulmitarbeitende, Ehrenamtliche oder Unternehmensvertreter_innen aus der Region Jade-Oldenburg handelt. Entscheidend ist, dass die Teilnehmenden unsere Zukunft kreativ und aktiv mitgestalten wollen und Spaß an Teamarbeit mitbringen.

IHJO: Fabian, mit der Hilfswerft führt Ihr Camps zur Entwicklung sozialer Innovationen schon seit vielen Jahren durch. Welche Ziele sind Euch dabei am wichtigsten?

FO: Uns liegt am Herzen, dass die Leute durch begeisternde Formate verstehen, worum es uns inhaltlich geht und wie sie die Methoden auf ihre Lebenswirklichkeit anwenden können. Wenn sie das Vertrauen in sich spüren, im richtigen Moment tatsächlich etwas eigenständig bewegen zu können, dann haben wir etwas erreicht. Selbstwirksamkeit heißt das in der Psychologie.

Auf der Makroebene tragen wir dazu bei, dass Soziale Innovationen und Social Entrepreneurship weiter insbesondere in den Hochschulen verankert werden. Wir freuen uns natürlich besonders, wenn sich durch unsere Arbeit Initiativen gründen oder Gründungszentren und Lehrstühle das Thema auf unsere Initiative hin aufgreifen.

IHJO: Wie passt das Social Innovation Camp in das Programm der IHJO bzw. der Innovation(s)Werkstatt
AT: Mit der Innovation(s)Werkstatt bieten wir einen Ort, an dem durch unterschiedliche Angebote innovative Ideen weiterentwickelt werden können – sei es durch den Bau von Prototypen im 3D-Drucker oder im Rahmen von Kreativitätsworkshops. Unser Credo ist: Gute Ideen zu entwickeln, kann man lernen! Mit dem Social Innovation Camp greifen wir genau diesen Punkt auf; in Begleitung der Hilfswerft und durch spannende Impulse von Praxis-Speakern werden neue Perspektiven eröffnet und Lösungsansätze erarbeitet. Letztendlich wollen wir mit dem Social Innovation Camp die Innovationskraft der Region stärken. Dieses Ziel haben wir uns mit dem Gesamtprojekt der IHJO auf die Fahne geschrieben.

Ich bin schon sehr gespannt, welche kreativen und innovativen Lösungsansätze in den drei Tagen entstehen werden.

IHJO: Liebe Andrea, lieber Fabian, vielen Dank für das Interview.


Bis zum 15.10.2020 können sich Interessierte für das Social Innovation Camp anmelden, um mit Unterstützung der Hilfswerft eine Idee zur sozialen Innovation zu entwickeln. Die Innovation(s)Werkstatt der IHJO richtet die Veranstaltung aus. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, hat Gelegenheit, sich im Bürgerlabor einzubringen und eine Umfrage über wichtige Herausforderungen in unserem regionalen Bildungsbereich zu beantworten.



Foto: Nikita Kachanovsky/Unsplash

 

 

 




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Allgemein, News, Veranstaltung

Die Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! lädt Forschende, Vertreter_innen von Unternehmen, Institutionen und Kultureinrichtungen sowie interessierte Bürger_innen zum digitalen Barcamp ein. Hier können Sie mit Gleichgesinnten Fragen diskutieren, die sie schon immer rund ums Thema Wissenschaftskommunikation stellen wollten. Sie können Session-Themen einbringen oder bei Sessions mitmachen, die andere Teilnehmende anbieten.

Wann?
Am 7. Oktober von 15 bis 19 Uhr!

Wo?
Im digitalen Raum. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung einen Link, über den Sie sich einloggen können.

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Allgemein, News, SchülerWissen

Als „digitale Schnitzeljagd“ konnte eine geplante Schülerakademie auf Spiekeroog im Juni trotz Corona-Einschränkungen stattfinden.

Kontaktbeschränkungen, Hygienepläne, Arbeitsschutzmaßnahmen – wie gelingt es, unter diesen verschärften Bedingungen mit Schülerinnen und Schülern eine Projektwoche zu gestalten? Während viele Schulen alle Veranstaltungen mit externen Personen konsequent absagen, suchen andere nach kreativen Lösungen, um Geplantes dennoch umzusetzen. So hat Anja Wübben, Referentin für Wissenstransfer an Schulen im Teilprojekt SchülerWissen, gemeinsam mit zwei Lehrer_innen der Hermann-Lietz-Schule auf Spiekeroog eine digitale Schülerakademie konzipiert und durchgeführt.

