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Allgemein, Innovation(s)Management, KarriereWege, News

Wo einst Fracht aus und nach Übersee transportiert wurde, kamen am 10. September insgesamt 24 Studierende, Forschende und Unternehmensvertreter_innen zusammen. Unter der Fragestellung „Wie wollen wir in der Region zukünftig leben und arbeiten?“ tauschten sie auf dem Segelschulschiff „Lissi“ richtungsweisende Ideen aus, knüpften Netzwerke und genossen bei perfektem Wetter die Aussicht auf die Wesermarsch. Das Event, das von den Teilprojekten „Innovation(s)Management“ und „KarriereWege“ organisiert wurde, zeigte: Der direkte Austausch zwischen den Hochschulangehörigen und der regionalen Wirtschaft ist unverzichtbar, um Bedürfnisse auf beiden Seiten auszuloten, Ideen für eine Zusammenarbeit zu entwickeln und so dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.

„Nach dem Abitur sind die meisten meiner Mitschüler_innen in andere Bundesländer oder sogar ins Ausland gegangen. Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, die Region zu verlassen“, berichtete die Studentin Anna Riedel. Zum Glück sei es dazu nicht gekommen: Riedel entschied sich für eine Ausbildung als Bankkauffrau und für ein Duales Studium (Wirtschaftswissenschaften) an der Jade Hochschule. „Es lohnt sich, hier zu bleiben!“, resümierte sie. Dass viele junge Leute die Region verlassen, bekomme sie in ihrem Berufsalltag häufig zu spüren: Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen sinke.

(Nicht nur) diese Problematik war zentral am 10. September. Gunnar Barghorn, Geschäftsführer der Barghorn GmbH & Co. KG, eröffnete die Diskussion mit einem Statement, dem keine_r der Anwesenden widersprach: „Wer modern aufgestellte Unternehmen sucht, muss nicht auf IT-Unternehmen im Silicon Valley schauen, sondern kann sie auch in unserer Region finden!“. Doch wie können Unternehmen besser mit Absolvent_innen zusammenkommen? Wie profitieren Hochschulen und unsere Region voneinander? Und wie blicken die unterschiedlichen Gruppen auf aktuelle Entwicklungen wie zum Beispiel Home-Office oder Veränderung von Führung? Angeleitet durch eine Moderatorin diskutierten die Teilnehmenden in gemischten Gruppen diese und weitere Fragen.

Sinnhaftigkeit und Potentialentfaltung als Erfolgsfaktoren

Eine zentrale Erkenntnis der Diskutierenden: Unternehmen sind umso attraktiver, je mehr es ihnen gelingt, ihren Angestellten Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit zu bieten. Für junge Menschen, insbesondere im akademischen Umfeld, rücke zudem das Gehalt mittlerweile häufig in den Hintergrund. Flexible Arbeitszeiten, Familienfreundlichkeit, Zusatzleistungen (Betriebsrente, Verpflegung im Büro, Sportangebote) sowie eine transparente Kommunikation spielten neben der Sinnhaftigkeit eine übergeordnete Rolle. Prof. Dr. Appelt, die an der Jade Hochschule eine Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre innehat, betonte in ihrem einleitenden Impuls: „Unsere Region lebt von Unternehmen, die Mitarbeitenden Raum für die Potentialentwicklung und Verantwortung für Entscheidungen geben. Dadurch steigen das Engagement und die Motivation. Unternehmen werden dadurch gleichzeitig effizienter und effektiver.”

Das Für und Wider des Home-Office

Die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, wurde in den Diskussionen als ein wichtiger Baustein der aktuellen und zukünftigen Arbeitswelt gesehen. Indem die Arbeitswege wegfallen, sparen Mitarbeitende Zeit und Geld. Den Unternehmen eröffne das Home-Office Optionen, auch Mitarbeitende mit einem weiteren Anfahrtsweg einzustellen. Zudem könnten sie durch „shared desks“ Raummieten einsparen und gegebenenfalls einen Teil der Ersparnisse in Form erhöhter Gehälter weitergeben.

Nicht zu vergessen sei allerdings der soziale Faktor: Vielen Mitarbeitenden im Home-Office fehlten die physischen Treffen mit Kolleg_innen, der Austausch an der Kaffeemaschine und die Impulse aus zufälligen Begegnungen. Nicht zuletzt, um neue Mitarbeitende einzuarbeiten und ihnen einen guten Einstieg ins Unternehmen zu ermöglichen, müsse es auch analoge Möglichkeiten geben (zum Beispiel Willkommenstage vor Ort). Vielen Angestellten falle es außerdem schwer, Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen. Durch kompetente Führung müsse die (digitale) Selbstverantwortung der Mitarbeitenden gestärkt werden, damit das Home-Office nicht durch Entgrenzung zu einer gesundheitlichen Gefahr durch Überlastung werde.

Wie Hochschulen und Arbeitgeber zusammenkommen

Bei der Zusammenarbeit von Hochschulen und Region sahen die Teilnehmenden die Kommunikation und das Netzwerken als elementar an: Damit berufliche Möglichkeiten und Unternehmensbedarfe vermittelt werden könnten, sollten die Hochschulen niedrigschwellige Austauschformate ermöglichen. Praktika sowie in Kooperation verfasste Abschlussarbeiten gelten nach wie vor als vielversprechende Einstiegsmöglichkeit. Wichtiger Erfolgsfaktoren für gute Kooperationen seien klare Ansprechpartner_innen an den Hochschulen sowie die Bereitschaft auf beiden Seiten, zu nehmen, aber auch zu geben.

