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Innovation(s)Management

Pandemiebedingt fand der erste Oldenburger Innovationstag, ausgerichtet durch das Innovation(s)Management der IHJO, Ende November digital statt – live übertragen aus den Räumen des Innovation(s)Campus.

Unter dem Leitthema “COVID-19 als Innovationskatalysator!?” diskutierten Experten aus Unternehmen und Wissenschaft mögliche Strategien, um Krisen als Chance für Innovationen zu nutzen und dabei aktiv steuernd statt nur reagierend zu handeln.

Tenor der Impulsvorträge war: Es bedarf Mut, um in der Not Veränderungen anzustoßen und gestärkt aus Krisen hervorzugehen.Drei Speaker gaben den rund 100 Teilnehmenden Einblicke in die Welt der Innovationen und wie diese durch wirtschaftliche oder gesellschaftliche Krisen wie die Corona-Pandemie ausgelöst und beschleunigt werden.

Lars Behrendt beschrieb das Modell der schnellen Innovationssprints, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und Lösungen voranzubringen. Die Methode, Innovationen innerhalb von nur fünf Tagen zu erarbeiten und in einem Produkt umzusetzen, stieß auf große Begeisterung im Publikum. Sein Beispiel von Lastenrädern für die Auslieferung von Brötchen, um lange Schlangen vor den Bäckereien zu umgehen, findet inklusive einer vollfunktionierenden Webseite bereits Anwendung. Behrendt wirbt für mehr Fehlertoleranz und agile Entscheidungen. Wenn sie fehlen, werden Innovationen blockiert.

Dr. Severin Beucker gab einen Einblick in die Theorie hinter “Krisen als Innovationskatalysatoren”. Er betont, dass Not nicht nur erfinderisch macht, sondern Kooperationen zwischen allen möglichen Akteuren stärkt. Gerade in Zeiten von Corona werden gelernte Muster neu gedacht. Das erzwingt beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren, um der Pandemie besser begegnen zu können.

Zum Abschluss interviewte Moderator Jens-Steffen Scherer den Geschäftsführer Gunnar Barghorn. Er berichtete, wie er das in einer Krise befindliche Familienunternehmen übernahm, um es zurück auf „auf Kurs“ zu bringen. Im Zuge des Innovationsprozesses setzte Barghorn stark auf die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und band sie in Entscheidungsprozesse ein. Viele Entscheidungen werden in seinem Unternehmen inzwischen auf operativer Ebene getroffen – so auch die Einstellung von neuen Kolleginnen und Kollegen und deren Gehälter, was zuvor undenkbar schien.

Rege Diskussionen, auch im Chat, rundeten den Oldenburger Innovationstag ab, der im Frühjahr 2021 in einer umfangreicheren Version erneut digital stattfinden wird!

Kontakt Innovation(s)Management
Florian Grubitzsch, 0441/798-5247, florian.grubitzsch@uni-oldenburg.de
Carsten Meyer, 0441/7708-3458, carsten.meyer@jade-hs.de

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