Digitale Tools überbrücken die räumliche Distanz: Mit Live-Video-Vorträgen, Smartphones und Bestimmungs-Apps gelingt die Schülerakademie auch unter Anleitung aus der Ferne.

Vier Tage lang setzten sich insgesamt 15 Schüler_innen einer 11. Klasse mit den „Boden- und Pflanzenschätzen“ ihrer Insel auseinander. Aufgeteilt in vier Gruppen und ausgestattet mit Smartphones arbeiteten sich die Jugendlichen anhand eines ausführlichen Skriptes von Station zu Station. Zur Einstimmung wurden morgens per Video-Konferenz Einführungsvorträge vom Festland auf die Insel übertragen und der Tagesplan besprochen; für spontane Fragen über den Tag war Anja Wübben für die Schülerinnen und Schüler jederzeit digital erreichbar. Um alle Gruppen angemessen betreuen zu können, wurden die beiden Lehrkräfte von zwei FÖJlern des Umweltzentrums Wittbülten – Teilnehmer_innen des Programms Freiwilliges Ökologisches Jahr – unterstützt.

Insel-Biotope unter der Lupe

Im Laufe der Akademie stand für die Gruppen sowohl Gelände- als auch Labor-Arbeit auf dem Programm, um die verschiedenen Biotope der Insel genauer kennenzulernen. Der erste Tag begann mit einer sogenannten Geocaching-Tour, einer GPS-basierten Schnitzeljagd. Hierbei mussten die Jugendlichen bestimmte Stationen mithilfe ihres Handys anhand geographischer Koordinaten finden. Dabei bekamen sie einen ersten Eindruck aller Untersuchungsräume– obere und untere Salzwiese, nördliche und südliche Graudüne und Weißdüne. Am zweiten Tag erkundete jede Gruppe dann ein einzelnes Biotop. Hier entnahmen sie Bodenproben, zeichneten, fotografierten und bestimmten Pflanzen und fertigten ausführliche Protokolle an. Der dritte Tag wurde komplett im Labor verbracht: Hier untersuchten die Jugendlichen ausführlich die mitgebrachten Bodenproben und bestimmten deren Bestandteile, den pH-Wert sowie Salz- und Carbonat-Gehalt. In Kleingruppen fassten die Jugendlichen die Ergebnisse der unterschiedlichen Insel-Lebensräume in anschaulichen Vorträgen zusammen und präsentierten diese dann gegenseitig zum Abschluss des vierten Tages.

Im Labor bestimmten die Jugendlichen die Bestandteile des Bodens, seinen pH-Wert sowie Salz- und Carbonat-Gehalt.

Als Ergänzung zu den Bodenuntersuchungen wurde den Schüler_innen ein Fachvortrag über die Süßwasservorkommen auf der Insel Spiekeroog angeboten. Die Grundwasserforscherin Prof. Gudrun Massmann von der Universität Oldenburg gab Einblicke in die aktuelle Forschung zur Entstehung, Ausdehnung, zu Alter und Eigenschaften der Süßwasservorräte Spiekeroogs und zur Frage, was es mit so genannten submarinen Grundwasseraustritten auf sich hat.

Digitales Material nachhaltig nutzen

Insgesamt habe die Kombination aus digitalen und analogen Tools gut funktioniert, resümiert Anja Wübben. „Die Jugendlichen fanden es zum Beispiel super, dass ich ihre Fragen zum Teil direkt von Fachwissenschaftler_innen habe beantworten lassen. Und für die Lehrer_innen war die intensive Begleitung vor Ort letztlich wie eine Fortbildung – sie haben also auch von dem Format profitiert.“ Als Workshopleiterin nur digital mit den Teilnehmenden kommunizieren zu können, erschwere es jedoch, ein Gefühl für die Gruppe zu bekommen, ergänzt Wübben. „Gemeinsam zu lachen oder Scherze zu machen – das fehlt.“

Ein wichtiger Aspekt im Kontext digitaler Lehrangebote ist für das SchülerWissen-Team auch die nachhaltige Nutzung der Materialien. So soll etwa die Geocaching-Tour, die Wübben gemeinsam mit Kollegin Antje Ahrens, Referentin für Wissenstransfer an außerschulischen Lernorten, entwickelt hat, künftig auch Bürger_innen zur Verfügung stehen. Die Skripte wiederum sind mit einer sogenannten Creative Commons Lizenz versehen –Lehrkräfte können sie unter Nennung der Autorin für ihre eigenen Projekte abwandeln und nutzen.