Mareike Schlenkhoff, die als Referentin des Teilprojekts „KarriereWege“ das Format mitentwickelt und begleitet hat, bilanziert: „Anderthalb Jahre fanden unsere Netzwerkformate vor allem digital statt. Umso mehr haben wir uns über die lebendigen Diskussionen gefreut, die nur ein analoges Format bieten kann. Das Event war nicht nur für die Beteiligten zukunftsweisend, sondern hat auch uns als IHJO spannende Impulse für kommende Formate und Angebote mitgegeben“. Florian Grubitzsch, Innovationsmanager an der IHJO, fügt hinzu: „Dass wir die besondere Location der Lissi nutzen konnten, war ein großer Glücksfall und bleibt uns noch lange in positiver Erinnerung. Wir sind begeistert, dass die Veranstaltung bei allen beteiligten Gruppen so viel Anklang gefunden hat. Netzwerkevents dieser Art bleiben uns ein großes Anliegen“.

Einen Überblick über weitere Angebote und Veranstaltungen des Teilprojekts „Innovation(s)Management“ finden Sie hier; des Teilprojekts „KarriereWege“ hier.

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne an Andrea Klahsen (andrea.klahsen@uni-oldenburg.de) oder Carsten Meyer (carsten.meyer@jade-hs.de).


Foto: Vor dem Segelsetzen treffen Mitarbeiterinnen der IHJO (Ingrida Budininkaite, Mareike Schlenkhoff und Dr. Jasmin Overberg) letzte Vorbereitungen. Bild: Hendrik Reinert
Text: Dr. Jasmin Overberg

 

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Allgemein, Innovation(s)Management

06. September bis 08. September 2021

Die IHJO hat in Kooperation mit dem FB Architektur der Jade Hochschule die neue Lehrmethode für BIM, als digitales Planspiel, zum zweiten Mal durchgeführt. Dieses Mal wurde der Workshop für die Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen sowie für die Berufspraxis aus der freien Wirtschaft geöffnet und erfolgreich getestet.


Mit den BIM Games, digitale Planspiel für unterschiedliche Fachdisziplinen, vermitteln Prof. Dr. Gregor Grunwald und Christian Heins von der Jade Hochschule die vernetzte und digitale Planungsmethodik BIM. Building Information Modeling (BIM), zu Deutsch: Bauwerksdatenmodellierung, soll in Deutschland zum Planungsstandard für Bauprojekte und in der hochschulischen Ausbildung zu einem festen Bestandteil der Lehre werden. Weitere Informationen zu den Beweggründen und zum Aufbau der Planspiele finden Sie unter:

Erstes BIM Game “PING PONG”
Forschungsnotizen „Planen und Entwerfen als digitales Planspiel“

Mit der Veranstaltung „JADE Work“ wurde das BIM Game bereits ein zweites Mal durchgeführt und für Studierende aus dem Fachbereich Bauingenieurwesen und externe Teilnehmende geöffnet. Durch die Einbindung von Studierende anderer Fachbereiche und durch Mitspielende aus der freien Wirtschaft konnten die Realbedingungen des Spiels verschärft werden. Die hohe Interdisziplinarität in den Gruppen führte aufgrund zusätzlicher fachlicher Expertise zu neuen, detailreichen Impulsen, wohingegen die Externen ihrerseits von der Digitalkompetenz der Studierenden profitierten. Der große Erfolg des Planspiels motiviert es weiter zu entwickeln, die Veranstaltung fortzuführen und als einen festen Bestandteil in der Lehre zu verstetigen.

So verlief das Test-Planspiel

In Gruppen aus vier bis fünf Personen mussten unter nahezu realen Wettbewerbsbedingungen eine Campus Modell- und Metallbauwerkstatt für die Hochschule geplant werden. In jeder Gruppe wurden Verantwortlichkeiten aufgeteilt und den Spielenden unterschiedliche Rollen zugewiesen. Die Zusammenarbeit in der Gruppe erfolgte dezentral, direkt am 3D Modell. Die Arbeit fand in direkter Wettkampfsituation mit den anderen Gruppen statt und wurde gesteuert durch regelmäßige Bauherrengespräche. Dabei tickte die Uhr: Zwischenabgaben sowie die Kenntnis von Teilergebnissen anderer Gruppen erhöhten den Druck auf die Teilnehmenden. Ergebnisse mussten präzise und vor allem termingerecht geliefert werden. Dafür sorgte ein Arbeitsportal, das das gesamte Spiel steuerte, Prozessschritte gliederte und die jeweiligen Leistungen abfragte. So verflog die Zeit, für Besprechungen und Meetings waren die Konferenzräume rund um die Uhr geöffnet, um auf dem „8. Oldenburger BIM Tag digital“ schlussendlich drei spannende Entwürfe zu prämieren.

Die spielerische Wettkampfatmosphäre motivierte alle Teilnehmenden. Sie senkte die Angst vor der Anwendung neuer Techniken, schulte digitale Kommunikation und brachte Erkenntnisse über Nutzen und Leistung diverser digitaler Planungswerkzeuge. Die Intensität des Spiels ließ Grenzen zwischen virtueller und realer Kommunikation verschwimmen und führte zu einem in dieser Zeit so seltenen, intensiven Gruppenerlebnis.

Bereitgestellte Grundausstattung für alle Spielenden 

Modellierungs- und Visualisierungssoftware
webbasiertes Datenmanagement / Cloud / CDE
Kostenermittlungssoftware
Software zur Kollisionsprüfung
BCF Applikation
IFC Viewer

Entwurfsergebnisse


Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, ganz besonders bei den Externen, für die tollen Eindrücke und die leidenschaftliche Teilnahme.

 

Kontakt

Sofern Sie an einem solchen Weiterbildungsformat interessiert sind (unabhängig von Ihrer Fachrichtung), würden wir uns freuen, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Wenden Sie sich gerne an Prof. Dr.-Ing. Gregor Grunwald (gregor.grunwald@jade-hs.de) und Christian Heins (christian.heins@jade-hs.de).

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Innovation(s)Management

Der zweite Oldenburger Innovationstag 2021 fand am 4. Mai 2021 digital statt. Das Team des Innovation(s)Managements der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg! übertrug die Moderation des Events live aus den Räumen des Innovation(s)Campus.

Unter dem Leitthema “Innovationskultur“ kamen in diesem Jahr Experten und Expertinnen aus Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Wissenschaft zusammen, um einen Einblick in ihr Wissen zu geben und sich mit den ca. 120 Teilnehmenden auszutauschen.

Die Veranstaltung begann mit einem Impuls von Stephanie Birkner, außerplanmäßige Professorin für Female Entrepreneurship an der Universität Oldenburg. Sie ging auf verschiedene Elemente innovativer Zusammenarbeit in Teams ein und wie diese gefördert werden können. Ein Konzept sei dabei die „Effectuation“. Bei dieser Methode stünden die Fähigkeiten der Mitarbeitenden im Fokus: Sie bilden die Grundlage, um ein Unternehmen aktiv gemeinsam zu steuern. Dadurch entstünde ein dynamisches Umfeld, das einem Unternehmen zu mehr Innovationskraft verhilft.

Die folgenden sechs Sessions fanden parallel in kleineren Gruppen statt. Auch hier drehte sich alles um die Entwicklung von Innovationskultur in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. So gaben Jan van Ahrens von der sharemagazines GmbH und Benny Hartwig von der ZUKUNFT.unternehmen gGmbH einen Einblick in die Denkweise von Start-ups und erklärten, warum diese aus ihrer Sicht die Innovationsfähigkeit begünstigt.

In der Session der einfach.effizient. – Treuhand Unternehmensberatung GmbH & Co. KG wurden den Teilnehmenden direkt umsetzbare „Workhacks“ für mehr innovative Zusammenarbeit an die Hand gegeben.

Dr. Matthias Lange vom Unternehmen energy & meteo systems erläuterte, welche Rolle die Innovationskultur bei der Gründung seines Unternehmens gespielt und wie sie sich im Rahmen des Unternehmenswachstums verändert hatte.

In einer weiteren Session sprach Adrian Macha über die Zusammenarbeit seines Unternehmens worldiety mit der Universität Oldenburg und die damit gewonnenen Erfahrungen. Gemeinsam mit der Uni entwickelt das Unternehmen Praxismodule zum Thema KI und Big Data.

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA bot einen Einblick in die Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens und wie es den Wandel von der Analog- über die Digital- hin zur Smartphone-Fotografie erfolgreich gemeistert hat.

Die Entwicklung einer innovativen Unternehmenskultur stand im Fokus der Session von Matthias Brucke von der embeteco GmbH & Co. KG. Dabei ging er besonders darauf ein, wie sich Unternehmen in einer sich ständig verändernden Welt anpassen und ihre innovationsfreundliche Unternehmensumgebung aufrechterhalten können.

Im abschließenden Zukunftsforum tauschten sich Dr. Reiner Fageth (CEWE Stiftung & Co. KGaA), apl. Prof. Dr. Klaus Fichter (Universität Oldenburg) und Claudia Puglisi (Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen) zum Thema „Viele Wege führen zu Innovation – Offen für neue Wege“ aus. Die vom Moderator Jens-Steffen Scherer geleitete Diskussion spiegelte verschiedene Ansätze, wie mit dem Thema Innovationen umgegangen wird. Dabei spielte die Entwicklung von Innovationen ebenso eine Rolle wie der Umgang mit Neuheiten und die Durchsetzungen von notwendigen Entwicklungen in Organisationen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in mehreren digitalen Konferenzräumen über die Inhalte auszutauschen und sich weiter zu vernetzen.

Insgesamt zogen die Veranstalter eine sehr positive Bilanz. Wie aus dem Feedback hervorging, hatte das Thema Innovationskultur bei vielen Teilnehmenden einen Nerv getroffen. Im nächsten Jahr wird der Oldenburger Innovationstag wieder stattfinden.

 

Kontakt Innovation(s)Management

Florian Grubitzsch, 0441/798-5247, florian.grubitzsch@uni-oldenburg.de

Carsten Meyer, 0441/7708-3458, carsten.meyer@jade-hs.de

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Innovation(s)Management
19. März 2021 bis 21. März 2021; IHJO in Kooperation mit FB Architektur der Jade Hochschule haben eine neue Lehrmethode für BIM als digitales Planspiel konzipiert und im Studierendenworkshop erfolgreich getestet!