Bei Fragen oder Interesse an ähnlichen Angeboten wenden Sie sich bitte an: Anja Wübben, Referentin für Wissenstransfer an Schulen (anja.wuebben@uni-oldenburg.de).

Fotos: Rita Przewodnik
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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, News, Science Blog & Lab-on-the-Web

Am 19. Juni findet der erste bundesweite Digitaltag statt. Wie sich Bürger_innen über digitale Plattformen an wissenschaftlicher Forschung beteiligen können, zeigen Beiträge auf dem Blog ForschungsNotizen sowie eine neue Umfrage im BürgerLabor.

Digitale Teilhabe fördern – das ist das Ziel des Digitaltags 2020. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von der Initiative „Digital für alle“, einem Bündnis aus mehr als 20 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft und öffentliche Hand. Auch die IHJO adressiert mit verschiedenen Aktivitäten die Veränderungen, die die Digitalisierung für Bürger_innen, Unternehmen und Wissenschaft mit sich bringt. So vernetzt beispielsweise das Innovation(s)Labor digital regionale Akteure, die sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Die Referentinnen des Teilprojekts KarriereWege bieten regelmäßig Workshops an, in denen sich Studierende und Promovierende damit auseinandersetzen, welche Kompetenzen in der heutigen, digitalisierten Berufswelt gefragt sind.

Mit dem BürgerLabor wiederum bietet die IHJO eine digitale Plattform, über die sich Bürger_innen an wissenschaftlichen Projekten beteiligen können. Pünktlich zum Digitaltag startet eine neue Online-Umfrage: Das Forschungsprojekt PUUK möchte herausfinden, für welche Art von Umweltinformationen sich Bürger_innen interessieren, um daraus Empfehlungen für Umweltinformationssysteme abzuleiten. Ebenfalls anlässlich des Digitaltags erscheint auf dem Wissenschaftsblog ForschungsNotizen ein Interview mit dem Oldenburger Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez zum Thema Digitalisierung und Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft.

Weitere Angebote zum Digitaltag aus Oldenburg:
Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen/OFFIS
Virtueller Rundgang durch historische Villen/Stadtmuseum Oldenburg

Innovation und Digitalisierung in der tiergerechten Schweinehaltung


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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, News
Schutzausrüstung aus dem 3D-Drucker: Unter dem Motto „Maker vs. Virus“ vernetzt sich derzeit die deutsche Maker-Szene, um bei Bedarf schnell und unbürokratisch zu helfen. Auch im Raum Oldenburg haben sich zahlreiche Maker zusammengeschlossen.

Derzeit werden Schutzausrüstungen immer knapper. Manche Arztpraxen und Pflegeheime benötigen beispielsweise sogenannte Faceshields,  transparente Gesichtsvisiere, die gegen eine mögliche Tröpfcheninfektion schützen können. Derzeit laufen deutschlandweit die 3D-Drucker heiß, um solche Gesichtsschilde zu produzieren. Häufig stehen die Drucker in sogenannten Maker-Spaces: Der Begriff “Maker” steht für eine Community von Menschen, die neue Dinge selbst herstellt oder existierende umbaut und dazu moderne Technik einsetzt. Das Prinzip: Open Source. Jede_r kann die Vorlagen für Druckerzeugnisse einsehen, Anregungen geben, bearbeiten und wieder bereitstellen. In der Oldenburger Community sind unter anderem Privatleute, Akteure des „Kreativität trifft Technik e. V.“, der Universität, der IHJO und des OFFIS aktiv.