Abbildungen:
1a Entwurf Gruppe 1: Stella Meyer, Gizem Toraman, Sharzad Sadatieh, Frederick Denzinger, Kurda Karim Mohammed
1b Entwurf Gruppe 3: Melissa El Haddad, Anna-Lena Laube, Lisa-Marie Schlott, Christine Büch
1c Plenum als Zoomkonferenz
2a: Gruppenbetreuung: Gregor Grunwald, Christian Heins, Stella Meyer, Tami Hamel
2b: Bauherrengespräche mit Gruppe 1
2c: Entwurfsvisualisierung Gruppe 3



Um in Zeiten der Corona-Pandemie einen Weg zu finden, den Studierenden die vernetzte und digitale Planungsmethodik Building Information Modeling (BIM) im Homeoffice zu vermitteln, hat der Fachbereich Architektur der Jade Hochschule und das Innovation(s)Management der IHJO, dieses erste dezentrale und zugleich internationale Planspiel an der Jade Hochschule durchgeführt. Dieses BIM-Planspiel war zugleich der erste Testlauf für die Berufspraxis:
18 Architekturstudierende haben, unter der Leitung von Prof. Dr. Gregor Grunwald und Christian Heins, die Entwurfs- und Planungswerkezuge der BIM-Methode im Rahmen eines digitalen Rollenspiels kennengelernt.

Warum haben wir das gemacht?

Digitales Planspiel als effektive Lernmethode für BIM

Spielerisches Lernen ist die intuitivste Form des Lernens, die der Mensch kennt. Schon in sehr jungen Jahren werden neue Fähigkeiten durch Spiel und Anpassung erlernt. Das digitale Planspiel PING PONG macht sich diesen natürlichen Spieltrieb zunutze und sorgt so für eine höhere Motivation, sich mit dem Thema BIM auseinanderzusetzen. Dies ist die Ausgangsidee und Motivation des europäisch geförderten Forschungsprojekts “BIM Game”, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, Hochschulen, Ausbildungszentren und Softwarefirmen aus fünf europäischen Ländern organisiert und entwickelt wurde. In dem ersten Testlauf war es eine dreitägige Veranstaltung, um Architekturstudenten die digitale Planungsmethodik BIM zu vermitteln, aber auch um neue Maßnahmen und Werkzeuge zu testen, die das BIM-Spiel auf ein höheres Niveau bringt.

 

Welche Vorteile ergeben sich für die Berufspraxis, durch eine solches Weiterbildungsformat?

Da Building Information Modeling zum Planungsstandard für Bauprojekte werden soll, muss die akademische Aus- und Weiterbildungen die digitale Planungsmethodik vermitteln. Es ist jedoch wichtig, die Aus- und Weiterbildung nicht auf die einfache Anwendung der einzelnen Werkzeuge zu beschränken, sondern zu verstehen, dass durch die Einführung der Methodik neue Arbeitsmethoden und Prozesse entstehen, die abgebildet werden müssen. Dies bezieht sich insbesondere auf die kooperative, interdisziplinäre und parallele Art der Planung. Diese neuen Herausforderungen müssen erlebt und ausprobiert werden, anstatt sie in theoretischen Abhandlungen zu beschreiben. Deshalb eignet sich das Planspiel PING PONG hervorragend, um spielerisch, unter geschützten Laborbedingungen, erste Erfahrungen zu sammeln. Derzeit planen wir ein digitales Planspiel für Handwerksbetriebe.

 

So verlief das Test-Planspiel

In Gruppen aus vier bis fünf Personen mussten unter nahezu realen Wettbewerbsbedingungen ein Campus-Café für die Hochschule geplant werden. In jeder Gruppe wurden Verantwortlichkeiten aufgeteilt und den Spielenden unterschiedliche Rollen zugewiesen. Die Zusammenarbeit in der Gruppe erfolgte dezentral, direkt am 3D Modell. Die Arbeit fand in direkter Wettkampfsituation mit den anderen Gruppen statt und wurde gesteuert durch regelmäßige Bauherrengespräche. Dabei tickte die Uhr: Zwischenabgaben sowie die Kenntnis von Teilergebnissen anderer Gruppen erhöhten den Druck auf die Teilnehmenden. Ergebnisse mussten präzise und vor allem termingerecht geliefert werden. Dafür sorgte ein Arbeitsportal, das das gesamte Spiel steuerte, Prozessschritte gliederte und die jeweiligen Leistungen abfragte. So verflog die Zeit, für Besprechungen und Meetings waren die Konferenzräume rund um die Uhr geöffnet, um am Sonntagnachmittag schlussendlich vier spannende Entwürfe zu prämieren.

Die spielerische Wettkampfatmosphäre motivierte alle Teilnehmenden. Sie senkte die Angst vor der Anwendung neuer Technik, schulte digitale Kommunikation und brachte Erkenntnisse über Nutzen und Leistung diverser digitaler Planungswerkzeuge. Die Intensität des Spiels ließ Grenzen zwischen virtueller und realer Kommunikation verschwimmen und führte zu einem in dieser Zeit so seltenen, intensiven Gruppenerlebnis bis weit über die Ländergrenzen hinaus.


Bereitgestellte Grundausstattung aller Spielenden:

  • Modellierungs- und Visualisierungssoftware
  • webbasiertes Datenmanagement / Cloud / CDE
  • Kostenermittlungssoftware
  • Software zur Kollisionsprüfung
  • BCF Applikation
  • IFC Viewer

Originaltöne der Veranstaltung:
“Ich finde, ich habe das Wochenende über sehr viel Sachen neu dazugelernt ….das Konzept war echt gut.” (Lisa-Marie Schlott)

“Ich finde, dass wir da ganz, ganz viel gelernt haben in so kurzer Zeit und irgendwie hat das so ein Stück weit neues Selbstbewusstsein gegeben, was man eigentlich schon alles kann.” (Tami Hamel)

„Es war sehr aufregend, vor allem kurz vor den Abgaben … so ein Wettbewerb habe ich auch noch nie mitgemacht, insofern war das auch echt eine neue Erfahrung und ist, glaube ich, auch für die Zukunft sehr wertvoll …“ (Cosima Plett)

“…was ich auch sehr, sehr bemerkenswert fand war die Zusammenarbeit …, dass … die mir dann mit ihren Kenntnissen weiterhelfen konnten und ich mit meinen Kenntnissen ihnen weiterhelfen konnte und das ist was mir in letzter Zeit gefehlt hat, weil die Hochschule ja dicht ist und man wenig Zusammenarbeit hat und da haben wir hier dann quasi gesehen, dass Gruppenarbeit ein essentieller Faktor ist fürs Lernen … toll organisiert!” (Diyar Youssef)

Die Entwurfsergebnisse


Abb. 4: Entwurf Gruppe 1: Stella Meyer, Gizem Toraman, Sharzad Sadatieh, Frederick Denzinger, Kurda Karim Mohammed
Abb. 5a: Entwurf Gruppe 4: Youssef Diyar, Lara Kretschmann, Cosima Plett, Gülhat Kaska
Abb. 5b: Entwurf Gruppe 2: Eva Wittich, Navrattan Singh, Tami Hamel, Pauline Buske  Abb. 5c Entwurf Gruppe 1 (s.o.)

 

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die tollen Eindrücke und die leidenschaftliche Teilnahme
Anna-Lena Laube, Christine Büch, Cosima Plett, Diyar Youssef, Eva Wittich, Frederick Denzinger, Gizem Toraman, Gülhat Kaska, Kurda Karim Mohammed, Lara Kretschmann, Lisa Marie Schlott, Melissa El Haddad, Michel Wallrafe, Navrattan Singh, Pauline Buske, Shahrzad Sadatieh, Stella Meyer, Tami-Hamel

Kontakt

Sofern Sie an einem solchen Weiterbildungsformat interessiert sind (unabhängig von Ihrer Fachrichtung), würden wir uns freuen, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Wenden Sie sich gerne an Prof. Dr.-Ing. Gregor Grunwald (gregor.grunwald@jade-hs.de) und Christian Heins (christian.heins@jade-hs.de).

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Innovation(s)Management

Wie können Handwerksbetriebe die Vorteile der Digitalisierung nutzen, um ihre Arbeitsweisen zu vereinfachen? Diese Frage war das Leitthema der 90-minütigen Fach- und Inputveranstaltung am 15. April 2021.

Das Innovation(s)Management der IHJO und die Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH verdeutlichten, in Vorträgen, 23 Handwerksbetrieben die Vorteile der Digitalisierung für das Handwerk.

Es wurde dargestellt, welche Maßnahmen es derzeit in der Region gibt, um die internen Unternehmensprozesse zu digitalisieren und die Arbeitsweise der Handwerker_innen durch BIM (Building Information Modeling) zu verbessern. Als Beispiele dafür wurden den Handwerksbetrieben die Angebote der Initiative BIM2USE@IHJO und das Programm unternehmensWert:Mensch (uWM) von der Demografieagentur vorgestellt.

Im ersten Fachvortrag erläuterte Christian Heins die neue Arbeitsmethodik nach BIM, dessen Bedeutung, Funktion und die Mehrwerte. Er zeigte die Erleichterungen durch BIM im Handwerk an praktischen Beispielen. Unter anderem ging er auf den modellbasierten Informationsaustausch zwischen den Baubeteiligten mittels IFC und BCF (vgl. obige Abbildung) ein und stellte das Angebot der Initiative BIM2USE@IHJO für Handwerksunternehmen vor. Im Anschluss präsentierten Monika Kretschmer und Carmen Beyer kurz deren Förderprogramm uWM.

Wie in seinem Unternehmen mit dieser professionellen Prozessberatung Prozessschritte optimiert und Wege vereinfacht wurden, berichtete Andreas Kurmann (Kurmann Holzbau GmbH) in einem kurzen Interview. Im Zentrum der Verbesserungen stand dort die Vereinfachung der Kommunikation zwischen den Arbeitsbereichen und Teams: Touch-Displays, Kameras in der Fertigungshalle und ein zentral einsehbares Kundeninformationssystem zeigten den Mitarbeiter_innen den aktuellen Fertigungsfortschritt an allen Arbeitsplätzen. Der beteiligungsorientierte Lernprozess verbesserte die digitale Arbeitsweise und unterstützt die BIM-Integration im Unternehmen.

Abschließend fand ein fachlicher Austausch über die Vorteile von BIM-Planspielen im Handwerk statt. Dazu meldeten sich bereits die ersten interessierten Handwerksbetriebe für ein Pilotprojekt, das derzeit im Zuge des Workshops „BIM2USE – Denkwerkstatt: BIM-Planspiele im Handwerk“ bearbeitet wird.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von den Beauftragten für Innovation und Technologie der Handwerkskammern Oldenburg und Ostriesland, Kerstin Muggeridge und Kay Lutz Pakula.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich gerne an Christian Heins, Innovationsmanager BIM der IHJO (christian.heins@jade-hs.de).

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Innovation(s)Management, Innovation(s)Werkstatt, News

Ein Chatbot zur sexuellen Aufklärung – diese Idee entwickelte eine Gruppe beim Social Innovation Camp der IHJO im Oktober 2020. Angeregt und motiviert von den Erfahrungen des Camps, verfolgten sie den Ansatz anschließend weiter und gründen aktuell ein Start-up.

In drei Tagen eine Geschäftsidee konzipieren – dieser Herausforderung stellten sich über 20 Teilnehmende beim Social Innovation Camp, das die Innovation(s)Werkstatt der IHJO im Oktober 2020 ausrichtet. Unterstützt durch Expert_innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, sollten sie Innovationen mit besonderem gesellschaftlichen Nutzen entwickeln.