Neben Faceshields sind auch andere Speziallösung gefragt: Ein Oldenburger Rettungsdienst benötigt Adapter, die im Notfall Schutzmasken der Feuerwehr mit einem Luftfilter verbinden können. Die ersten Teile sind am Innovation(s)Campus der IHJO und im Fab-Lab des OFFIS gedruckt und übergeben worden.


Fotos: Der SLA-Drucker am Innovation(s)Campus produziert derzeit Adpater für Atemschutzmasken.

Wichtig, zu wissen: Die gedruckten Teile sind nicht zertifiziert und bieten somit keinen Ersatz für medizinische Produkte.  Sie gelten als persönliche Schutzausrüstung, die auf eigene Gefahr benutzt werden können.

Wer sich mit der Oldenburger Maker vs. Virus-Szene vernetzen möchte oder selbst Bedarf an einer Speziallösung hat, schreibt einfach eine Mail an MakerOL(at)offis.de.

Fotos: Timo Kasselmann

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Allgemein, News, SchülerWissen

Wie gehen wir sinnvoll mit Plastik um? Vertreter_innen aus Schulen und Umweltbildungszentren lernen Experimentierbox im Transfercafé der IHJO kennen.

Plastik ist ein genialer Wertstoff, der in vielerlei Hinsicht zu unserem modernen Lebensstandard beiträgt. Dennoch ist die Verschmutzung unserer Umwelt mit Müll, insbesondere mit Plastik, ein wachsendes Problem unserer Zeit. Die Experimentierbox „Müllkoffer“ wurde am ICBM – Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg entwickelt und widmet sich der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über die Plastikproblematik im Meer. Ziel ist es, einen nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen zu fördern.


Plastikfunde entlang 500 Metern Spülsaum auf einer Nordseeinsel, nach Farben und Größe sortiert. Mikroplastik macht zwar im Gesamtgewicht nur einen kleinen Teil des Plastiks im Meer aus, die Anzahl der Partikel ist aber bei Mikroplastik am größten.
Foto: Anja Wübben

Ein Preisgeld beim Wettbewerb „Frieslands Helden der Heimat“ (Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, 2018) ermöglichte die Realisierung von insgesamt sieben Koffern, die an fünf verschiedenen Standorten in Ostfriesland kostenlos ausgeborgt werden können: Auf Wangerooge, in Wihelmshaven, Dangast und Oldenburg stehen die Koffer bereit. Lehrkräfte können sie für den Unterricht in den Klassenstufen 4 bis 10 einsetzen.

Jede Box enthält eine Materialsammlung für acht verschiedene Experimente, wissenschaftliche Hintergrundinformationen sowie Spielideen und Anleitungen für Aktionen im Gelände. Die Schülerinnen und Schüler können Fakten über Kunststoffe erfahren, die Auswirkungen eines unüberlegten Umgangs mit Plastik auf die Umwelt erforschen, ihre eigenen Handlungsweisen reflektieren und einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastikprodukten erarbeiten. Alle Experimente und Materialien werden von ausführlichen Hintergrundinformationen begleitet.

Transfercafé „Müllkoffer“

Um die Bekanntheit des Müllkoffers zu erhöhen und seine Inhalte Bildungsmultiplikator_innen sowie Lehrkräften näher zu bringen, hat Anja Wübben (Referentin für Wissenstransfer an Schulen der IHJO) im März dieses Jahres in Zusammenarbeit mit Rosanna Schöneich-Argent (die für die Experimentierbox verantwortliche Wissenschaftlerin am ICBM) ein Transfercafé organisiert. Vertreter_innen aus Schulen und Umweltbildungszentren hatten hier Gelegenheit, die Inhalte des Müllkoffers an Experimentierstationen zu erproben. Sie nahmen die Lernperspektive der Kinder und Jugendlichen ein, für die der Koffer gedacht ist und konnten die Lerneffekte einmal selbst erleben.


Teilnehmerinnen des Transfercafés arbeiten an einer der Experimentierstationen des Müllkoffers.
Foto: Anja Wübbe


Ein Format für mehr Transfer und Vernetzung

Das Format des Transfercafés wird vom Teilprojekts SchülerWissen regelmäßig für Lehrkräfte und Bildungsmultiplikator_innen angeboten. Neben der Vermittlung neuer Forschungsinhalte und -ergebnisse ist auch die Vernetzung der Teilnehmenden untereinander ein wichtiges Ziel. So will die IHJO die Entwicklung neuer Ideen in Bezug auf den Wissenstransfer in Schulen und an außerschulischen Lernorten sowie deren Realisierung fördern.