Jana-Marie Pyrek, Antonia Böttinger und Mara Wendt-Thorne, drei Teilnehmerinnen des Camps, dachten beim Brainstorming an die Herausforderungen von Jugendlichen in der Pubertät: „Im Schulunterricht und auf Infoportalen werden oft nur allgemeine Fragen zur sexuellen Aufklärung beantwortet“, sagt Böttinger. „Viele trauen sich nicht, speziellere und persönliche Fragen Eltern oder Freund_innen zu stellen. Oft wären Ärzt_innen die richtigen Ansprechpartner_innen, aber die Hemmschwelle, sie anzusprechen, ist groß.“

„LOVIS“ – ein Bot als Ansprechpartner

Warum also nicht einen Chatbot entwickeln, der mittels künstlicher Intelligenz Fragen anonym und rund um die Uhr beantworten kann? „Wir stellten uns den Bot wie einen persönlichen Ansprechpartner oder eine persönliche Ansprechpartnerin vor“, erläutert Pyrek. Aus diesem Grund nannte die Gruppe den Chatbot „LOVIS“ – ein geschlechtsneutraler Vorname, der auf den Begriff „love“ anspielt.

Während des Social Innovation Camps entwickelte das Team die Grundzüge der Idee und überzeugte am Ende die Jury: Zum Abschluss der Veranstaltung gewann sie den Innovation(s)Preis, den das Teilprojekt Innovation(s)Management der IHJO verlieh. Stephanie Birkner, außerplanmäßige Professorin für Female Entreprenuership, und Prof. Dr. Alexander Nicolai, Dozent für Entrepreneurship, sprachen die Gruppe im Anschluss an die Veranstaltung an und ermutigten sie, ihre Idee weiter zu verfolgen. „Da beschlossen wir, es einfach zu versuchen“, sagt Pyrek.

Mehr Fördermöglichkeiten als gedacht

An „LOVIS“ arbeitet sie seitdem neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiterin an der Uni, Böttinger neben ihrer Tätigkeit als Junior Consultant einer Unternehmensentwicklung. Anstelle von Wendt-Thorne kam Sarah Holzenkamp ins Team, eine weitere Studienfreundin, die inzwischen als Prüfungsleiterin in der Wirtschaftsprüfung tätig ist. Gemeinsam suchte die Gruppe nach Fördermöglichkeiten. Von denen gab es mehr, als sie ursprünglich dachten – eine weitere Erkenntnis, die die Teilnehmerinnen aus dem Social Innovation Camp mitgenommen haben.

Bereits im November 2020 wurden sie in die Förderung des Social Innovation Center Hannover aufgenommen, einem Entrepreneurship-Programm der Region Hannover. Hier bekam die Gruppe in Workshops mit Expert_innen wichtige Informationen: So lernten sie etwa, ihre Zielgruppe genauer zu definieren, in Ertragsmodellen festzulegen, wie sich das Projekt finanzieren soll, oder Konzepte für das Marketing zu erstellen. Mit dem Innovationspreis der IHJO hatte das Team zusätzlich ein Coaching von Irene Walsh, Kommunikationsberaterin aus Bremen, gewonnen. Sie gab den angehenden Gründerinnen wertvolle Ratschläge, um ihr Projekt prägnant und schlüssig zu präsentieren.

 

Arbeiten im CORE, Beratung im GIZ

So konnten Pyrek, Böttinger und Holzenkamp auch weitere Förder_innen von sich überzeugen: Bei digital.engagiert, einer Initiative des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der E-Commerce-Plattform Amazon, setzten sie sich gegenüber 230 weiteren Gruppen durch und gehören zu einem von zwölf Teams, die neben Coaching und Möglichkeiten zum Netzwerken auch 10.000 Euro an finanzieller Förderung erhalten. Darüber hinaus gewannen sie einen Arbeitsplatz im CORE, einem neuen Co-Working-Space in der Oldenburger Innenstadt.

Auch innerhalb der Universität nutzte und erweiterte die Gruppe ihr Netzwerk: Hilfe bot unter anderem das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ), das Studierende, Universitätsangestellte und -alumni bei Firmengründungen unterstützt. Böttinger, Pyrek und Holzenkamp nahmen an Veranstaltungen teil, etwa zum Thema Marktforschung, und ließen sich individuell beraten.

Im Austausch mit Jugendlichen, Lehrkräften und Ärzt_innen

Aktuell arbeiten sie nicht nur an ihrem Geschäftsmodell, sondern auch an der technischen und inhaltlichen Umsetzung von „LOVIS“. So tauschten sie sich mit Prof. Dr. Oliver Kramer aus. Der Hochschullehrer für Computational Intelligence erklärte ihnen, welche Arten von Chatbots es gibt und worauf es bei der Programmierung ankommt. „Einige Chatbots erlauben es ihren Nutzer_innen, frei formulierte Fragen zu stellen“, erläutert Holzenkamp. „Andere lenken die Nutzer_innen, indem sie ihnen Fragen stellen und so das Themengebiet immer weiter eingrenzen.“

Beide Varianten hätten gemeinsam, dass große Datenmengen, wie zum Beispiel vorgefertigte Fragen und Antworten, vorhanden sein müssen. Um ihren Bot mit konkreten Fragen von Jugendlichen füttern zu können, ist das Team sowohl mit der Zielgruppe als auch mit Lehrkräften und Ärzt_innen in Kontakt.