Fragen zu den Aktivitäten des Teilprojekts SchülerWissen beantworten die Referentinnen. Mit Fragen zum „Transfercafé Müllkoffer“ wenden Sie sich gern an Anja Wübben.

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Allgemein, News

Webangebote für Corona-Zeiten: von Lernlaboren über digital vermittelte Kreativmethoden bis zur Plattform zum Thema Ausrüstung und Ersatzteile ist alles dabei.

Wo finden Menschen zusammen, die Ausrüstung und Ersatzteile brauchen oder anbieten können? Welche kreativen Methoden für den Umgang mit der Krise oder für Innovation in der Krise sind empfehlenswert? Welche digitalen Lernlabore können für Lehrer_innen wie Eltern nützlich sein?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich unsere Linkliste.

Schauen Sie hinein und bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Innovativen Hochschule Jade Oldenburg!

 

Foto: Adam Niescioruk/Unsplash

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Allgemein, KarriereWege, News

Zusätzliches Angebot für Promovierende “Arbeiten und Selbstorganisation im Home Office: Mit agilen Methoden flexibel arbeitsfähig bleiben” startet kommende Woche.

Ob Teambesprechungen, Vorträge, Konzerte oder Lesungen – im Laufe der vergangenen zwei Wochen haben zahlreiche Unternehmen, Institutionen und Projekte ihre Veranstaltungen und Angebote kurzerhand in den digitalen Raum verlegt. Zum Teil finden ganze Konferenzen im Netz statt.

Auch das IHJO-Teilprojekt KarriereWege hat schnell auf die neue Situation reagiert: In der vergangenen Woche gab es bereits Einzelcoachings zur Persönlichkeitsentwicklung per Videokonferenz; die Coaching-Reihe “Promotion – und dann? Erfolgreicher Übergang zwischen Uni und Beruf” startete am vergangenen Montag mit einem ganztätigen Online-Training. „Alle angemeldeten Promovierenden waren anwesend. Neben gemeinsamen Videokonferenzen gab es Phasen, in denen Einzelaufgaben bearbeitet wurden und die Trainerin individuelle Gespräche führen konnte. Input bekamen die Teilnehmenden auch über Videos. Das hat sehr gut funktioniert“, erzählt Sandra Heinemann, Referentin für außeruniversitäre Karrierewege von Promovierenden.  Auf ähnliche Weise – in einer Kombination aus Webinar und Online-Einzelcoachings – soll Ende April auch das Coaching „Mein Kompetenzprofil – Stärken identifizieren und gezielt einsetzen” stattfinden. Zudem sind im Mai Bewerbungstrainings im Onlineformat für Studierende geplant. Nicht zuletzt läuft auch das Mentoring-Programm trotz Coronakrise weiter – hier treffen sich die Tandems ebenfalls online oder telefonieren miteinander.

Doch nicht für jeden ist die aktuelle Situation mit Home Office und vermehrt digitalem Arbeiten und Lernen aus dem Stand heraus einfach zu händeln. Um die Promovierenden auch in dieser besonderen Phase zu unterstützen, hat Referentin Sandra Heinemann kurzfristig ein Webinar zum Thema “Arbeiten und Selbstorganisation im Home Office: Mit agilen Methoden flexibel arbeitsfähig bleiben” konzipiert, das kommende Woche startet. Interessierte finden weitere Informationen und Links zur Anmeldung auf der Website des Teilprojekts.

Für die Ausarbeitung der Online-Veranstaltungen können die Mitarbeiter_innen der IHJO auf die IT-Infrastrukturen der Verbundhochschulen zurückgreifen. Der Vorteil dieser digitalen Angebote: Vorträge lassen sich relativ einfach aufzeichnen und damit nachhaltig verfügbar machen. So können Interessierte sich die „Informationsveranstaltung zur Praxisphase“ jetzt auch zeit- und ortsunabhängig zu Hause anschauen:

 

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