„Man braucht viel Leidenschaft und Engagement“

Inzwischen hat die Gruppe zwei zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, um ihre vielfältigen Aufgaben zu schultern. Eine Testversion des Chatbots wollen sie bis zum Winter erstellen. Darüber hinaus bewerben sie sich weiterhin um Förderung und beschäftigen sich mit der Frage, welche Rechtsform für ihr Start-up passend ist – etwa eine GmbH oder gGmbH.

Zahlreiche Abende und Wochenenden haben sie schon für „LOVIS“ investiert. „Viele Fragen und Herausforderungen ergeben sich erst im Gründungsprozess selbst, lassen sich dann aber auch lösen“, sagt Böttinger. „Man braucht nicht von Anfang an ein ausgeklügeltes Konzept, aber viel Leidenschaft und Engagement für das eigene Projekt.“

Das nächste Social Innovation Camp der IHJO findet im November 2021 statt. Weitere Informationen: ihjo.de/event/social-innovation-camp2021/


Das Bild zeigt (von links nach rechts): Sarah Holzenkamp, Antonia Böttinger und Jana-Marie Pyrek. Foto: Jana-Marie Pyrek.

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Innovation(s)Management, Innovation(s)Werkstatt
Wie funktioniert interne Unternehmenskommunikation in Zeiten der mobilen Arbeit? Um das herauszufinden, haben die Teilprojekte Innovation(s)Management und Innovation(s)Werkstatt der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg gemeinsam mit der Abteilung Wirtschaftsinformatik/Very Large Business Applications (VLBA) an der Universität Oldenburg und dem Ostfriesisch Oldenburgischen Wasserverband (OOWV) einen Online-Workshop mit der Methode LEGO® Serious Play® durchgeführt.

Hinter dem Namen LEGO® Serious Play® (kurz: LSP) verbirgt sich eine moderierte Kreativmethode, die das spielerische Moment von Lego mit den ernsten Belangen der Berufswelt verbindet. Unternehmen, Teams oder auch Einzelpersonen können die Methode nutzen, um beispielsweise Prozesse zu optimieren, neue Strategien zu entwickeln oder auch, um eine gemeinsame Teamkultur zu entwickeln. Die Studierenden und Wissenschaftler aus dem Bereich Wirtschaftsinformatik bekamen dazu ein kleines Lego®-Starter-Kit ausgehändigt und konnten am heimischen Arbeitsplatz gemeinsam an den Fragestellungen arbeiten. Die Modelle zeigten dabei Ideen zur internen Unternehmenskommunikation und wie Arbeitgeber in Zeiten mobiler Arbeitsplätze den Kontakt zu ihren Mitarbeitenden halten können.
Co-Kreatives Zusammenwirken im Onlineformat mit Lego® zeigte sich dabei als gute Methode für einen kommunikativen Ansatz in der Lösung von organisationalen Herausforderungen. Die Teilnehmenden konnten vor der Kamera ihre Modelle erklären und es wurde rege über die Themen „New Work“ und den Arbeitsplatz der Zukunft diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Zusammenarbeit ohne feste Büros anderer Werkzeuge bedarf, um die Zugehörigkeit der Mitarbeitenden zum Unternehmen zu festigen.

Die Teilnehmenden bekamen in dem Praxisseminar einen gelungenen Einblick in die Methode Lego® Serious Play®, die den Austausch zwischen Praxis und den Studierenden der Uni Oldenburg anregte. Großes Interesse bestand auch seitens der Unternehmensvertreter, die Methode weiter anzuwenden und zur Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern und Studierenden fortzuführen.
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Da es aktuell Probleme mit unserer Anmeldefunktion gibt, benutzen Sie bitte innovationsmanagement@ihjo.de unter Nennung der gewählten Session sowie ihrer Kontaktdaten, falls Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen.

Möglicherweise hat Ihre Anmeldung uns aufgrund eines Systemfehlers nicht erreicht. Sollten Sie bisher noch keine Zugangsdaten erhalten haben, wenden Sie sich bitte an Carsten Meyer (carsten.meyer@jade-hs.de).


Hinter uns liegt ein außergewöhnliches Jahr mit immensen Herausforderungen und Veränderungen in vielen Bereichen – gerade auch in der Arbeitswelt. Wie kann man als Organisation mit solchen Situationen umgehen? Welche Rolle spielt dabei die Innovationskultur? Wie baut man eben diese Innovationskultur auf und erhält sie langfristig?

Der Oldenburger Innovationstag fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und der Region und vernetzt regionale Akteur_innen und Organisationen unterschiedlichster Größe, Reife und Branchenzugehörigkeit miteinander. Ziel ist es, die regionale Innovationskraft sichtbarer zu machen und zu stärken.

Programm:

14:00 – 14:10 Uhr: Begrüßung
14:10 – 14:50 Uhr: Keynote von apl. Prof. Dr. Stephanie Birkner
14:50 – 15:00 Uhr: Pause
15:00 – 15:45 Uhr: Sessions
15:45 – 16:00 Uhr: Pause
16:00 – 16:50 Uhr: Zukunftsforum „Viele Wege führen zu Innovation – Offen für neue Wege“
16:50 – 17:00 Uhr: Ausklang
17:00 – 17:45 Uhr: Get together

Eine Übersicht und Kurzbeschreibungen zu den Sessions sowie zum Zukunftsforum finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Zugangsdaten zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung, kurz vor der Veranstaltung.
Organisiert und durchgeführt wird die Veranstaltung von der IHJO (Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!), dem C3L (Center für lebenslanges Lernen) sowie der gemeinnützigen ZUKUNFT.unternehmen gGmbH.

Hinweis: Die Veranstaltung wird für zukünftige Vermarktungszwecke in Bild und Ton aufgezeichnet.



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Allgemein, Innovation(s)Labor digital, Innovation(s)Management, Innovation(s)Mobil, Innovation(s)Werkstatt, News

Mit dem Innovation(s)Campus und dem Innovation(s)Mobil stellt die IHJO Plattformen für Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer zur Verfügung. Da es während der Corona Pandemie zeitweise nicht möglich ist, die Räumlichkeiten zu betreten, zeigen wir sie an dieser Stelle in virtuellen Rundgängen. Erkunden Sie die Räume per Mausklick und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Ausstattung. Für den Innovation(s)Campus gibt es die Möglichkeit, bei einer virtuellen Mittagspause eine geführte Tour zu machen und in den Austausch mit dem Team zu gehen.


Innovation(s)Campus – Sparringspartner für Forschung und Entwicklung

Am Innovation(s)Campus der IHJO befinden sich die Innovation(s)Werkstatt, das Innovation(s)Management und das Innovation(s)Labor digital. Der Campus bietet Räume für Workshops und Technologien wie Metall- und Kunststoff-3D-Druck, um Prototypen zu realisieren. Ein Team von acht Mitarbeitenden vor Ort unterstützt Forschende, Studierende und Vertreter_innen regionaler Start-ups, Unternehmen und Institutionen bei allen Fragen rund um die wissenschaftsbasierte Entwicklung von Ideen und Technologien.

Virtueller Rundgang durch den Innovation(s)Campus



Virtuelle Mittagspause mit geführtem Rundgang

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten des Campus direkt vom Team erfahren, ist das in einer virtuellen Mittagspause möglich. Bei Interesse schreiben Sie an innovationscampus@uni-oldenburg.de.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Innovation(s)Campus.


Innovation(s)Mobil – Science Truck für die Region

Das Innovation(s)Mobil macht Wissenschaft für Bürgerinnen und Bürger in der Weser-Ems-Region zugänglich. Forschungsergebnisse lassen sich im Science Truck über multimediale Plattformen vermitteln und durch interaktive Formate oder Ausstellungen ergänzen. Der Rundgang zeigt die 62 Quadratmeter große Ausstellungsfläche mit Multi Media Terminals sowie eine Dachterasse, die insbesondere bei gutem Wetter eine gute Ergänzung darstellt. Bei Fragen wenden Sie sich an Frau Dr. Silke Glogowski, silke.glogowski@jade-hs.de.

Virtueller Rundgang durch das Innovation(s)Mobil



Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Innovation(s)Mobils.

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Innovation(s)Management

Pandemiebedingt fand der erste Oldenburger Innovationstag, ausgerichtet durch das Innovation(s)Management der IHJO, Ende November digital statt – live übertragen aus den Räumen des Innovation(s)Campus.

Unter dem Leitthema “COVID-19 als Innovationskatalysator!?” diskutierten Experten aus Unternehmen und Wissenschaft mögliche Strategien, um Krisen als Chance für Innovationen zu nutzen und dabei aktiv steuernd statt nur reagierend zu handeln.

Tenor der Impulsvorträge war: Es bedarf Mut, um in der Not Veränderungen anzustoßen und gestärkt aus Krisen hervorzugehen.Drei Speaker gaben den rund 100 Teilnehmenden Einblicke in die Welt der Innovationen und wie diese durch wirtschaftliche oder gesellschaftliche Krisen wie die Corona-Pandemie ausgelöst und beschleunigt werden.

Lars Behrendt beschrieb das Modell der schnellen Innovationssprints, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und Lösungen voranzubringen. Die Methode, Innovationen innerhalb von nur fünf Tagen zu erarbeiten und in einem Produkt umzusetzen, stieß auf große Begeisterung im Publikum. Sein Beispiel von Lastenrädern für die Auslieferung von Brötchen, um lange Schlangen vor den Bäckereien zu umgehen, findet inklusive einer vollfunktionierenden Webseite bereits Anwendung. Behrendt wirbt für mehr Fehlertoleranz und agile Entscheidungen. Wenn sie fehlen, werden Innovationen blockiert.

Dr. Severin Beucker gab einen Einblick in die Theorie hinter “Krisen als Innovationskatalysatoren”. Er betont, dass Not nicht nur erfinderisch macht, sondern Kooperationen zwischen allen möglichen Akteuren stärkt. Gerade in Zeiten von Corona werden gelernte Muster neu gedacht. Das erzwingt beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren, um der Pandemie besser begegnen zu können.

Zum Abschluss interviewte Moderator Jens-Steffen Scherer den Geschäftsführer Gunnar Barghorn. Er berichtete, wie er das in einer Krise befindliche Familienunternehmen übernahm, um es zurück auf „auf Kurs“ zu bringen. Im Zuge des Innovationsprozesses setzte Barghorn stark auf die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und band sie in Entscheidungsprozesse ein. Viele Entscheidungen werden in seinem Unternehmen inzwischen auf operativer Ebene getroffen – so auch die Einstellung von neuen Kolleginnen und Kollegen und deren Gehälter, was zuvor undenkbar schien.

Rege Diskussionen, auch im Chat, rundeten den Oldenburger Innovationstag ab, der im Frühjahr 2021 in einer umfangreicheren Version erneut digital stattfinden wird!

Kontakt Innovation(s)Management
Florian Grubitzsch, 0441/798-5247, florian.grubitzsch@uni-oldenburg.de
Carsten Meyer, 0441/7708-3458, carsten.meyer@jade-hs.de

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